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Unter fernen Himmeln Roman von Lark, Sarah (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.06.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)

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Unter fernen Himmeln

Hamburg, Gegenwart: Die Journalistin Stephanie ist in Neuseeland geboren und aufgewachsen. Doch an ihre ersten Lebensjahre dort und an ihren Vater hat sie jede Erinnerung verloren. Nun führt sie eine Recherchereise in das Land ihrer Kindheit - und bringt Vergangenes zurück: Als Kind wurde sie Zeugin eines Verbrechens. Stephanie reist durch ganz Neuseeland, um das lang gehütete Familiengeheimnis zu lüften. Begleitet wird sie von dem charismatischen Maori-Dozenten Weru, den mehr als die Suche nach der Wahrheit antreibt ... Eine Geschichte von Wahrheit und Verschwiegenem, von falschen und richtigen Entscheidungen, von Vertrauen und Liebe.

Sarah Lark, geboren 1958, wurde mit ihren fesselnden Neuseeland- und Karibikromanen zur Bestsellerautorin, die auch ein großes internationales Lesepublikum erreicht. Nach ihren fulminanten Auswanderersagas überzeugt sie nun mit einem mitreißenden Roman um ein dramatisches Familiengeheimnis im Neuseeland der Gegenwart. Sarah Lark ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin, die in Spanien lebt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 570
    Erscheinungsdatum: 10.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732522859
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 4322 kBytes
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Unter fernen Himmeln

KAPITEL 2

Rick folgte Stephanie in ihr Büro. Sobald sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, kam er mit seinen Bedenken heraus. »Ich weiß nicht, Stephanie. Hältst du das mit der Hypnose wirklich für eine gute Idee? Bei deiner Vorgeschichte?«

»Bei meiner was?«, fragte Stephanie entrüstet und ordnete desinteressiert die Zeitungsausschnitte, die sie vor ihrem raschen Aufbruch zu Söder auf dem Schreibtisch hatte liegen lassen. »Ich hab keine Vorgeschichte. Soweit ich weiß, bin ich noch nie hypnotisiert worden.«

»Aber du hast deine Probleme mit Erinnerungen«, gab Rick zu bedenken.

Dabei rückte er geistesabwesend eine Maske aus dem Amazonasgebiet gerade, die bei Stephanie die Wand schmückte. Das ganze Büro zierten Artefakte aus fernen Ländern, die Stephanies Mutter, eine Anthropologin, auf ihren Forschungsreisen besucht hatte. Rick fragte sich oft, warum Stephanie diese Mitbringsel nicht bei sich zu Hause aufbewahrte. Oder wenigstens jemanden darum bat, sie fachkundig an der Wand zu befestigen. Ob sie sich vor den martialisch bemalten Fetischen gruselte? Er selbst hätte sie jedenfalls nicht im Wohnzimmer haben mögen.

Stephanie stieß scharf die Luft aus. »Und diese Probleme hättest du eben beinahe vor der halben Redaktion ausgebreitet!«, warf sie ihm vor. »Woraufhin mich alle angestarrt hätten, als wäre ich nicht ganz dicht! Rick, die Sache mit Neuseeland hat überhaupt nichts mit dieser Reportage zu tun! Hier geht es nicht um Erinnerungen, hier geht es um ein paar Spinner und einen Scharlatan, der ihre Fantasien bedient ...«

»Vorhin hast du selbst gesagt, dass Hypnose Erinnerungen wecken kann«, wandte Rick ein.

Stephanie verdrehte die Augen. »Medizinische Hypnose«, schränkte sie ein. »Die sich auf ein bestimmtes Ereignis konzentriert. Ein Ereignis in diesem Leben - nicht in dem danach und nicht in dem davor. Bei Helbrich geht's um Reinkarnation. Neuseeland ist da gar kein Thema. Und jetzt lass mich in Ruhe mit dem Quatsch. Ich will Lisa anrufen. Vielleicht kann ich das Ganze ja noch abwenden. Esoterik ist schließlich eindeutig ihr Ressort. Sie wird mir sehr gute Gründe nennen müssen, weshalb ich da an ihrer Stelle hinsoll!«

Rick ließ sich allerdings nicht so schnell abwimmeln. »Hat mir auch zu denken gegeben, dass sie abgelehnt hat«, meinte er besorgt. »Stephanie, wenn selbst Lisa bei der Sache kalte Füße kriegt ... So was kann doch Traumata auslösen. Gerade wenn man ... wenn man vorbelastet ist ...«

Stephanie verzog die Mundwinkel und schob ihn nun entschieden aus dem Büro. »Ich bin mit überhaupt nichts vorbelastet außer einem angeborenen Detektor für Scheiß«, beschied sie ihn. »Und der sagt mir, dass ich es bei diesem Helbrich mit einem Gauner zu tun habe, dessen Tricks ich sehr schnell aufdecken werde. Ich danke dir für deine Besorgnis. Lässt du mich jetzt bitte allein?«

Stephanie traf Lisa Grünwald im Coast by East, einem äußerst angesagten Sushirestaurant mit Cocktailbar in der Hafencity. Die verglaste Terrasse bot einen freien Blick auf die noch im Bau befindliche Elbphilharmonie und den Kreuzfahrthafen. Stephanie entwickelte beim Anblick der riesigen Schiffe sofort Fernweh. Der Gedanke, dem regnerischen Hamburger Winter auf einem dieser Luxusliner entkommen zu können, hatte etwas Verlockendes.

Auch Lisa schien einer kleinen Flucht aus dem Alltag gegenüber nicht abgeneigt. Sie wartete an der Bar, hatte bereits einen Prosecco vor sich stehen und schaute verträumt durch die Panoramascheiben, als Stephanie auf sie zukam. Natürlich erkannte sie sofort, dass ihre Freundin nicht gerade fröhlich gestimmt war.

»Was ist los, Steph? Krach mit Rick?«, fragte sie freiheraus.

Zwischen Lisa und Stephanie gab es keine Geheimnisse. Die Frauen kannten einander seit der gemeinsamen Schulzeit. Im Studium waren sie dann getrennte Wege gegangen, um sich einige Jahre später durch Zufall in derse

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