text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Unbändig berührt von Martin, Jessica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.11.2020
  • Verlag: Cursed Verlag
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Unbändig berührt

Jonas ist frisch geschieden und will sich eigentlich erst mal selbst neu kennenlernen, bevor er sich in die nächste Beziehung stürzt. Als sein Nachbar Marek mit einer Grippe zu kämpfen hat, ist es für Jonas selbstverständlich, ihm unter die Arme zu greifen. Dass er Marek kurz darauf auf einer BDSM-Party über den Weg läuft, hat er allerdings nicht erwartet. Die gegenseitige Anziehung ist unbestreitbar und dass sie auch auf dieser speziellen Ebene miteinander harmonieren, könnte perfekt sein. Aber Marek will nicht als Experiment herhalten und Jonas ist sich nicht sicher, ob er sich so bald schon wieder fest binden will. Doch wahre Liebe lässt sich nicht bändigen...
Band 4 der 'Berührt'-Reihe. Buch ist in sich abgeschlossen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 356
    Erscheinungsdatum: 06.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958238527
    Verlag: Cursed Verlag
    Größe: 602 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Unbändig berührt

 

Kapitel 3

 

 

Jonas

 

Nachdem er den Suppentopf sowie den Brötchenkorb in die Küche seines Nachbarn balanciert hatte, sah er durch die angrenzende Tür zur Couch. »Darf ich Teller von Ihnen nehmen?«

»Im Schrank neben dem Herd«, krächzte Herr Zaj¹c. Seine Stimme klang wie ein Reibeisen und er sah immer noch elend aus. »Besteck ist in der Schublade darüber.«

»Alles klar.«

Die Suppe war noch lauwarm, daher brauchte sie nur ein paar Minuten auf dem Herd. »So. Ich hoffe, Sie mögen Hühnersuppe.« Mit einem abwartenden Lächeln stellte Jonas wenig später einen vollen Teller auf den Couchtisch und eilte in die Küche zurück, um sich ebenfalls etwas zu holen.

Als er schließlich sein Essen ins Wohnzimmer trug, blickte Herr Zaj¹c ihn dermaßen erwartungsvoll an, dass Jonas auffordernd auf den Teller deutete. Im gleichen Moment knurrte der Magen seines Nachbarn unüberhörbar.

»Das war deutlich«, bemerkte Jonas schmunzelnd.

Sein Nachbar wartete noch, bis er saß, und wünschte ihm guten Appetit, doch dann machte er sich über das Essen her. Sein Enthusiasmus räumte Jonas' Bedenken aus, dass die heiße Suppe im Hals brennen könnte, aber er hatte sie auch extra nicht zu stark gewürzt. Als er ihm ein Brötchen anbot, griff sein Nachbar ebenfalls beherzt zu. Er hoffte, dass sein Magen das Essen drin behalten konnte, aber etwas Warmes im Bauch half bestimmt bei der Genesung.

Außerdem fand Jonas es nett, mal nicht allein essen zu müssen. Auch wenn seinem Gegenüber wegen der heißen Suppe die Nase lief und er ständig schniefen musste. Als Jonas ihm eine Packung Taschentücher aus der Küche holte, nahm Herr Zaj¹c sie verlegen an.

»Danke. Das Essen ist wirklich lecker«, murmelte er, nachdem sie ein paar Minuten schweigend gegessen hatten. Sein Blick fiel auf den Brötchenkorb und er stutzte. »Sind die Brötchen etwa auch selbst gebacken?«

Jonas nickte. »War kein Problem. Ich koche und backe gern, aber für mich allein lohnt es sich nicht so richtig. Und meine Tochter steht eher auf Pizza als auf gesunde Suppe.« Betont lässig zuckte er mit den Schultern und hoffte, dass sein Nachbar ihn dank der persönlichen Infos nicht mehr so argwöhnisch musterte, auch wenn er verstand, warum er ihn im Auge behielt. Immerhin hatte er sich schon zweimal quasi selbst eingeladen. Besser gesagt aufgedrängt. Eigentlich war das Fremden gegenüber überhaupt nicht seine Art und er konnte es sich nur mit seinem Medizinerherz erklären, das einen offensichtlich Leidenden nicht sich selbst überlassen konnte.

»Wie alt ist sie denn?«, wollte Herr Zaj¹c wissen.

»Sechzehn.« Er konnte ein leises Seufzen nicht verhindern, was seinen Nachbarn zum ersten Mal überhaupt die Mundwinkel heben ließ.

»Ein Teenager. Mein Beileid.«

Jonas musste lachen. »Danke. Ich habe Thea nur jedes zweite Wochenende bei mir, daher muss ich zugeben, dass ich sie mehr verwöhne, als ich sollte.«

»Verstehe.«

Er glaubte ihm kein Wort, denn Herr Zaj¹c hatte sicherlich keine Kinder. Zwar war Jonas nicht in den Raum gegangen, der direkt über Theas Zimmer lag, aber wenn sein Nachbar eine Familie hätte, würde er hier sicher nicht allein vor sich hin vegetieren.

»Solange sie gern bei Ihnen ist, können Sie an zwei Tagen nicht so viel falsch machen, oder?«

Er hatte definitiv keine Kinder. »Meine Ex würde Ihnen da wohl widersprechen.«

»Scheidung?«, wollte Herr Zaj¹c wissen und als Jonas nickte, verzog er das Gesicht. »Tut mir leid.«

»Eigentlich ist es schon okay«, sagte er abwinkend und mittlerweile meinte er das auch so. Er hatte ein paar Wochen gebraucht, um sich an den neuen Alltag zu gewöhnen, aber so war es besser. Auf jeden Fall besser, als eine Ehe zu führen, die keinen mehr glücklich machte. »Z

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen