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Trau dich doch (K)ein Hochzeits-Roman von Berg, Ellen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.05.2019
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Trau dich doch

Heirate doch selber! Hochzeitsplanerin Amelie könnte vor Verzweiflung in den Brautstrauß beißen: Der Bräutigam kann vor Restalkohol kaum stehen, die Braut dreht ohnehin durch, die weißen Tauben haben keine Lust zu fliegen. Noch dazu ist Amelies eigener Traum vom 'für immer' gerade zerplatzt - nach ihrer unerfreulichen Scheidung muss sie sich in einem ganz neuen Leben zurechtfinden. Dass sie bei ihrem nächsten Auftrag einem Mann begegnet, der all das zu sein scheint, was sie sich sehnlichst wünscht, macht es auch nicht gerade besser. Denn dummerweise ist er der Bräutigam ... Ein einmalig komischer und natürlich hochromantischer Roman über die Liebe im Ausnahmezustand - beim Heiraten. Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Getraut hat sie sich schon so einiges, vor den Altar bisher noch nicht. Doch wer weiß? Ihr neuer Roman hat ihr definitiv Lust aufs Heiraten gemacht ... Mehr Informationen zur Autorin unter www.ellen-berg.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 17.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841217295
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Größe: 2240 kBytes
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Trau dich doch

Kapitel 1

Der schönste Tag im Leben - flaumiges Schweben, trommelndes Herzklopfen, himmelstürmendes Glück. Ein Tanz der ganz, ganz großen Gefühle. Unversehens geriet Amelie ins Träumen, und ein blütenumflorter Bilderstrom taumelte an ihr vorbei. Sie erinnerte sich an jede Sekunde ihrer Hochzeit. An den Brautstrauß aus pfirsichfarbenen Ambridge-Rosen, durchwirkt mit schimmernden kleinen Perlen. An die duftigen Tüllwolken, in denen sie zum Altar geschritten war, an ihren hartnäckigen Schluckauf, der fast das Ehegelöbnis gesprengt hätte. Und wie vor ihren Augen alles verschwamm, als Roland sie nach dem Ringetausch küsste. So sanft, so innig. Wie grenzenlos verliebt sie damals gewesen war ...

"Wir brauchen einen Visagisten, einen Video-Artisten, einen Hochzeitssong!", zerschnitt eine schrille Stimme die Luft.

Womit Amelie jäh aus ihren Blütenträumen gerissen wurde und in der Gegenwart landete. Genauer gesagt, in einem nüchternen Büro, in das soeben zwei Frauen gestürmt kamen, die sehr, nun ja, eigenwillige Vorstellungen vom schönsten Tag im Leben hegten.

"Wir brauchen Konfettikanonen mit Rosenblättern, ein spektakuläres Feuerwerk und, nicht zu vergessen, die Termine für Intimwaxing, Tan Shower, Wimpernkleben!", rief Frau Trautwein, eine blondgesträhnte Mittfünfzigerin im beigefarbenen Kaschmirhosenanzug. "Wir brauchen noch so ziemlich alles, Frau Vogelsang! Und Sie? Sitzen hier nur rum? Ist das Ihre Vorstellung von Organisation?"

Herrje, manche Menschen glauben ernsthaft, je öfter sie den Fahrstuhlknopf drücken, desto schneller kommt der Aufzug, dachte Amelie innerlich seufzend. Frau Trautwein war so ein Mensch. Sie machte Druck. Sie sprach sehr laut. Und wieder einmal pochte sie darauf, alles müsse viel, viel schneller gehen, was sie mit hiebartigen Gesten ihrer üppig beringten Hände unterstrich.

Amelie hätte ihr gern mitgeteilt, dass es nun mal Dinge gab, die sich nicht von null auf hundert beschleunigen ließen. Schon gar nicht, wenn es um etwas so Wunderbares und Kompliziertes wie eine große Hochzeitsfeier ging. Stattdessen lächelte sie verbindlich, denn Frau Trautwein war nicht nur eine unfassbare Nervensäge, sie war vor allem eine wichtige Kundin von Wedding de luxe - Amelie Vogelsang & Team . Da hieß es, die Zähne zusammenzubeißen, bis es knirschte.

"Keine Sorge", beteuerte sie. "Das Timing geht in Ordnung."

"Ja, wie eine kaputte Uhr, die zweimal am Tag die richtige Uhrzeit anzeigt", giftete Frau Trautwein.

Ihre Tochter, eine schlanke, wenngleich auffallend kurvig gestaltete junge Frau in Designerjeans und buntgemusterter Seidenbluse, hob theatralisch die Arme.

"Wenn Sie auch nur an-satz-wei-se wüssten, was Timing ist, hätten Sie uns schon was zu trinken angeboten."

Na toll. Dabei waren die beiden doch gerade erst reingerauscht, unangemeldet wie ein Platzregen aus heiterem Himmel. Amelie stöhnte unhörbar. Wie war sie bloß auf den irren Gedanken verfallen, Hochzeitsplanerin sei ein romantischer Beruf? Manchmal fühlte es sich an, als müsste sie mit verbundenen Augen einen Jumbojet steuern, nebenbei für die Bordunterhaltung sorgen und obendrein Getränke servieren.

"So nehmen Sie doch bitte erst mal Platz", sagte sie so freundlich wie möglich. "Was darf's denn sein?"

Frau Trautwein setzte sich auf einen der mit weichem grauem Leder bezogenen Besuchersessel und schlug die Beine übereinander.

"Entkoffeinierter laktosefreier Vanilla Latte mit Süßstoff."

"Für mich Jahrgangschampagner, gern von zweitausendacht", ergänzte ihre Tochter.

Klar. So was hatte man ja dauernd irgendwo rumstehen. Amelie erhob sich, um die riesige chromglänzende Espressomaschine zu aktivieren, die auf einem silbergrauen Sideboard am Fenster stand.

"Latte kommt sofort, nur beim Champagner muss ich leider passen."

"Kein Champagner?" Unwillig schüttelte Frau Trautwein junior ihr langes glän

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