text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Traumfrau mit Lackschäden von Fried, Amelie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.06.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Traumfrau mit Lackschäden

Traumfrau Cora Schiller wird fünfzig - und gerät in die Krise. Ihr Sohn ist weg, ihr Mann ist weg, dafür taucht ein ehemaliger Liebhaber auf, und bei ihr zu Hause drängeln sich ihre Freundinnen, die es noch mal wissen wollen. Sie wünschen sich neue Männer, neue Jobs, neue Abenteuer - nur Cora wäre es am liebsten, wenn alles so bliebe, wie es ist.
Graue Strähnen im Haar, Fältchen, die über Nacht entstehen, unerklärliche Gewichtszunahme - als "Traumfrau" älter zu werden ist eine echte Herausforderung. Cora Schiller ist entschlossen, ihr mit Würde zu begegnen. An ihrem fünfzigsten Geburtstag aber wird plötzlich alles anders. Sohn Paul zieht in eine WG, Ehemann Ivan braucht für sein Kunstprojekt eine Auszeit, und in ihrem Freundeskreis herrscht Gefühlschaos: die eine verlässt ihren Mann, eine andere verliebt sich in eine Frau, die dritte will endlich das große, erotische Abenteuer erleben, und dann taucht auch noch Coras ehemaliger Lover auf und sorgt für Verwicklungen. Zweifel am Ideal der monogamen Zweierbeziehung werden für Cora, die als Paarvermittlerin versucht, ihren Kunden zum ersehnten Traumpartner zu verhelfen, immer größer. Als es zur Krise kommt, fragt Cora sich besorgt: Haben Frauen ihres Alters noch ein Leben? Haben sie noch Sex? Oder müssen sie statt erotischer Dessous jetzt Stützstrümpfe tragen? Schließlich stellt sie fest, dass das Leben noch jede Menge Überraschungen für sie bereithält.

Amelie Fried, Jahrgang 1958, wurde als TV-Moderatorin bekannt. Alle ihre Romane waren Bestseller. Traumfrau mit Nebenwirkungen, Am Anfang war der Seitensprung, Der Mann von nebenan, Liebes Leid und Lust und Rosannas Tochter wurden erfolgreiche Fernsehfilme. Für ihre Kinderbücher erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, darunter den "Deutschen Jugendliteraturpreis". Zusammen mit ihrem Mann Peter Probst schrieb sie den Sachbuch-Bestseller Verliebt, verlobt - verrückt?. Bei Heyne erschien zuletzt der Roman Ich fühle was, was du nicht fühlst. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 09.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641136345
    Verlag: Heyne
    Größe: 626 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Traumfrau mit Lackschäden

ZWEI

D er Abend wurde genau so, wie ich ihn mir erträumt hatte. Mit wohligem Gefühl saß ich zwischen meinen Freunden, die nicht müde wurden, mein gutes Aussehen und mein fantastisches Essen zu loben. Wir schwelgten in Erinnerungen und überraschten uns gegenseitig mit immer neuen Anekdoten, die alle mit "Wisst ihr noch" oder "Könnt ihr euch eigentlich noch erinnern" begannen. Wir lachten uns kaputt, und zwischendurch zerdrückte ich heimlich ein paar Tränen der Rührung.

"Wisst ihr noch, als Hella plötzlich weg war?", fragte Arne.

"Da war ich sauer auf Cora", sagte Hella. "Die meinte, ich solle nicht so viele Schokoriegel essen, weil die für die PR -Aktionen gebraucht würden."

"Das war eine Ausrede", kicherte Arne. "Sie wollte nicht, dass du fett wirst!"

"Noch fetter, meinst du wohl", gab Hella grinsend zurück.

"Viel schlimmer fand ich, dass Hella mit meinem wichtigsten Kunden durchgebrannt ist!", schaltete ich mich ein. "Weißt du noch, was du bei meiner Party zu Hennemann gesagt hast? "Sie sind genau wie Ihre Kinderpralinen: total süß." Ich wollte dir den Hals umdrehen."

Alle prusteten los, Hella errötete. "So kann man sich irren."

"Ach komm", sagte ich. "Mit Herbert hast du doch einen tollen Fang gemacht!"

Insgeheim hatte ich sie manchmal beneidet, besonders wenn Ansichtskarten aus Mexiko, Thailand oder von den Malediven eintrafen, wo Hella mit Mann und Kindern sorglose Ferien verlebte. Geld spielte offenbar keine Rolle, Hennemann war wohlhabend und konnte – obwohl Schwabe – durchaus großzügig sein. Natürlich hätte ich trotzdem nicht mit Hella tauschen wollen, ihr Mann war das, was die Schwaben einen Gschaftlhuber nannten – er hätte mir den letzten Nerv geraubt. Aber Hella hatte ihn unbedingt haben wollen.

Arne verdrehte die Augen. "Ach Gottchen, die Schokoriegel! Wir standen auf Schulhöfen herum und sollten die Kinder dazu bringen, Fragebögen auszufüllen. Die haben uns einfach die Riegel geklaut und sind abgehauen."

"Das war die Idee von Macke, diesem Idioten", ergänzte ich. "Aber dem haben wir's gezeigt!"

Macke war unser schärfster Konkurrent gewesen, mit dem wir auf Wunsch von Hennemann eine Zeit lang zusammen arbeiten mussten. Er hatte die Angewohnheit, seine Mitarbeiterinnen zu betatschen. Eines Tages hatte ich ihn mithilfe zweier junger Frauen, bei denen er es probiert hatte, fürchterlich blamiert. Mit einem gut gespielten Verführungsversuch hatte ich es geschafft, ihn in der Garderobe eines marokkanischen Restaurants halb zu entkleiden. Dann hatten meine Helferinnen einen Vorhang beiseitegezogen – und Jens Macke stand mit heruntergelassener Hose da. Wenn ich heute daran dachte, schämte ich mich ein bisschen für diesen kindischen Streich. Obwohl er es verdient hatte.

"Hab ich zu der Zeit nicht bei dir gewohnt?", fragte Uli, und ich nickte. Nachdem ihr Freund sie mit irgendeinem Busenwunder betrogen hatte, war sie Knall auf Fall bei mir eingezogen. Und bis nach der Geburt ihrer Tochter geblieben.

"Ich hab noch das erste Ultraschallbild von Clara!", sagte ich und sprang auf.

"Du warst sogar mit mir in der Schwangerschaftsgymnastik", erinnerte sich Uli, als ich zurückkam.

"Stimmt, da haben wir alle zusammen in die Gebärmutter geatmet. Mit den Männern!" Ich reichte ihr die Ul

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen