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Tausend Wellen fern 3 von Maly, Rebecca (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.07.2016
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Tausend Wellen fern 3

Nach einer langen und abenteuerlichen Seereise von Irland nach Neuseeland erreicht Kaylee endlich den Hafen von Wellington und beginnt sich dort eine Existenz aufzubauen. Viele Menschen versuchen ihr Steine in den Weg zu legen, doch sie ist bereit für ihr neues Leben als Apothekerin zu kämpfen. Aber gibt es neben all der Arbeit überhaupt noch Chancen für ihre aufkeimenden Gefühle zu Timothy?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 74
    Erscheinungsdatum: 08.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955308155
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1086 kBytes
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Tausend Wellen fern 3

KAPITEL 1

An Bord der Southern Eagle

In der Foveaux Strait, ganz tief im kalten Süden, wehten eisige Winde zwischen der Süd- und Mittelinsel hindurch.

Die Southern Eagle arbeitete sich schnaufend und stampfend durch hohe Wellenberge.

Es war kein Wetter und kein Tag, den man an Deck verbringen sollte, wenn man nicht musste.

Kaylee stand an einem kleinen Bullauge und versuchte, im Grau dort draußen etwas zu erkennen. Regnete es oder war das alles nur Gischt? Der Horizont torkelte wie ein Betrunkener im Nebel und war kaum zu erkennen. Granitfarbene Wolken jagten über den Himmel. Doch es war kein Gewitter, nicht wie in der Unglücksnacht, als sie von ihrer Mutter getrennt wurde.

Noch immer wagte Kaylee kaum zu hoffen. Aber so sehr sie es sich auch vorgenommen hatte, die Hoffnung war da und alles beherrschend.

Nicht auszudenken, wenn sie in Wellington ankäme, nur um herauszufinden, dass Erin Heagan doch ein nasses Grab auf hoher See gefunden hatte. Aber dann habe ich wenigstens Gewissheit, und das ist auch etwas wert .

Kaylee streckte sich auf ihrer Pritsche aus. Das Etagenbett über ihrem bestand aus einer einfachen Bretterkonstruktion, auf deren Unterseite Reisende und Seemänner ihre Namen und Kürzel hinterlassen hatten. Eine großbusige Strichfigur spreizte ihre Beine. Männer. Kein Wunder, dass die Häfen voller Hurenhäuser waren.

Es musste einsam sein, fast das ganze Leben auf See zu verbringen. Sie musste lächeln, wenn sie daran dachte, wie die Mannschaft der Tangaroas Speer bei jedem Landgang von Bord und in die Vergnügungsviertel gestürmt war.

Wie von allein schlugen ihre Gedanken andere Pfade ein. In der Hoffnung, einen Menschen wiederzufinden, hatte sie einen anderen verloren.

Ob Timothy genauso oft an sie dachte wie Kaylee an ihn?

Er fehlte ihr.

Und das mit jedem Tag mehr. Auf der Tangaroas Speer war sie so tief in ihrer Traurigkeit versunken gewesen, dass sie gar nicht gemerkt hatte, wie er sich um sie bemühte.

Jetzt tat es ihr leid, dass sie ihm so oft die kalte Schulter gezeigt und ihn abgewiesen hatte.

Kaylee ertappte sich dabei, zu bereuen, nicht weiter auf dem Walfänger mitgefahren zu sein und stattdessen nun hier auf dem Frachtschiff zu reisen. Aber die Tangaroas Speer hätte womöglich noch Monate gebraucht. Besonders nachdem der Kapitän der Southern Eagle ihnen einen Großteil des Waltrans abgekauft hatte.

Das war der Grund, warum das Frachtschiff überhaupt den Fjord mit der Station angefahren hatte. Der Händler versprach sich einen Vorteil, indem er die Fässer direkt dort kaufte, wo der Walspeck zu Tran verkocht wurde. Und offensichtlich hatte er Hobbart einen guten Preis gemacht.

Beide Walfangschiffe hatten ihre Beute verkauft und konnten nun mit leeren Laderäumen erneut auf die Jagd gehen.

Der Bauch der Southern Eagle hingegen war voll beladen. Das Frachtschiff sah längst nicht so elegant und schnittig aus wie die Tangaroas Speer , doch dank zweier starker Dampfkessel schob es sich fast genauso flink durch die See.

So würde es nur noch wenige Tage brauchen, um Wellington zu erreichen.

An Bord der Tangaroas Speer

Sie ankerten für die Nacht in einer Bucht, die eigentlich die Mündung eines Flusses war. Der Name des Stroms war nicht auf den Karten verzeichnet.

Timothy beugte sich über den großen Tisch in der Offiziersmesse und rollte eine weitere Karte aus. Er beschwerte sie mit einigen runden Steinen, die von den verschiedensten Stränden rund um den Globus stammten, und blickte seufzend darauf.

Hobbart stand neben ihm und runzelte die Stirn. "Dein Vorschlag?"

"Einen Moment." Timothy nahm einen Zirkel und ein abgegriffenes hölzernes Kursdreieck und maß verschiedene Distanzen. Schließlich entschied er sich für eine Peilung. "Wir fahren an Stewart Island vorbei zu d

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