text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Toni der Hüttenwirt 31 - Heimatroman Bauernschläue und die Folgen von Buchner, Friederike von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2015
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Toni der Hüttenwirt 31 - Heimatroman

Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. Toni der Hüttenwirt hat in Anna seine große Liebe gefunden. Für ihn verzichtete Anna auf eine Karriere als Bänkerin und managt an seiner Seite die Berghütte. Toni parkte seinen Geländewagen neben der Scheune. Er stieg aus und ging um das Haus herum. ?Beim Baumberger?, das gemütliche Wirtshaus seiner Eltern, war geschlossen. Sie hatten ihren Ruhetag. Nur die Pensionsgäste bekamen ihr Frühstück, bevor sie zu ihren Bergwanderungen aufbrachen. Abends erhielten sie auch einen kräftigen Eintopf. Die Tür zur Küche war offen. Tonis Mutter stand am Herd und machte ihre herrlichen Rösti, sie hatte dafür ein Geheimrezept. Am Rand der Pfanne brutzelten Würstchen. 'Grüß dich, Mutter!' 'Güß Gott, Bub! Mei, des is ja eine Überraschung! Wo kommst du denn her um diese Zeit?' Toni setzte sich an den Küchentisch. 'Ich hab mal schnell nach Kirchwalden gemußt. Auf der Berghütte ist mir ein Dichtungsring von der Zapfanlage kaputtgegangen. Ich hab's ein bissel flicken können, so daß die Anna Bier zapfen kann. Aber auf die Dauer ist des nix. Da bin ich heute mittag schnell runter und gleich in die Stadt gefahren, des Ding, diesen Spezialdichtungsring, zu holen. Ich dachte, ich schaue noch mal kurz auf dem Heimweg vorbei. Ich kann net lange bleiben, Mutter.' 'Mei, des kann ich verstehen. Mußt ja noch zur Berghütte rauf, bevor es dunkel wird. Net daß ich dir net zutrauen würde, auch in der Dunkelheit aufzusteigen. Du kennst jeden Tritt und jeden Stein im Schlaf. Aber ein bissel ängstlich bin ich doch. Des mußt verstehen. Als Mutter ist des so.' 'Des kann ich verstehen. Seit der Basti und die Franzi bei uns leben, da schaue ich auch immer auf die Uhr. Sie kennen den Weg gut. Doch ich bin immer froh, wenn sie wieder da sind.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 10.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863776688
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 2218kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Toni der Hüttenwirt 31 - Heimatroman

Toni parkte seinen Geländewagen neben der Scheune. Er stieg aus und ging um das Haus herum. 'Beim Baumberger', das gemütliche Wirtshaus seiner Eltern, war geschlossen. Sie hatten ihren Ruhetag. Nur die Pensionsgäste bekamen ihr Frühstück, bevor sie zu ihren Bergwanderungen aufbrachen. Abends erhielten sie auch einen kräftigen Eintopf.

Die Tür zur Küche war offen. Tonis Mutter stand am Herd und machte ihre herrlichen Rösti, sie hatte dafür ein Geheimrezept. Am Rand der Pfanne brutzelten Würstchen.

"Grüß dich, Mutter!"

"Güß Gott, Bub! Mei, des is ja eine Überraschung! Wo kommst du denn her um diese Zeit?"

Toni setzte sich an den Küchentisch.

"Ich hab mal schnell nach Kirchwalden gemußt. Auf der Berghütte ist mir ein Dichtungsring von der Zapfanlage kaputtgegangen. Ich hab's ein bissel flicken können, so daß die Anna Bier zapfen kann. Aber auf die Dauer ist des nix. Da bin ich heute mittag schnell runter und gleich in die Stadt gefahren, des Ding, diesen Spezialdichtungsring, zu holen. Ich dachte, ich schaue noch mal kurz auf dem Heimweg vorbei. Ich kann net lange bleiben, Mutter."

"Mei, des kann ich verstehen. Mußt ja noch zur Berghütte rauf, bevor es dunkel wird. Net daß ich dir net zutrauen würde, auch in der Dunkelheit aufzusteigen. Du kennst jeden Tritt und jeden Stein im Schlaf. Aber ein bissel ängstlich bin ich doch. Des mußt verstehen. Als Mutter ist des so."

"Des kann ich verstehen. Seit der Basti und die Franzi bei uns leben, da schaue ich auch immer auf die Uhr. Sie kennen den Weg gut. Doch ich bin immer froh, wenn sie wieder da sind."

Voller Liebe dachte Toni an die beiden Kinder, den Buben Sebastian, genannt Basti, und an seine kleine Schwester Franziska, die Franzi gerufen wurde. Ein tragisches Unglück hatte sie beide an einem Tag zu Vollwaisen gemacht. Der Hang am 'Höllentor' war abgerutscht und hatte ihre Eltern begraben. Bei Toni und seiner lieben Frau Anna hatten die beiden ein neues Zuhause gefunden.

Stimmen drangen durch den offenen Durchgang zum Schankraum.

"Sind doch Gäste da?" fragte Toni überrascht.

"Keine richtigen Gäste! Des ist nur der Schneckenberger Axel mit seiner Frau Rita. Er hat sich hier mit seiner Mutter und seiner Schwester getroffen. Du weißt doch, daß die vier sich einmal im Monat hier treffen, wenn wir Ruhetag haben."

Meta Baumberger seufzte.

"Des ist schon ein Elend mit denen. Der Axel hat so eine liebe Frau. Eine bessere als die Rita hätte er net finden können. Aber sein Vater will von ihr nix wissen. Jetzt sind die zwei schon drei Jahre verheiratet und haben zwei Kinder."

"Haben s' die mitgebracht?"

"Naa! Des wäre zuviel. Die sind in Kirchwalden bei einer Freundin von der Rita. Die Martha besucht ihren Sohn und seine Familie einmal im Monat in Kirchwalden, wenn sie einkaufen gehen tut. Aber ihr Mann, Burger, der darf davon nix wissen. So ein Dickkopf, ein depperter! Steht mit seiner Sturheit dem Glück seines einzigen Sohnes im Weg. Und was hat er jetzt davon? Der Axel ist auf und davon. Er hat den Hof nimmer betreten, seit dem großen Streit damals. Alle vier tun mir in der Seele weh. Am meisten leidet die Martha drunter. Wenn ein Mann seiner Frau den Umgang mit dem eigenen Kind verbieten tut, des ist hart! Diese Heimlichtuerei, die ist schon schlimm. Des muß einmal ein Ende haben. Des kann doch net so weitergehen!"

Toni war voller Mitleid für Axel. Er wußte, daß Axel manchmal mit seiner lieben Frau Rita einen Spaziergang in den Bergen machte. Das Heimweh nach Waldkogel und den geliebten Bergen seiner Kindheit war groß. Toni wußte es. Axel und seine Frau Rita waren auch schon öfter auf der Berghütte gewesen und hatten dort ein längeres Wochenende verbracht. 'So kann ich mein geliebtes Waldkogel wenigstens von oben sehen', hatte Axel gesagt. Rita hatte er in Kirchwalden kennengelernt. Sie war keine Bauerntochter und somit dem alten Schneckenberger nicht willkommen. Er

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen