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Underground Love Roman von McKeagney, K. A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.08.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Underground Love

In London spricht man hinter vorgehaltener Hand nur noch über "Tubing": In überfüllten U-Bahnen finden unbemerkt heiße Blind Dates statt, die nach klaren Regeln ablaufen. Nur erwischen lassen darf man sich nicht. Als Polly versehentlich von einem attraktiven Fremden für sein Date gehalten und verführt wird, ist es um sie geschehen. Doch schon an der nächsten Haltestelle steigt er aus - ohne ihr seinen Namen zu nennen. In der Hoffnung, ihn wiederzusehen, wird sie Teil des geheimen Dating-Netzwerks - und gerät dabei in einen Strudel dunkler Geheimnisse, die sie in Lebensgefahr bringen ... Sie werden nie wieder mit der U-Bahn fahren können, ohne an diesen Roman zu denken! K.A. McKeagney studierte in Bristol und Brunel Psychologie und Kreatives Schreiben. Für ihre Abschlussarbeit, die die Grundlage für ihren ersten Roman Underground Love bildete, erhielt sie den Curtis Brown Prize. Sie hat als Redakteurin für Gesundheits- und Verbraucherthemen und für medizinische Fachzeitschriften in London gearbeitet. Derzeit schreibt sie an ihrem zweiten Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 05.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492992978
    Verlag: Piper Verlag
    Originaltitel: Tubing
    Größe: 5032 kBytes
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Underground Love

1. Kapitel

Sie stand da, den Rücken an die Toilettentür gedrückt. In den verspiegelten Fliesen über dem Spülkasten konnte sie ihr Spiegelbild erkennen, ihre mit Mascara und Eyeliner verschmierten Wangen. Ihr Haar sah auch nicht viel besser aus: Um ihren Scheitel stand ein Heiligenschein aus krausem Haar, während ihr die restlichen Strähnen schlaff wie Seetang über die Schultern hingen. In ihrer Kehle begann es zu drücken, und schon strömten ihr wieder Tränen über die Wangen.

"Polly?"

Sie hielt den Atem an.

"Bist du da drin?"

Jemand stieß ihr die Tür in den Rücken. Mist. Sie hatte sich eine Kabine ausgesucht, die kein Schloss hatte.

"Polly!"

Es war Alicia. Polly verbarrikadierte sich nun schon eine halbe Stunde lang auf der Toilette, während ihre Freundin vorn in der Bar auf sie gewartet hatte.

Wieder rammte sie ihr die Tür in den Rücken, aber Polly rührte sich nicht vom Fleck.

"Bitte lass mich in Ruhe", stieß sie kaum hörbar durch ihre zusammengebissenen Zähne hervor.

Sie waren in einer Bar in der Chancery Lane. Es war ein ziemlich nobler Schuppen - an der mit dicken Glasfliesen verkleideten Wand hing abstrakte Kunst, und das Licht war blau getönt. Sie hatten sich einen Tisch im hinteren Teil des Raums gesucht und sich einen Pitcher Mojito bestellt, den sie sich teilten. Leider hatte Polly an diesem Abend nicht sonderlich viel Spaß gehabt, was aber nicht an Alicia, ihrer Saufkumpanin, lag. Nein, sie war einfach zu abgelenkt gewesen von ihren eigenen Sorgen.

Polly kannte Alicia erst seit ein paar Wochen. Sie war die neue Empfangsdame in ihrem Büro. Die Rolle passte perfekt zu ihr: Immer wieder schaffte sie es, die normalerweise eher träge Redaktion aufzumuntern und in Schwung zu bringen.

Wie oft hatte Polly schon kichernd hinter ihrem Laptop gesessen, während Alicia die Avancen ihrer meist mittelalten Verehrer abwehrte - und das immer auf äußerst charmante Weise, was nicht zuletzt an ihrem Südlondoner Akzent lag. Die Männer klebten an ihr wie die Fliegen, denn Alicia konnte man einfach nicht übersehen. Heute trug sie einen schmalen Bleistiftrock und ein neonpinkes Bustiertop, das so eng war, dass ihre Brüste beinahe herausplumpsten, wenn sie sich nach vorn lehnte.

"Also, Süße", sagte Alicia, nachdem der dritte Pitcher serviert worden war. "Ich habe dich jetzt stundenlang vollgequatscht. Wie geht es dir denn so?"

Sie hatte zwar tatsächlich eine halbe Ewigkeit ohne Punkt und Komma geredet, aber Polly machte das nichts aus. Heute war sie ohnehin nicht sonderlich gesprächig. Gerade brach bei ihr die Phase an, in der man von zu viel Alkohol auf leeren Magen einfach nur hundemüde wurde.

"Ganz okay", meinte sie. Klar, es hätte schon mehr zu sagen gegeben, aber sie hoffte einfach, dass sie drum herumkommen würde.

"Nur okay? Da steckt doch sicher mehr dahinter, oder?" Polly blickte zu Alicia, die sie erwartungsvoll anstrahlte.

"Ach, weißt du, es ist nur das Übliche ... Nur das Übliche." Sie versuchte mit den Schultern zu zucken, aber ihr ganzer Körper war plötzlich schwer wie Blei.

"Wie geht es denn deinem Typ? Oliver - so heißt er doch, oder?"

Polly nickte knapp.

"Was macht er noch mal?"

"Er ist orthopädischer Chirurg."

"Nicht schlecht", meinte Alicia, und ihre Augen leuchteten auf. "Da hast du dir also tatsächlich einen Arzt geangelt. Hat er vielleicht ein paar attraktive Freunde?"

Polly lächelte, antwortete aber nicht.

"Seid ihr denn schon lange zusammen?"

"Heute auf den Tag genau drei Jahre", erwiderte Polly schnaubend.

"Ihr habt Jahrestag? Heute?!"

Polly nickte.

"Und warum zum Teufel sitzt du dann mit mir hier herum und betrinkst dich?"

Polly rutschte noch tiefer in ihren Sitz und begann an ihrem Strohhalm herumzuspielen.

"Oh", sagte Alicia.

"Wir haben nie eine groß

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