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Unter Kretas Sternen Liebesroman von Sirtakis, Haidee (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2016
  • Verlag: édition el!es
eBook (ePUB)
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Unter Kretas Sternen

Eleni, deutsche Tierärztin mit griechischen Wurzeln, betreibt auf Kreta eine mobile Tierklinik und besitzt ein wunderschönes Grundstück direkt am Meer, das sie zu einem Tierasyl gemacht hat. In dieses kleine Paradies platzt ein griechischer Hotelier, der Elenis Grundstück kaufen und Luxushotels bauen will. Er beauftragt die auf Kreta lebende deutsche Anwältin Anika, ihm das Grundstück zu beschaffen - mit allen Mitteln. Anika, selbst in einer unglücklichen Beziehung steckend, zerrt Eleni vor Gericht, doch schon bald ist es mit der Professionalität vorbei, denn Anika entwickelt tiefere Gefühle für Eleni, was ihren Beruf und ihre ganze Existenz in Frage stellt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 01.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956091995
    Verlag: édition el!es
    Größe: 535 kBytes
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Unter Kretas Sternen

2

A nika verließ das Haus am nächsten Morgen völlig unausgeschlafen. Da Sina keiner Arbeit nachging, hatte sie kein Verständnis für die Bedürfnisse der arbeitenden Bevölkerung. Meist schlief sie bis mittags und verbrachte den Rest des Tages am Strand. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang hatte sie Anika noch die halbe Nacht wachgehalten und ausgiebigen Sex von ihr verlangt. Müde war sie kein bisschen gewesen, da sie sich ja den ganzen Tag hatte ausruhen können.

Im Grunde genommen wusste Anika, dass sie Sina Grenzen hätte setzen müssen, denn sie lebten hier auf Kreta allein von Anikas Einkommen, also musste Anika fit sein, um ihren Job als Rechtsanwältin gewissenhaft erledigen zu können. Das hätte Sina eigentlich auch verstehen müssen. Tat sie aber nicht.

Anika hatte sich vorgenommen, noch einmal mit Eleni Patros zu sprechen. Ihr Mandant hatte ihr einen gewissen Verhandlungsspielraum gegeben und sie wollte versuchen, sich mit Eleni vielleicht doch noch außergerichtlich zu einigen.

Seit gestern hatte sie immer wieder diese bezaubernden Augen vor sich gesehen, diese Leidenschaft und dieses Feuer in Elenis Blick. Eleni würde nicht so einfach aufgeben, und das könnte vor Gericht richtig unangenehm werden. Ein harter Brocken . . . diese Eleni, dachte Anika. Aber vielleicht gab es ja doch noch eine andere Lösung, die für alle Parteien akzeptabel sein würde. Anika hatte damals in Hamburg eine Zusatzausbildung als Mediatorin gemacht. Ihr waren Verhandlungsergebnisse, mit denen alle Beteiligten gut leben konnten, am liebsten. Nun wollte sie also ihre diesbezüglichen Fähigkeiten einsetzen und versuchen, mit Frau Patros vielleicht doch noch ein gutes Resultat zu erzielen.

Eleni Patros' Haus stand ganz für sich allein auf einer kleinen Anhöhe. Anika stieg aus ihrem Auto und ging ein paar Schritte. Was für eine Aussicht! Ein echter Traum. Mit großen Augen schweifte ihr Blick über das türkisfarbene Meer, das im Sonnenlicht wie Juwelen glitzerte. Hier würde es bestimmt vielen Touristen gut gefallen. Eine Goldgrube für Alexandros Stolakis. Der ideale Ort für ein Hotel.

Sie ging weiter über den Kiesplatz und näherte sich dem Haus. Lautes Hundegebell ertönte. Vor dem Eingangstor blieb sie stehen und blickte sich nochmals um.

Im zweiten Stock des Hauses öffnete sich ein Fenster. Frau Patros stand dort, mit zwei Topfdeckeln bewaffnet, die sie mehrmals kräftig gegeneinanderschlug. Die Vierbeiner verstummten und beruhigten sich augenblicklich.

Anika schaute verblüfft zu ihr hoch. "Die Rasselbande haben Sie aber gut im Griff", meinte sie und lächelte.

"Was wollen Sie denn hier?", stöhnte Eleni. Ihr Blick schoss zu Anika herunter und hinterließ auf Anikas Haut ein eigenartiges Kribbeln.

"Mit Ihnen reden. Vielleicht finden wir ja doch noch eine passende Lösung", sagte Anika in freundlichem Ton.

Frau Patros kniff ärgerlich die Augen zusammen. "Will Ihr Mandant etwa aufgeben?", fragte sie angriffslustig. "Baut er sein Hotel woanders?" Ihre Augen blitzten Anika zornig an.

Anika verzog traurig die Mundwinkel, während sie ihren Blick noch einmal über das traumhafte Panorama schweifen ließ. "Wohl kaum", seufzte sie entschuldigend.

"Dann vergessen Sie es." Eleni winkte ab. "Je länger sich die Sache hinzieht, desto mehr verdienen Sie doch schlussendlich auch, oder? Sie sollten also mit dem bisherigen Werdegang ganz zufrieden sein." Abschätzig, ja beinahe verächtlich musterte sie Anika von oben herab.

Bin ich aber nicht , dachte Anika und holte tief Luft. "Frau Patros . . .", versuchte sie es geduldig noch einmal. "Seien Sie doch vernünftig. Mein Mandant hat mir einen gewissen Verhandlungsspielraum gegeben. Ich könnte Ihnen ein wirklich großzügiges Angebot unterbreiten."

Elenis eisblaue Augen blitzten Anika wütend an. "Machen Sie einen Abflug!", fauchte sie. Laut knallend flog das Fens

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