text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Treppen der Lust Erotische Kurzgeschichten von Vox, Greta L. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2015
  • Verlag: Cupido Books
eBook (ePUB)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Treppen der Lust

Vier Frauen und vier Geschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Was sie verbindet? Eine Treppe, eine Treppe der Lust.
ELLA lässt sich auf ein gewagtes erotisches Fotoshooting ein - und sie ist von sich selbst überrascht.
Sind Bibliothekarinnen spröde? DIANA auf keinen Fall, denn sie hat es auf ihren jungen Kollegen abgesehen und überlässt dabei nichts dem Zufall.
EVA läuft der Lust hinterher und erlebt sie mit einem Unbekannten im Park.
Und die Geschichte von LEO und LOU (bekannt aus Leo - Erotisches Tagebuch) ist nicht zu Ende, wird es niemals sein.
Greta L. Vox, die für ihr erotisches Tagebuch LEO im vergangenen Jahr begeisterte Rezensionen erhielt, erfüllt hier in facettenreicher Weise den Wunsch Ihrer LeserInnen nach mehr.

Leseprobe und alle erhältlichen Ausgaben finden Sie auf www.cupido-books.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 95
    Erscheinungsdatum: 15.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944490229
    Verlag: Cupido Books
    Größe: 1279kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Treppen der Lust

Ella, Bella

"Sie haben sehr schöne Beine."

Die Stimme hinter ihrem Rücken gehörte einem Mann. Was sie sagte, entsprach zwar der Wahrheit, aber wie konnte ihr Besitzer die Form ihrer Beine beurteilen? Sie trug doch dicke Winterstiefel.

Ella wartete gerade an einer Fußgängerampel, als sie die Stimme vernahm. Sie würde sich nicht umdrehen, schwor sie sich. Die Ampel sprang auf Grün, und Ella überquerte schnellen Schrittes die breite Straße. Noch nicht auf der Verkehrsinsel in der Mitte angekommen, war sie ihrem Schwur untreu geworden. Sie war im Begriff sich umzudrehen, aber da war er schon neben ihr. Beim Erreichen des gegenüberliegenden Bürgersteigs hatte er sie bereits in ein Gespräch verwickelt; eine Viertelstunde später saß sie mit ihm in einem Café.

Eigentlich mochte sie keine Männer mit haarlosem Schädel, schon gar nicht, wenn sie eine Etage tiefer mit einem gepflegten Bart aufwarteten. Aber dieses Exemplar gefiel ihr aus irgendeinem Grund. Vielleicht lag es an seinen Augen, die sie so durchdringend ansahen. Noch ehe er hinter sie getreten war, möglicherweise sogar noch bevor sie seine Stimme gehört hatte, meinte sie, seinen Blick gespürt zu haben. Zwar hatte er sich für das nicht besonders originelle Kompliment zu ihren Beinen entschuldigt, aber aus jeder Pore seines Körpers drang die Botschaft: Ich möchte mehr sehen und nicht nur das. Vermutlich hing das mit seinem Beruf zusammen.

Ellas Hand spielte mit der kleinen Visitenkarte in ihrer Manteltasche, die Peter ihr in dem Café zugesteckt hatte. Mindestens zehnmal hatte sie sie während der Fahrt hervorgekramt und sich vergewissert, ob sie die Adresse richtig gelesen hatte. Das war eher ihrer Unsicherheit geschuldet als ihrem Informationsbedürfnis. Letzteres war nur vorgetäuscht. Als sie den Klingelknopf drückte, schlug ihr das Herz bis zum Halse. Auf was hatte sie sich hier eingelassen, sie, die sonst immer die Kontrolle über alles haben wollte? "Hereinspaziert", mit diesen Worten öffnete Peter ihr die Wohnungstür. Wenn er jetzt auch noch sagte "Herein in die gute Stube", würde sie auf dem Absatz kehrt machen.

Peter sagte es, und Ella blieb.

Sie ließ es zu, dass er sie zur Begrüßung umarmte. Die vertrauliche Geste war ihr nicht unangenehm, zumal ihr zur gleichen Zeit der Hauch eines herben Duftwassers in die Nase stieg, unaufdringlich zwar, aber doch deutlich wahrnehmbar. Genauso wie sie es bei Männern schätzte. Als er ihr aus dem Mantel half, streifte seine Hand wie unbeabsichtigt ihr Gesäß. Auch das war ihr nicht unangenehm. Schon eher die Tatsache, dass sie für die winterlichen Temperaturen auffällig dünn gekleidet war. Ella dachte an die Visitenkarte, die in ihrem Mantel zurückgeblieben war. Dort stand: Porträts, Mode, Filme, Events - was immer das bedeutete. Aber weil Peter sie fotografieren wollte, war sie ja hier.

Das Atelier lag auf der oberen Etage einer Maisonette-Wohnung und war über eine innenliegende Treppe aus Holz zu erreichen, die nach etwa zwei Dritteln von einem kleinen Absatz unterbrochen war. Von dort bog der Aufgang nach rechts ab und mündete am Ende in einen großen Raum ohne Türen. Dieser war erfreulich warm und entsprach in seiner Ausstattung dem, was Ella sich unter einem Fotostudio vorstellte. Große Leuchten, Strahler, Kabel und schirmähnliche Gebilde waren im Raum verteilt. Auf stelzenartigen Stativen warteten Kameras auf ihren Einsatz. Soweit Ella das beurteilen konnte, musste es sich um verschiedene Typen von Kameras handeln, die aber alle auf eine Leinwand an der Breitseite des Raums fokussiert waren. In einer Ecke waren ein großer Ventilator und ein Barhocker zu sehen. An der einen Längswand machte sich ein riesiger Flachbildschirm breit. Ihm gegenüber befanden sich eine Chaiselongue, überzogen mit einem brokatartigen Stoff, daneben ein passender Sessel mit Lehnen und ein Paravent mit japanischen Motiven. Auf dem Diwan lag etwas, das wie ein großer schwarzer Hands

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen