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Upside Down - Weil du mir den Kopf verdrehst Roman von Riley, Lia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.05.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Upside Down - Weil du mir den Kopf verdrehst

Ihn zu finden war schwer. Ihn gehen zu lassen ist unmöglich.
Talias Leben ist ein Chaos. Sie hat ihre Schwester verloren, ihre Uninoten sind katastrophal und ihre Mutter hat die Familie gegen ein Leben auf Hawaii eingetauscht. In Australien will Talia für sechs Monate ein unbeschwertes Leben führen. Alles läuft nach Plan, bis sie Bran kennenlernt - einen sexy Typen mit unglaublich grünen Augen ...
Bran hat das mieseste Jahr seines Lebens hinter sich. Vor allem wegen eines Mädchens, das seine Träume in Scherben gelegt hat. Als er die Bruchstücke wieder zusammenfügen will, verdreht ihm ausgerechnet eine Austauschstudentin aus Kalifornien den Kopf. Soll er der Liebe eine zweite Chance geben?

Nach ihrem Studium an der Universität von Montana - Missoula, begann Lia Riley mit lediglich einem Rucksack, Selbstüberschätzung und einem furchtbaren Orientierungssinn bewaffnet eine Weltreise. Wenn sie nicht gerade schreibt, hütet sie ein kleines Rudel widerspenstiger Hühner, geht gerne zelten, sammelt Strandgut, hängt in ihren Tagträumen neuen Romanideen nach und plant weitere Reisen. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie die meiste Zeit im Norden Kaliforniens. Upside Down ist ihr erster Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 16.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641162375
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Off the Map Trilogy Bd.1
    Originaltitel: Upside Down (01 Off the Map Trilogy)
    Größe: 1132 kBytes
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Upside Down - Weil du mir den Kopf verdrehst

Talia

Ich hauche die Scheibe meines Fensters an und wische ein Guckloch in meinen kondensierten Atem. Nicht viel los heute Morgen. Eine einsame Krähe geht über den kalifornischen Bungalowdächern in den Sinkflug, während sich Monterey Bay in der Ferne in Nebel hüllt. Ich bin mit Herz und Seele ein Santa-Cruz-Girl, ich liebe diesen Nebel wie meine Schmusedecke aus Kindertagen.

Im Erdgeschoss klingelt das Telefon, und Dad schaltet das Radio aus. Er steht total auf Wait Wait ... Don't Tell Me! auf NPR. Sobald ich heute Nachmittag im Flugzeug sitze, wird das einzige Geräusch im Haus das beknackte Radio sein. Das schlechte Gewissen greift mit zwei eiskalten Händen nach meinem Magen. Ich sollte jetzt neben ihm auf dem Sofa fläzen und versuchen rumzualbern, aber ich bin mir nicht mal sicher, ob ihm meine Gesellschaft überhaupt in den Kram passt.

Meine Schwester Pippa wüsste, was jetzt zu tun ist. Sie war die Expertin in Sachen unkomplizierte Liebesbekundungen. Sie hatte kein Problem damit, an einem Freitagabend in die Küche zu stürmen, sich einen Schluck von Dads Bier zu genehmigen, einen Arm um seinen Nacken zu schlingen und ihn mit feuchten Wangenschmatzern zu foltern. Ich dagegen war nie wirklich der Typ für Umarmungen. Meine Rolle war leicht, ich war der witzereißende Sidekick. Aber ohne Helden gibt es für den Sidekick nichts mehr zu tun. Wenn ich jetzt den Raum betrete, huscht Dads Blick automatisch zu dem leeren Fleck an meiner Seite. Seltsamerweise bin ich das Gespenst in diesem Haus - trotz allem, was passiert ist. Ich will ihn nicht heimsuchen, deshalb bleibe ich meistens in meinem Zimmer.

Mein Zimmer.

Nicht unser Zimmer. In dem zweiten Bett hat seit anderthalb Jahren niemand mehr geschlafen. Seymour, der einäugige Stoffaffe meiner Schwester, liegt zurückgelehnt auf ihrem bunt gemusterten Kopfkissen, auf den Lippen ein fieses Grinsen. Ich kenne deine Geheimnisse, scheint er zu sagen. Ich weiß, was du verbirgst. Ich zeige dem Affen den Stinkefinger, fühle mich gleich darauf aber nur noch mieser.

Die Sache mit Seymour und mir reicht weit zurück. Bis zu den Tagen nach Pippas Tod, als mein Zimmer sich in einen Ort verwandelte, an dem ich ungestört zerbrechen konnte. Er sah, wie ich bis morgens um vier eingebildete Krankheitssymptome recherchierte, wie ich mich in meine Decke gewickelt unter dem Bett zusammenrollte, damit Dad mich nicht weinen hörte, und er sah auch, wie ich in dem Sessel unter dem Mansardenfenster saß und Autos zählte, wobei ich jedes Mal die Augen schloss, wenn ich ein rotes erblickte, denn Rot war schlecht.

Rot bedeutete Blut.

Tod.

Seymour der Stoffaffe weiß, wer ich wirklich bin.

Die übrig gebliebene Tochter.

"Sorry, Pippa", brumme ich. Als würde sich meine Schwester um meine Beziehung zu ihrem beschissenen Stofftier scheren. Sofern sie mich von da, wo auch immer sie jetzt ist, sehen kann - und das wage ich doch sehr zu bezweifeln -, habe ich ihr schon deutlich schlimmere Anlässe gegeben, sich über mich zu ärgern.

Seymours ausgefranster Mund scheint höhnisch zu grinsen. In dem Punkt sind wir uns also einig.

Es klopft an der Zimmertür. "Sekunde!" Ich streife mir ein T-Shirt über und wickle das Handtuch fester um meine Hüfte. Mein Laptop steht aufgeklappt auf meinem Schreibtisch. WebMD ruft nach mir, so verführerisch sanft wie Maleficent nach Prinzessin Aurora. Nur dass in meinem Fall keine vergiftete Spindel winkt, sondern die Rückversicherung, dass ich nicht sterben werde. Dr. Halloway hat mir dringend geraten, den Zugang zu sämtlichen gesundheitsbezogenen Seiten zu blockieren, aber vorhin in der Dusche sah das Muttermal auf meinem rechten Fuß irgendwie größer aus. Bob Marley ist an einem Melanom auf seinem Zeh gestorben, so gesehen bin ich nicht zu hundert Prozent geistesgestört - eher zu fünfundachtzig Prozent, an einem schlech

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