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The Dinner List Roman von Serle, Rebecca (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2019
  • Verlag: btb
eBook (ePUB)
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The Dinner List

Es beginnt wie in einem Traum. Um halb acht Uhr abends betritt Sabrina ein New Yorker Restaurant, um nach guter alter Tradition mit ihrer besten Freundin Jessica Geburtstag zu feiern. Als sie durch die Tür tritt, traut sie ihren Augen nicht: Neben Jess erwarten sie dort in bester Feierlaune Sabrinas ehemaliger Philosophie-Professor, ihr Vater, ihr Ex-Verlobter Tobias - und Audrey Hepburn. Sie alle sind Wunschgäste einer geheimen Liste, die Sabrina vor langer Zeit anfertigte. Sabrina ist verzaubert und verwirrt, ihren Vater hat sie seit 20 Jahren nicht gesehen und Tobias, ihre große Liebe, stahl sich urplötzlich aus ihrem Leben. Darf sie auf eine zweite Chance hoffen? Und dann ist da ja auch noch Audrey Hepburn ... Rebecca Serle ist Autorin und Drehbuchschreiberin und lebt in New York und Los Angeles. Bekannt wurde sie durch ihre Jugendbuchreihe Famous in Love, die erfolgreich verfilmt wurde.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 13.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641231514
    Verlag: btb
    Serie: btb 71825
    Originaltitel: the dinner list
    Größe: 3045 kBytes
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The Dinner List

SECHS

A n dem Tag nach unserem ersten Date tauchte er vor meiner Wohnung auf. Es war drei Uhr nachmittags an einem Samstag. Jessica war nicht zu Hause; sie war zusammen mit Sumir in Upstate New York unterwegs, um sich Landhäuser anzusehen, die sie sich sowieso nicht leisten konnten.

Ich saß am Fenster und lackierte mir die Fußnägel. Es war ein letztes Aufbäumen des Sommers im Frühherbst, und ich trug eine Siebenachteljeans und ein Tanktop. Er klingelte, aber ich hörte es nicht. Dann rief er meinen Namen. Mein Schlafzimmer ging auf die Tenth Avenue hinaus, und jetzt sah ich ihn, fünf Stockwerke tiefer, nach oben in die Sonne blinzeln.

"Hey", rief ich.

Er winkte.

"Willst du hochkommen?"

Er schüttelte den Kopf. "Ich möchte, dass du runterkommst."

"Ich lackiere mir gerade die Fußnägel", sagte ich und wackelte mit dem Lackfläschchen. Der Nagellack war neonblau. Night Racer.

"Ich warte", sagte er. Deutete über die Straße. "Kaffee." Ich sah ihn zum Empire Diner hinübergehen und am Fenster Platz nehmen. Ich schob meine noch feuchten Zehennägel zwischen den Riemen meiner Flipflops hindurch und rannte die Treppe hinunter. Mein Herz klopfte wie wild, als ich die Straße überquerte und zu ihm hinüberlief.

"Oh, gut", sagte er, als ich hineinkam. Er stand in seiner Nische auf, legte einen Fünf-Dollar-Schein auf den Tisch, nahm meine Hand, und wir gingen hinaus.

"Ich dachte, du wolltest einen Kaffee."

"Kommt gar nicht infrage, dass wir den Tag drinnen verbringen", sagte er.

Mit einer schwungvollen Drehung zog er mich an sich. Es gab Zeiten, in denen es sich wie Tanzen anfühlte, mit ihm zusammen zu sein. Walzer, Twostepp, manchmal Jitterbug, immer Tango.

"Was machst du hier?", fragte ich, mittlerweile ein wenig außer Atem.

"Ich hab an dich gedacht. Und ich dachte, das ist doch blöd."

"Blöd?" Ich versteifte mich in seinen Armen.

"Ja, blöd. Warum herumsitzen und an dich denken, wenn ich mich mit dir treffen kann?"

Er küsste mich. Wir gingen los. Es war mir egal, wo wir hingingen, aber ich fragte trotzdem.

"Ans Wasser", sagte er. "Wenn du magst?" Er war manchmal so vorsichtig. Ein winziges bisschen unsicher. Das kam und ging.

Wir hielten Händchen und schwenkten die Arme wie kleine Kinder. Wir liefen über Kreuzungen. Nach der Fourteenth Street bogen wir ab und gingen in Richtung Hudson.

Es war fast vier, bis wir dort waren. Ich hatte nicht daran gedacht, mir einen Pullover mitzunehmen. Wir ließen uns auf ein Rasenstück an einem der Piers fallen, und Tobias zog sein Sweatshirt aus. Er legte es mir über die Schultern, und ich schlüpfte mit den Armen hinein. Es roch nach ihm. Nach Zigaretten und Honig und ganz schwach nach Meerluft. "Danke", sagte ich.

Dieses Sweatshirt habe ich behalten, auch als er nicht mehr da war, denn es duftete immer noch nach ihm. Ich wusch es nicht, schlief aber darin, und nach einer Weile roch es nach Schweiß und nach meinem Kokosshampoo, und ich musste zugeben, dass es einfach nur noch ein Sweatshirt war. Er war fort.

Er legte sich auf den Rücken. Ich mich auch. Wir berührten uns nicht, aber ich spürte seinen Körper neben mir. Es fühlte sich an, als ließen wir uns beide in die Erde sinken und würden ein Teil von ihr. Als träfen wir uns dort unten wieder - irgendwo in der Tiefe, mitten in der schweren, feuchten Erde. Dort, wo die Dinge ihren Anfang nehmen.

"Ich liebe New York", sagte ich. Das war nun wirklich eine eher beliebige Aussage, aber es war genau das, was ich in diesem Moment empfand.

"Ich glaube, ich könnte auch in Portland leben", sagte er. "Davon träume ich manchmal. Aufwachen und wandern gehen. Kochen. Dem Regen lauschen."

"Und hauptsächlich Patagonia tragen."

"Genau." Er verschränkte seine Finger mit meinen. "Aber irgendwo, wo es sich richtig gut leben lässt. Wo es ruhig ist. Ich liebe Broo

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