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Thereses Geheimnis & Charlottes Rückkehr: Zwei Romane in einem eBook von Rabe, Verena (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Thereses Geheimnis & Charlottes Rückkehr: Zwei Romane in einem eBook

Zwei Frauen - zwei mutige Herzen: Die bewegenden Romane »Thereses Geheimnis« und »Charlottes Rückkehr« von Verena Rabe jetzt als eBook bei dotbooks. Die junge Marie kehrt nach dem Studium vorübergehend in die Villa ihrer Großmutter Therese nach Blankenese zurück. Als diese bald darauf stirbt, bricht für Marie eine Welt zusammen. Auf der Suche nach kostbaren Erinnerungen stößt sie zwischen den alten Erbstücken jedoch auf ein Geheimnis, dass sie an allem zweifeln lässt, was sie je über ihre Großmutter zu wissen glaubte - und sich selbst ... Die Schatten der Vergangenheit holen auch Charlotte ein: Sie hat sich geschworen, nie wieder deutschen Boden zu betreten, aber nun erbt sie ein malerisches Haus an einem See bei Berlin. Kann es nach so vielen Jahren des Schmerzes noch die Chance auf einen Neuanfang geben - voller Hoffnung und Vergebung? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Die berührenden Familiengeheimnis-Romane »Thereses Geheimnis« und »Charlottes Rückkehr« von Erfolgsautorin Verena Rabe erstmals in einem Band. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Verena Rabe, geboren und aufgewachsen in Hamburg, liebt es zu reisen. Besonders europäische Küsten haben es der Seglerin angetan. Für ihre Geschichten unternimmt sie lange Recherchereisen und lässt die Orte, die sie beschreibt, intensiv auf sich wirken. Sie hat Geschichte studiert und als Journalistin gearbeitet, bevor sie Schriftstellerin wurde. Bisher hat sie acht Romane veröffentlicht. Verena Rabe lebt mit ihrem Mann in Hamburg, hat zwei erwachsene Kinder und verbringt viel Zeit in Berlin, ihrer zweiten Heimat. Bei dotbooks veröffentlichte Verena Rabe ihre Romane »Merles Suche«, »Und über uns das Blau des Himmels«, »Die Melodie eines Sommers«, »Ein Lied für die Ewigkeit«, »Charlottes Rückkehr«, »Thereses Geheimnis«. Die letzten beiden Romane sind auch im Doppelband erhältlich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 464
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966550000
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2107 kBytes
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Thereses Geheimnis & Charlottes Rückkehr: Zwei Romane in einem eBook

Kapitel 1

Hamburg, Ende November 1992

Therese Beeken schaltete den Fernseher aus. Gleich begannen die Nachrichten, und die sah sie aus Prinzip nicht an. Höchstens noch die Lokalnachrichten, denn da konnte sie fast sicher sein, dass es nie um Krieg ging. Von Kriegen wollte sie nichts wissen. Vor langer Zeit hatte sie ihren Bedarf daran für immer gedeckt.

Sie beschloss ins Bett zu gehen, obwohl sie noch nicht müde war. Morgen Abend werde ich endlich nicht fernsehen, dachte sie. Marie wird hier sein, und wir werden uns vielleicht ein Feuer im Kamin anzünden, und ich werde wieder reden und jemandem zuhören können. Endlich wieder dem warmen, dunklen Klang von Maries Stimme lauschen, der den Raum ausfüllen wird, in dem ich monatelang abends nur Selbstgespräche führte.

Sie stellte einen Teller mit Brotresten in den Kühlschrank. Die kann ich morgen zum Frühstück essen, dachte sie. Im unteren Fach bewahrte sie drei Kartoffeln in einer Porzellanschale auf, die waren gestern beim Mittagessen übriggeblieben, im Gemüsefach lag ein halber Apfel. Früher hatte sie immer gut abschätzen können, welche Mengen sie zubereiten musste. Aber seitdem sie nur für sich selbst kochte, gelang es ihr nicht mehr, und es blieb immer etwas übrig, das sie dann im Kühlschrank deponierte und manchmal nach Tagen in der hintersten Ecke verdorben wiederfand. Ab morgen kann ich endlich wieder für zwei kochen, dachte sie erleichtert.

Die Treppenstufen in den ersten Stock fielen ihr heute schwer. Aber was erwartest du, sprach sie mit sich selbst, du bist 74. Sie musste an ihren ältesten Sohn Georg denken. »Mutti«, hatte er bei Friedrichs Beerdigung gesagt, »jetzt, wo Papa nicht mehr da ist, brauchst du doch kein großes Haus mehr«, und sie ärgerte sich über diese Bemerkung, denn eigentlich bedeutete sie: »Geh ins Altersheim und überlasse uns das Haus.«

»Darauf kannst du lange warten«, murmelte Therese vor sich hin, als sie das Schlafzimmer betrat und sich seufzend auf das neue Metallbett mit dem blauen Himmel setzte, das sie gleich nach Friedrichs Tod gekauft hatte, weil sie in dem Bett, in dem ihr Mann gestorben war, nicht mehr hatte schlafen können. Sie zog sich langsam aus und hängte Kleider über den stummen Diener; so hatte es ihr Friedrich vor langer Zeit beigebracht, und sie hatte sich zähneknirschend seinem Ordnungssinn angepasst, bis sie auch gar nicht mehr anders konnte, als alles an seinen Platz zurückzulegen.

»Du wärst stolz auf mich«, sagte sie laut in Richtung seines Fotos, das auf der Kommode stand. Sie mochte dieses Bild, denn Friedrich hatte den Mund zu einem kleinen Lächeln verzogen. Dadurch bekamen seine Augen einen weniger kritischen Ausdruck hinter der feinen Nickelbrille, und in seinem Blick erkannte sie die Güte, die er sonst fast immer hinter seiner Strenge und Autorität versteckt gehalten hatte. Am Anfang ihrer Beziehung ordnete er geduldig ihr Leben und fügte die losen Enden zusammen, und sie hatte sich als Dank bereitwillig in seine Vorstellung von Glück einbauen lassen.

Manchmal hast du es mir wirklich schwer gemacht, dich zu lieben, sagte Therese in Gedanken, bei dir musste immer alles so korrekt sein und seine Ordnung haben, und wehe, es war nicht genauso, wie du es dir vorstelltest. Und ich war weiß Gott keine gute Hausfrau, als du mich kennen lerntest. Ich musste es ja auch nicht sein, ich brauchte nur für mich zu sorgen, und das hatte ich ja längst aufgegeben, wie du weißt.

Wenn ich dich damals nicht kennengelernt hätte, seufzte sie und wagte nicht, sich auszumalen, wie alles geworden wäre, wenn er sie 1949 nicht unter seine Fittiche genommen hätte. Als sie sich in seine Hände gab, wusste sie, dass es für sie die einzige Möglichkeit war. Es ging nicht um Liebe oder Anziehung, sondern allein ums Überleben, und damals dachte sie, dass sie es ohne fremde Hilfe nicht mehr schaffen würde.

Unzählige Male hatte sie sich mit ihrer Bitte an Gott gewa

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