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Unzertrennlich Du und ich. Roman von Loren, Roni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2020
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Unzertrennlich

Als die erfolgreiche Anwältin Rebecca Lindt auf dem Nachhauseweg mit der Waffe bedroht wird, werden schreckliche Erinnerungen an den Amoklauf vor 14 Jahren wach. Diesmal jedoch eilt ihr als Retter in der Not der attraktive Wes Garrett zu Hilfe. Aber Wes ist für Rebecca kein Unbekannter, denn sie vertrat seine Ex-Frau während des Scheidungsprozesses - bei dem Wes alles verlor, was ihm wichtig war. Doch obwohl sie eigentlich alles trennt, ist die gegenseitige Anziehung stärker als alles andere ...

Roni Loren hat einen Master in Sozialarbeit und viele Jahre als Therapeutin gearbeitet, bis sie sich ganz aufs Schreiben konzentrierte. Seitdem legt sie in ihrem gemütlichen Büro in Dallas, Texas nur noch ihre Figuren auf die Analysecouch. Sie ist zweifache Gewinnerin des RITA-Awards und eine New York Times- und USA Today-Bestsellerautorin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 462
    Erscheinungsdatum: 27.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732594849
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The One You Can't Forget
    Größe: 2080 kBytes
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Unzertrennlich

Kapitel 2

Wes Garrett warf durch den Türspalt einen Blick in das Apartment und sah eine Gruppe von Frauen, die lachten und Champagner tranken. Eine trug einen Partyhut mit einem großen beleuchteten Schwanz darauf. Er schloss die Tür und lehnte sich gegen die Wand im Flur. »Ich kann nicht glauben, dass ich es auch nur in Betracht ziehe.«

Suzie grinste ihn verschmitzt an, und ihr Lippenring glitzerte im Schein der Flurlampe. »Sei nicht so prüde, Garrett. Was ist aus dem wilden Kerl geworden, den ich früher mal kannte und der alles wenigstens einmal probieren wollte?«

Sein Kiefer arbeitete. »Fragst du mich das wirklich?«

Sie machte eine wegwerfende Handbewegung. »Du weißt, was ich meine. Ich will nicht dein postapokalyptisches Ich. Das war einfach furchtbar.«

»Findest du?«

Sie rollte mit den Augen. »Ich spreche darüber, wie du warst, bevor alles den Bach runterging. Inzwischen hast du dich zu sehr ins Gegenteil verkehrt.« Sie zuckte die Achseln. »Als unbescholtener Bürger zu leben heißt nicht, keinen Spaß mehr zu haben, weißt du, oder keinen Sinn für Humor.«

»Suze ...«

»Das ist ein guter Auftrag.« Sie durchbohrte ihn mit ihrem Blick. »Dreihundert Mäuse für zwei Stunden. Alles, was du tun musst, ist, betrunkenen Hühnern zu zeigen, wie man ein paar einfache Dinge zubereitet. Du gibst jeden Tag Kochunterricht. Das hier ist nichts anderes.«

Er sah sie vielsagend an. »Ich bringe Teenagern bei, wie man kocht. Dabei trage ich meine weiße Kochkleidung. Ich muss nicht nackt kochen.«

»Argh. Du wirst doch gar nicht nackt sein. Das wäre ein zu großes Risiko in der Küche. Nur ... ohne Hemd. Und hey, mit deinen ganzen Tattoos bist du doch irgendwie immer bedeckt.«

Jesus. Was war nur aus seinem Leben geworden? Erst Vier-Sterne-Restaurants und nun das hier? Er hatte geglaubt, dass der Unterricht in einem außerschulischen Programm ein tiefer Fall wäre, nachdem er sich schon als Chefkoch mit eigenem Restaurant gesehen hatte. Doch das hier fand auf einer ganz neuen Stufe statt. Nämlich ganz unten. Bei den Jugendlichen konnte er sich wenigstens einbilden, er würde zukünftige Küchenchefs ausbilden. Doch hier wäre er der Appetithappen des Tages. »Ich weiß nicht.«

Sie griff nach seiner Hand, und ihr Gesicht unter den leuchtend pinkfarbenen Ponyfransen war ernst. »Komm schon, Wes. Mein Kollege hat mich hängen lassen. Oben-ohne-Köche sind gerade total angesagt. Wenn ich ohne auftauche, werde ich in den Online-Besprechungen zerrissen, und mein Geschäft ist am Ende, bevor es richtig angelaufen ist. Du hast fachlich das Zeug dazu. Und du hast dieses Blonder-Bad-Boy-Ding an dir, das sie umhauen wird. Und es gab eine Zeit, in der du die Ladys um den kleinen Finger wickeln konntest, also weiß ich, dass du das hier kannst. Außerdem hast du gesagt, dass du das Geld brauchst. Es ist leicht verdient. Win-win.«

Wes verzog das Gesicht. Er hasste es, dass er das Geld brauchte. Hasste es, dass er fast wieder dort war, wo er vor langer Zeit gewesen war, als er jeden verdammten Cent hatte umdrehen müssen. Er hatte geglaubt, das alles lange hinter sich gelassen zu haben, und dann - boom - war das Leben explodiert. Aber brauchen war auch nicht das richtige Wort. Mit dem Lehrer-Job verdiente er genug, um davon leben zu können. Er wusste, wie er lange mit wenig auskommen konnte. Doch er brauchte das Geld für eine verrückte Idee. Für etwas, mit dem er seine Zeit nicht vergeuden sollte. Seine Familie würde ihn in den Hintern treten, wenn sie wüsste, dass er auch nur darüber nachdachte.

Dennoch konnte er nicht anders, als die Augen zu schließen und sich den heruntergekommenen Schulbus vorzustellen, den ihm sein Freund Devin letzte Woche gezeigt hatte. Der alte Bus sah aus, als wäre er eine steile Felswand hinuntergestürzt und in Flammen aufgegangen. Doch unter der ramponierten

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