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Tausend Dollar pro Schuss von Stirling, Glenn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.01.2016
  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
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Tausend Dollar pro Schuss

Tausend Dollar pro Schuss Western WERNER DIETSCH SCHRIEB ALS GLENN STIRLING Der Umfang dieses Buchs entspricht 116 Taschenbuchseiten. John Terrey, der Boss der Diamond T-Ranch, will mit Gewalt die Macht in Reserve an sich reißen und schreckt auch nicht vor Mord zurück, wenn sich ihm einer der anderen Rancher in den Weg stellen will. Sheriff Lockhart ist der Einzige, der dem mächtigen Rancher Einhalt gebieten kann - doch man wählt ihn ab und jagt ihn aus Reserve. Ein Kopfgeld wird auf seine Ergreifung ausgesetzt. Jay Lockhart will aber nicht aufgeben - er will die Stadt aus der Hand des mächtigen Ranchers befreien. Doch der Weg ist blutgetränkt und er kämpft einen einsamen Kampf. Nur eine Frau steht ihm hilfreich zur Seite.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 120
    Erscheinungsdatum: 19.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738902006
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 259 kBytes
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Tausend Dollar pro Schuss

3

M ühsam hält Lockhart durch, bis sie das Pferd erreichen. Halb blind tastet er mit der rechten Hand zum Sattelhorn und hält sich fest. Er blickt auf die Stadt hinab und sieht die Lichter der Mainstreet vor seinen Augen tanzen.

Merritt und seine Reiter kommen aus dem Wald zurück. Die heisere fluchende Stimme San Merritts weht dem Hufgeräusch voraus. Judith springt an den Kopf des Rotbraunen, um ihm die Hand auf die Nüstern zu legen, damit er nicht schnauben und sie verraten kann. Lockhart sagt keuchend, als sie vorüber sind und in den Lichtschein der Straße tauchen: "Nicht in die Stadt - dort ist im Moment nicht der richtige Platz für mich. Ich brauche ein halbwegs sicheres Versteck, auf das Merritt und ein paar andere Leute nicht sofort kommen. Überleg schnell!"

Judith Fournell begreift nichts. Aber ihr Gesicht ist dem seinen so nahe, dass sie auch in der Dunkelheit den seltsamen verschlossenen Ausdruck darin erkennt. Sein Blick schließt jede Frage, die sie stellen will, aus, darum schweigt sie lange und denkt nur nach.

"Eine gute Meile über unserer Ranch ist eine alte Weidehütte. Sie liegt seit Jahren unbenutzt. Du müsstest sie kennen."

Er überlegt kurz und nickt.

"Das ist etwas für den Anfang. Viel weiter komme ich ohnehin nicht. Bring mir morgen Verbandszeug und Proviant, aber lass dich von keinem sehen. Sag auch deinem Vater nichts - kein Wort darüber, dass du weißt, wo ich bin!"

Er tastet nach dem Steigbügel und verfehlt ihn zweimal. Als er endlich schweigend im Sattel sitzt, schließt er für eine Weile die Augen. Blitze zucken durch sein Gehirn, und sein Kopf scheint zu schweben.

Judith Fournell blickt zu ihm hoch. Sie ahnt seine Schwäche und spürt die Beschämung, die deswegen in ihm ist. Mitleid mit ihm wallt in ihr hoch, aber sie verrät es nicht, weil sie Jay Lockhart kennt.

"Brauchst du mich noch?", fragt sie nur und unterdrückt den Wunsch, ihn wie vorher mit den Händen zu berühren. "Wenn es nötig ist..."

"Schon gut!", Er schüttelt den Kopf und klammert sich mit beiden Händen an das Sattelhorn. "Schon gut, Judith! Ich glaube, ich schaffe es jetzt allein. Danke! Geh jetzt wieder in die Stadt!" Der Klang wütender schreiender Stimmen kommt mit dem Wind zu ihnen herüber. Lockhart treibt sein Pferd an. Judith blickt ihm nach, bis sein schwankender Schatten zwischen den Büschen verschwunden ist.

Dann geht sie auf die Mainstreet zu, am Long Grade Saloon vorbei zum Frontiers Home Hotel.

Ein hektischer Strom laut redender Männer treibt sie zu ihrem Ziel. Vor dem Hotel sieht sie ihren Vater mit gebeugtem Rücken auf die Straße treten. Dicht hinter Abe Fournell taucht das breite eckige Gesicht John Terreys im Lichtschein auf.

Terrey überragt Fournell um fast einen ganzen Kopf. Er ist schwer und massig gebaut. Seine kantigen Züge drücken eine sture, unbesiegbare Selbstsicherheit aus.

Bevor Fournell die Hotelstufen ganz hinter sich hat, legt Terrey ihm eine seiner schweren Hände von hinten auf die Schultern und sagt: "Du weißt jetzt Bescheid, Abe, wie? In diesem Land bestimme ich. Wer sich auflehnen will, packt besser seinen Kram und zieht ein paar hundert Meilen weiter."

Fournell dreht sich um. Seine Mundwinkel biegen sich nach unten. In seiner Stimme ist Bitterkeit.

"Das kannst du nicht machen, John. Jeder Mann hat seinen eigenen Willen." Eine jähe rote Welle schießt in Terreys selbstbewusstes Gesicht. Jähzorn glitzert in seinen Augen, und eine heftige Arroganz presst seine Lippen zusammen.

"Den Teufel habt ihr - du, Mac Dowell, Wright, Glisom und die anderen Drei-Kühe-Rancher deiner Klasse. Ich würde keine Auflehnung versuchen. Ihr geratet sonst in eine verdammt trübe Situation."

Die scharfen Kanten seines Gesichtes prägen sich deutlich aus. Es zeigt in diesem Moment keine Glätte und keine vernünftige Bereitschaft mehr. Jedes Wort von ihm ist eine Herausforderung, und er will,

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