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Total verrückt. Vor allem ich. Kunterbunte Angsthasen-Schmunzel-Geschichten. von Parthen, Ulrike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Total verrückt. Vor allem ich.

Die Erde dreht sich. Und das bekanntlich 24 Stunden lang. Die Sonne geht auf und wieder unter. Im Winter leider viel zu früh. Bei Angsthasen wiederum ist diese Umlaufbahn ein echtes Phänomen, denn alles kreist nonstop nur noch um die Angst. Nicht-Angsthasen halten das für ziemlich verrückt. Ich gebe ihnen ausnahmslos recht. Wäre aber ja gelacht, wenn wir immer machen, was diese Angst will. Daher schlage ich sie mit dem härtesten aller Gegner: Humor. Genau deshalb gibt es dieses Buch. Es enthält 11 Angsthasen-Schmunzel-Geschichten, in denen sich fast jeder Angsthase wiederfinden wird. Sie sprühen nur so vor Selbstironie und Humor - wie beispielsweise die Story von Fanny, die das A-A-Machen beim Einkaufen erfunden hat. Oder Mathilda, die nun sogar schon von einem Igel veräppelt wird. Ein Büchlein für alle Angsthasen und Nicht-Angsthasen, die humorvollen Lesestoff lieben. Einst geboren im schwäbischen Waiblingen - als selbstständige Autorin und Werbetexterin tätig für Unternehmen im ganzen Bundesgebiet, Österreich und der Schweiz. Lebt inzwischen in Hohenlohe, glücklich verheiratet, eine erwachsene Tochter.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 156
    Erscheinungsdatum: 11.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743130258
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 805kBytes
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Total verrückt. Vor allem ich.

Mia

Mir doch alles pupegal!

Die Erde bebt und ich bin mittendrin: auf der Ü-30-Party. Viele nicht mehr ganz jugendliche Menschen tummeln sich mit mir auf der Tanzfläche und verrenken ihre Körper rhythmisch zur Musik nach dem Motto: je oller, desto doller. Ich wiederum tanze eher verhalten - falls man meine zaghaften Bewegungen überhaupt tanzen nennen kann. Da meine Kondition zu wünschen übrig lässt, lege ich nach kurzer Zeit eine Zwangs -Verschnaufpause ein. Und dann sehe ich sie plötzlich: die Gisela. Herrje, was macht meine Therapeutin Gisela denn auf der Ü 30? Das ist vielleicht peinlich. Ich habe die 30 ja nun schon extrem weit überschritten, falle unter den Ü-30ern hier aber wenig auf. Gisela dagegen würde ich eher in die Kategorie U-100 ( = unter 100) einstufen. Obwohl sie sich für ihr Alter wirklich gut gehalten hat, könnte sie glatt meine Mutter sein. Und mit Mami möchte man sich auf einer Party kaum blicken lassen. Da ich grundsätzlich ein höflicher Mensch bin, begrüße ich sie freundlich. Erst jetzt erkenne ich, was für ein Outfit sie am Leibe trägt. Giselas Klamottenstil passt sonst eher in die Kategorie "feminin-fein". So ähnlich wie die Damen aus der Oberschicht. Ob sie als Therapeutin wohl auch schon zur Oberschicht zählt? Vielleicht hat sie aber auch vermögend geheiratet - oder wurde reich geschieden. Wer weiß das schon.

Heute allerdings ähnelt sie eher einer Bordsteinschwalbe: kurzer schwarzer Ledermini, Stiefel bis übers Knie mit derart hohem Absatz, dass sie locker als Stelzen durchgehen würden. Dazu ein transparentes Blüschen, aus dem ihre üppige Oberweite bei jeder Bewegung heraus zu kippen droht. "Hallo Gisela. Was für eine Überraschung, Sie hier zu sehen", entgegne ich stammelnd. "Aber Mia, haben Sie denn schon vergessen, was wir in der letzten Therapiesitzung geübt haben?" Ich muss kurz nachdenken, dann weicht mir jegliche Farbe aus dem Gesicht. Sie wird doch nicht?!

Plötzlich fängt sie zu tanzen an. Aber wie. Wenn ich es nicht genau wüsste, käme ich auf die Idee, sie will mich anbaggern. Hilfe, die Gisela spinnt doch total. Ich stehe nicht auf alternde Therapeutinnen. Mit kreisenden Hüften und wippendem Busen hüpft sie vor mir herum, zwinkert mit dem rechten Auge und wirft mir einen Kussmund zu. Plötzlich fasst sie meine Hand und führt mich einmal quer durch die Kneipe. Für ihre U-100 ist sie ganz schön beweglich, denn sie schwingt sich gekonnt zuerst auf einen Barhocker, von diesem dann weiter auf den Tresen und vollführt eine Show, die kein Coyote-Ugly-Girl hätte besser machen können. Ihr linker Busen ist zwischenzeitlich vor lauter Gehüpfe aus dem Blüschen gesprungen. Sie scheint das nicht zu stören, sie ruft nur: "Mir doch alles pupegal." Ich versinke vor Scham beinahe im Erdboden. Gisela verhindert dies, indem sie mir ständig zuwinkt und mich auffordert, es ihr nachzutun: "Mia, komm herauf, die Leute wollen dich tanzen sehen!" Wieso duzt sie mich jetzt auch noch? Das wird ja immer besser.

Wir nennen uns zwar schon immer beim Vornamen, sind aber stets beim höflichen "Sie" geblieben. Zu intim soll es zwischen Therapeut/ -in und Klient/-in nicht zugehen. Man sieht ja, wo so etwas enden kann. Inzwischen grölt die Ü-30-Menge lauthals, alle klatschen und schreien im Chor "Wir wollen Mia sehen!" Keine drei Sekunden später heben mich zwei starke Männerarme auf den Tresen. "Tanz, Mia, tanz!" Ich stehe stocksteif da und sehe Giselas lüsternen Blick, knapp darunter ihren nackten Busen. Der ist ziemlich groß und prall. Und dann nimmt sie mich in den Arm, drückt mich sehr eng an sich, grabscht mir zuerst an den Po, dann in den Schritt und knutscht mich feucht auf den Mund. Ich will schreien, kann aber nicht, Giselas Zunge in meinem Mund verhindert das. Als sie endlich von mir ablässt, muss ich schnell eine wichtige Entscheidung treffen: Entweder, mich weiteren Knutsch-Angriffen von Gisela aussetzen oder einfach mitmachen beim Coyote-Ugly-S

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