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True North - Wo auch immer du bist von Bowen, Sarina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.04.2017
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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True North - Wo auch immer du bist

Sie ist die Süße zu meiner Bitterkeit, die Balance, die meinem Leben immer fehlte, und die sinnlichste Versuchung, die ich jemals gekostet habe Als Audrey Kidder der finstere Blick von Griffin Shipley trifft, weiß sie sofort, dass ihr Auftrag in Vermont schwieriger wird als gedacht. Doch sie hat keine Wahl: Wenn sie ihren Job behalten will, muss sie Griff davon überzeugen, seinen preisgekrönten Cider zum halben Preis zu verkaufen. Eine harte Nuss, denn der Bio-Farmer ist nicht nur ausgesprochen stur - und unheimlich attraktiv -, sondern seit ihrer heißen Affäre am College auch nicht besonders gut auf Audrey zu sprechen. Und dass sich Audrey in Griffs Nähe augenblicklich so zu Hause fühlt wie nirgends sonst auf der Welt, macht die Sache alles andere als einfach ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 24.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736306134
    Verlag: LYX
    Serie: Vermont-Reihe 1
    Größe: 1930 kBytes
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True North - Wo auch immer du bist

1

Tuxbury, Vermont

Griffin

»Griffin?«

Meine Mutter setzte sich mir gegenüber an den großen Bauerntisch, während ich den letzten Bissen ihres selbst geräucherten Schinkens aß. Mein Landarbeiter Zachariah und ich hatten uns bereits Käseomeletts und selbst gebackenes Brot mit Butter aus der Milch unserer Kühe schmecken lassen.

Das Frühstück war wie immer hervorragend gewesen, aber was meine Mutter nun sagte, klang sogar noch besser. »Ich habe noch einen Saisonhelfer eingestellt.« Ich hielt mit der Kaffeetasse auf dem Weg zum Mund inne. »Wirklich?«

»Ja. Er fängt heute an.«

»Mach keine Witze.« In dieser Jahreszeit waren wir immer chronisch unterbesetzt, man konnte dem Gras beim Wachsen zusehen, und die Käfer machten sich gierig über unsere Apfelbäume her.

Es war noch nicht einmal neun Uhr, aber Zachariah und ich hatten bereits mehrere Stunden geschuftet. In der Dämmerung hatten wir einige Dutzend Kühe in zwei verschiedenen Ställen gemolken. Nach dem Melken genehmigten wir uns jeden Morgen ein ausgiebiges Frühstück, aber dann ging es zurück an die Arbeit. In den kommenden acht Stunden würden wir eine ellenlange Liste mit Aufgaben und Reparaturen abarbeiten.

Deshalb klang die Aussicht auf eine zusätzliche Arbeitskraft wie Musik in meinen Ohren. Ich stellte die Tasse auf den Küchentisch und sah meine Mutter an. Sie wirkte ungewöhnlich zaghaft, und ich begann, mir Sorgen zu machen. Womöglich wäre ich von ihrem neuen Mitarbeiter nicht begeistert.

»Gestern Abend hat Angelo angerufen«, sagte sie.

Verdammt. Jetzt wusste ich, worauf sie hinauswollte. Angelo war ein liebenswerter Mann, den wir aus der katholischen Kirche in Colebury ein paar Dörfer weiter kannten. Außerdem war er Bewährungshelfer.

»Er bringt heute einen jungen Mann vorbei. Gerade entlassen. Er hat drei Jahre wegen fahrlässiger Tötung gesessen. Es war ein Autounfall, Griff. Er ist gegen einen Baum gefahren.«

Mein Herz schlug schneller, so wie immer, wenn es auf der Farm Schwierigkeiten gab. Ich hätte die zweite Tasse Kaffee nicht trinken sollen. »Gegen einen Baum zu fahren ist nicht strafbar, Mom. Da steckt doch noch mehr dahinter.«

»Nun ja.« Ihr Blick wurde plötzlich ganz sanft. »Bei dem Unfall starb der Beifahrer, der Sohn des Sheriffs. Und er war zu dem Zeitpunkt total mit Opiaten zugedröhnt.«

»Ah.« Das war also der Haken. »Du hast einen Junkie eingestellt?«

Sie sah mich missbilligend an. »Einen Junkie auf dem Weg der Besserung. Seit seiner Entlassung vor einem Monat geht er zur Therapie. Angelo meinte, der Junge kann es schaffen, wenn er einen Job findet. Er kann in der Schlafbaracke wohnen. Wenn du mir nichts verheimlichst, ist unser Grundstück ja eine drogenfreie Zone.«

Zachariah prustete los. »Unsere Droge ist Kaffee, Mrs Shipley. Aber davon kommen wir einfach nicht los.«

Sie griff nach Zachs Handgelenk und drückte es liebevoll. Meine Mutter schleppte ständig irgendwelche Streuner an, und Zachariah war ihr bisher bester Fang. Aber nicht alle konnten so sein wie er. Beim Gedanken, mich mit einem Junkie herumschlagen zu müssen, bekam ich Herzrasen. Schließlich hatten wir schon genug Probleme.

Seit dem Tod meines Vaters vor drei Jahren betrieben meine Mutter und ich die Farm gemeinsam. Ich entschied, was wir anbauten und wo wir es verkauften. Aber ohne Zweifel war es Mom, die unsere Farm am Laufen hielt. Sie machte die Buchhaltung. Sie kümmerte sich um das Essen für mich und Zach, meine drei jüngeren Geschwister, meinen Großvater und alle Saisonhelfer, die kamen und gingen. Und wenn in fünf Wochen die Apfelernte begann, kümmerte sie sich um das geschäftige Treiben, das entstand, weil wir Äpfel zum Selbstpflücken anboten. Irgendwie schaffte sie es dabei außerdem, alle Mäuler zu stopfen, wenn sich die Anzahl unserer Mitarbeiter vervierfachte.

Deswegen

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