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Untamed Anna & Griffin von Stephens, S. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2016
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
8,99 €
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Untamed

Griffin Hancock, notorischer Bad Boy der Band D-Bags, hat es satt, in Kellan Kyles Schatten zu stehen. Trotz des Glücks mit Anna und seiner geliebten Tochter Gibson wächst seine Unzufriedenheit - denn schließlich hat er es verdient, selbst als Nr. 1 im Rampenlicht zu erstrahlen! Als sich ihm eine einzigartige Chance bietet, nimmt er kurzerhand seine kleine Familie und kehrt Seattle und der Band den Rücken, um in L.A. neu anzufangen. Doch dass Ruhm nicht alles ist und er ihn das kosten könnte, was er am meisten liebt, merkt Griffin erst, als es beinahe zu spät ist ...

S.C. Stephens lebt mit ihren zwei Kindern im Nordwesten Amerikas. Mit ihrer "Thoughtless"-Serie um den unwiderstehlichen Kellan Kyle feierte sie einen sensationellen Bestsellererfolg und erobert auch mit der "Rush"-Trilogie die Leserherzen im Sturm.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 15.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641166779
    Verlag: Goldmann
    Serie: Thoughtless Bd.4
    Originaltitel: Untamed
    Größe: 1006 kBytes
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Untamed

1. Kapitel

Gegen einen geilen Typen

ist kein Kraut gewachsen

I ch war kein Angeber, aber ich hatte ein gutes Leben. Quatsch. Ich war ein Angeber und prahlte so oft und so laut ich konnte, denn ich hatte das tollste Leben in der Geschichte der tollen Leben. Nicht viele Leute konnten derart aufschneiden wie ich. Nicht viele gehörten schließlich zur erfolgreichsten Band der Welt. Nur ich. Ach ja, und meine Bandkollegen. Na, egal.

Und in dreizehn Tagen, achtzehn Stunden und zweiunddreißig Minuten würde ich wieder auf Tour sein. Die Sommer-Tour zum zweiten Album der D-Bags, das auf Platz eins der Charts stand, rückte schnell näher, und ich konnte es kaum erwarten loszulegen. Ich hatte lange genug im Hintergrund gewartet und ein Instrument gespielt, das man mir zugewiesen hatte. Auf dieser Tour würde alles anders werden. Jetzt war ich an der Reihe, die Leadgitarre zu spielen, jetzt würde ich im Scheinwerferlicht stehen. Ich würde diese verdammte Bühne rocken, und niemand würde mich aufhalten.

Als ich vor ein paar Jahren zu den D-Bags kam, ging ich logischerweise davon aus, dass man mich anstelle meines Cousins zum Leadgitarristen machen würde, sobald man meine Genialität bemerkt hätte. Das hatte ich den Jungs auch gesagt, als wir die Band offiziell gegründet hatten. Und obwohl Matt mir zugestimmt hatte und meinte: "Wenn du das sagst, Griffin", hatte mir die Band bislang die Chance verweigert, ein Star zu werden. Sie hatten mich zum Bass abgeschoben und mich dort versauern lassen. Ich gehörte nach vorn, ins Zentrum - Leadgitarrist stand quasi auf meiner Stirn geschrieben. Das wussten alle, doch wann immer ich vorschlug, dass Matt und ich die Instrumente tauschen sollten, taten sie meine Bitte mit lächerlichen Bemerkungen ab wie "Matt hat mehr Talent". Na ja. Mein linkes Ei hatte mehr Talent als Matt; er wäre gern so toll wie ich. Die Jungs hatten alle Sorge, dass sie an den Rand gedrängt wurden, wenn ich erst die Chance bekäme zu glänzen. Na ja, egal. Ich hatte nicht vor, noch lange in ihrem Schatten zu stehen. Niemand stellte einen Kerl wie mich in die Ecke. Niemand.

Zum Glück sehe ich verboten gut aus, habe einen megascharfen Körper, weiß mehr über Sex als ein erstklassiger Aufreißer und habe mehr Talent im kleinen Finger als die meisten im gesamten Körper. Irgendwie war ich auch noch ein Glückspilz, die Dinge fügten sich meist für mich. Ich glaube, ich hatte ein gutes Karma oder so einen Mist, denn selbst unglückliche Situationen endeten schließlich fucktastisch. Nehmen wir zum Beispiel meine Kindheit. Als meine Mutter feststellte, dass sie mit mir schwanger war, lebten wir in Wichita. Ja, genau. Fast wäre ich in Kansas geboren worden. In Kansas! Doch mein Dad verlor seine Arbeit, wir zogen zu seinem Bruder, und so entdeckte ich in der Stadt der Scheinwerfer das Licht der Welt - in Los Angeles. Kaum aus der Gebärmutter geschlüpft war ich bereits zu Großem bestimmt.

Bereits in jungen Jahren reizte es mich, Rockstar zu werden - an Halloween ging ich sechsmal hintereinander als Gene Simmons. Ich glaube, mich überzeugte die Vorstellung, dass Millionen von Leuten meinen Namen riefen, bei meinem Anblick weinten und mich vergötterten. Der Gedanke, auf einen Sockel gehoben zu werden, schien mir berauschend. Wer will das nicht? Und außerdem, welcher Beruf, abgesehen von Pornodarsteller und Callboy, garantierte einem so viel Sex? Ich kenne keinen.

Doch ich glaube, der eigentliche Grund für meine Berufswahl war Matt. Die ersten acht Jahre unseres Lebens wohnten wir in einem Haus, anschließend in derselben Straße, und dann zogen wir zusammen von zu Hause aus. Obwohl wir uns regelmäßig auf die Nerven gingen, waren wir fast immer zusammen. Über niemanden machte ich mich so gern lustig wie über Matt. Und seit ich denken kann, war Matt von Musik besessen. Geradezu gefährlich besessen. An der Grenze zu Das-muss-behandelt-werden-Besessen.

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