text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

The Brightest Stars - connected Roman von Todd, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.09.2020
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

The Brightest Stars - connected

The darkest moon will guide your way
Die leidenschaftliche und bewegende Liebesgeschichte um Karina und Kael geht weiter. Band 2 der großen Serie THE BRIGHTEST STARS.
Karina fühlt sich betrogen und enttäuscht, seit sie weiß, dass Kael sie hintergangen hat, und sie bricht den Kontakt zu ihm ab. Aber die Gedanken an Kael lassen sie einfach nicht los. Denn niemand versteht sie, wie er es tut. Niemand kann sie besänftigen, wie er es kann. Zwischen den beiden scheint ein unsichtbares Band zu existieren, das sie wie magisch zu ihm hin zieht. Als sie sich zufällig wiederbegegnen, wird Karinas Sehnsucht noch größer, und sie muss sich entscheiden: Kann sie seine Nähe zulassen, ohne sich daran zu verbrennen?

Anna Todd ist die "New York Times"-Bestsellerautorin der AFTER-Serie, des Romans SPRING GIRLS und der STARS-Serie. AFTER erschien in 35 Sprachen und ist ein internationaler Nummer-1-Bestseller. Seitdem hat sie acht Romane geschrieben. Sie ist an der Verfilmung von AFTER TRUTH, der Fortsetzung von AFTER PASSION, als Produzentin und Regisseurin beteiligt. Anna stammt aus Ohio und lebt mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn in Los Angeles. Mehr über die Autorin auf AnnaTodd.com, bei Twitter unter @AnnaTodd, auf Instagram unter @AnnaTodd und auf Wattpad unter Imaginator1D.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 14.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641227159
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 58067
    Originaltitel: The Brightest Stars 2
    Größe: 1715 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

The Brightest Stars - connected

1

Kael, 2019

Das Meer aus schwarzen Klamotten tut mir in den Augen weh. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich in einer derart uniformierten Menge war. Ich bin immer noch so an den Tarnanzug gewöhnt, den ich jahrelang Tag für Tag getragen habe, dass ich, obwohl ich mittlerweile nicht mehr in der Army bin, auch unter Zivilisten immer noch nach Tarnfarben Ausschau halte. Wenn ich heute eines meiner frisch gereinigten Jacketts vom Bügel nehme, erinnere ich mich an meinen Kampfanzug, dessen Stoff von dem daran verkrusteten Sand und Schmutz so steif geworden war, dass er knisterte, wenn wir stundenlang durch die Hitze Georgias marschierten. Ich greife unter mein Shirt, und meine Hand berührt die Hundemarken, die um meinen Hals hängen.

Ich gehöre nicht zu den Soldaten, die diese Dinger mit Stolz um den Hals tragen, um in den Bars zu Hause ein paar Drinks umsonst zu bekommen. Ich trage sie, weil das Gewicht des Metalls auf meiner Brust mich erdet. Wahrscheinlich nehme ich sie nie wieder ab.

»Ist ein bisschen kalt hier«, sagt meine Ma, als ich die Hundemarke loslasse und meine Hände in den Schoß lege.

»Willst du meine Jacke haben?«, frage ich sie.

Sie schüttelt den Kopf.

»Sie müssen den Leichnam kühl halten«, sagt eine bekannte Stimme.

»Du bist noch genau so ein krankes Arschloch wie früher.« Ich stehe auf und umarme Silvin. Sein Körper ist erheblich dünner als bei unserer letzten Umarmung.

»Du bist ja auch noch derselbe.« Er knufft meinen Arm.

Meine Ma sieht ihn tadelnd an. »Hört damit auf.« Sie schlägt ihn ein wenig fester, als er mich geschlagen hat.

»Wie oft hab ich das jetzt schon gehört?« Silvin umarmt meine Mom, und sie fängt an zu lächeln.

Sie fand ihn eigentlich immer ganz nett, obwohl er ein unflätiger Arsch mit einem krassen Sinn für Humor ist. Sein beschissener Humor brachte uns sogar in den düstersten Zeiten unseres Lebens immer wieder zum Lachen, weshalb auch ich immer schon was für ihn übrighatte.

»Wie geht's dir, Mann?«, frage ich lässig, obwohl mir klar ist, dass er wahrscheinlich momentan mehr leidet als die meisten anderen Leute in der Kirche. So wie ich bei der letzten Gelegenheit dieser Art.

Er räuspert sich und blinzelt mit geröteten Augen. Dann bläst er die Luft aus und antwortet: »Mir geht's gut, ähm, mir geht's gut. Ich wär nur lieber in Vegas bei einem Slotgame, um mit einem Pornostar deren Geld zu verspielen.« Er lacht verlegen.

»Wären wir das nicht alle?«, witzele ich, um nicht noch mehr trübe Gedanken bei ihm zu verursachen. Manchmal ist es besser, an der Oberfläche zu bleiben, wo man den Gefühlen nicht so ausgesetzt ist.

»Setzt du dich zu uns? Oder hast du schon einen Platz?«, frage ich ihn.

»Das hier ist kein verdammtes Konzert, Martin«, sagt er und lacht. Dann setzt er sich neben meine Ma.

Silvins verqueres Lachen soll wohl die tiefe Traurigkeit überdecken, die sich über die ganze Kirche gelegt hat. Die Trauer tropft förmlich von der Decke. Es ist die Art von Kummer, die in einen hineinblutet und die man nie wieder abwaschen kann. Man sieht sie dir an. Das Gewicht von allem, was du mit dir trägst, fließt einfach durch deinen Blutkreislauf und sitzt auf deinen Schultern.

Silvin seufzt. Er lässt sich schwer auf dem Holzsitz zurücksinken, als versuche er, etwas von dem Gewicht, das auf ihm lastet, an die Bank abzugeben. Seine Augen starren nach vorn, haben sich in irgendeiner Erinnerung verloren, die sich weigert zu verschwinden, die ihm jede Chance auf inneren Frieden versagt. Er ist zu jung, um so alt auszusehen. Er ist drastisch gealtert, seit wir alle ihn »Babyface« nannten - mit unserem besten Südstaatenakzent. Er stammt aus Mississippi, und bei unserem ersten Einsatz sah er aus wie fünfzehn. Aber jetzt sieht er sogar älter aus als ich. Babyface, wie der ganze Zug ihn nannte, war ganz schön erwachsen geworden, seit damals, als ihm etwas, das

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen