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Tell Me No Lies von Geiger, A. V. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Tell Me No Lies

Was ist mit Eric Thorn geschehen? Wo ist Eric Thorn? Ist er am Leben? Tessa Hart ist die Einzige, die die Wahrheit kennt. Aber sie hat beschlossen, ihre Eric-Thorn-Fangirl-Zeiten ein für alle Mal hinter sich zu lassen - und nie wieder in die Nähe einer Twitter-App zu kommen. Denn auch wenn sie sich inzwischen traut, ihr Zimmer zu verlassen, so fürchtet sie sich noch immer vor der Vergangenheit. Doch genau dieser muss sich Tessa früher stellen als gedacht ... 'Von Anfang bis Ende ein fesselnder Pageturner!' ANNA TODD über FOLLOW ME BACK 'Der nächste große YA-Thriller.' ALI NOVAK Die packende Fortsetzung von FOLLOW ME BACK! A.V. Geiger lebt mit ihrer Familie in New Jersey. Sie begann ihre Autorenkarriere mit dem Schreiben von Fanfiction und veröffentlicht ihre Geschichten heute sehr erfolgreich auf 'Wattpad'. Für ihren Debütroman konnte sie aus ihren Erfahrungen aus den Bereichen Fankultur und Social Media schöpfen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 333
    Erscheinungsdatum: 27.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736310469
    Verlag: LYX
    Serie: Follow Me Back 2
    Originaltitel: Tell Me No Lies
    Größe: 1600 kBytes
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Tell Me No Lies

KAPITEL 1

Tote Prominente

1. Februar 2017 (drei Monate zuvor)

"Und diese brandheiße Meldung hat uns soeben erreicht: Mehrere Quellen in der Schweiz haben bestätigt, dass das Facebook Live-Video authentisch ist. Der Mann, den man in jenem Video sieht, ist tatsächlich Dorian Cromwell -"

Tessa betrachtete mit zusammengekniffenen Augen das winzige Bild auf dem Display ihres Handys und versuchte angestrengt, die verschwommenen Gesichtszüge zu erkennen. In dem dreißig Sekunden langen Clip fuhr ein Mann auf Skiern einen vereisten Hang hinunter. Dabei hielt er den Kopf gesenkt und den Blick fest auf den unebenen Untergrund gerichtet. Doch am Ende des Videos blickte er auf und hob grüßend einen Skistock.

Das war Dorian Cromwell? Wieso waren sich da alle so sicher? Für Tessa sah der Mann mit dem zotteligen Bart und den zerzausten, ungewaschenen Haaren, die ihm bis über die Schultern reichten, eher wie eine Mischung aus Hippie und Obdachlosem aus. Möglicherweise war eine gewisse Ähnlichkeit mit dem ehemals so adretten Boyband-Frontmann festzustellen, aber da musste man sich schon sehr anstrengen. Der buschige Bart verdeckte seine komplette untere Gesichtshälfte, und das Video war aus zu großer Entfernung aufgenommen worden, um sein Alter oder seine Augenfarbe richtig erkennen zu können.

Jemand hatte das Video vor zwei Tagen auf Facebook gestreamt, versehen mit dem Geo-Tag Münster, Schweiz, und einer Clickbait-Überschrift:

Guten Tag, Dorian. #DorianCromwell #Quicklebendig

Ein paar Tage zuvor hatte sie auch schon auf TMZ eine entsprechende Meldung gelesen, ihr zu jenem Zeitpunkt aber noch keine große Beachtung geschenkt. Sie hatte sie lediglich für ein Gerücht gehalten, das von irgendeinem Wichtigtuer in die Welt gesetzt worden war. Bei Eric war das genauso. Seitdem er vor ungefähr einem Monat spurlos aus Texas verschwunden war, war er bereits von Dutzenden Fans auf der ganzen Welt "gesichtet" worden. Doch diese Meldungen waren selbstverständlich durchweg falsch. Es handelte sich immer um alte Fotos, die per Photoshop manipuliert worden waren. Für alle, die Eric in den sozialen Medien auch nur halb so aufmerksam folgten, wie Tessa das seit jeher tat, war das mit Leichtigkeit zu erkennen.

Trotzdem, allein der Gedanke an tote Prominente ließ Tessas Herz schneller schlagen. Sie setzte sich auf ihrem Platz im hinteren Teil des Campingbusses zurecht und straffte den Rücken. Das dünne, faltbare Polster, auf dem sie schlief, ächzte unter ihrem Gewicht. Als sie das Geräusch hörte, zuckte ihr Blick unwillkürlich zu dem getönten Autofenster neben ihr. Sie hatte es einige Minuten zuvor geöffnet, um die kühle Bergluft hereinzulassen. Die Dämmerung war bereits hereingebrochen, und die langen Schatten der Pinien verdunkelten das Innere des Busses. Niemand konnte sie hier drinnen sitzen sehen. Der rationale Teil ihres Verstandes wusste das - und dennoch musste sie gegen den Drang ankämpfen, das Fenster zu schließen.

"Nein", murmelte Tessa. Ohne frische Luft würde sie hier drinnen irgendwann ersticken. Sie schloss die Augen, atmete tief ein und zählte dabei im Kopf mit.

Eric eins ... Eric zwei ... Eric drei ...

Besser.

Niemand beobachtete sie von dort draußen. Tessa hatte inzwischen gelernt, dieses anhaltende, unterschwellige Gefühl der Furcht mit kühler Distanziertheit wahrzunehmen. Das war die Angststörung, die sich zeigte. Eine Eigenart ihrer Hirnchemie. Mehr nicht. Nichts Reales. Der Bus parkte im hinteren Bereich eines dicht bewaldeten Campingplatzes, der in den Ausläufern einer mexikanischen Bergkette lag. Hier war nicht viel los. Bei den Hütten auf der anderen Seite des unbefestigten Geländes parkten nur ein paar vereinzelte Wagen.

Niemand beobachtete sie. Niemand interessierte sich für einen schäbigen, alten VW-Campingbus mit texan

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