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Vater einer Tochter von Nemann, Manfred (eBook)

  • Erschienen: 23.08.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Vater einer Tochter

Nele, süße 10 Jahre, blond, kleine Zöpfe im Haar, frech wie Schmidts Katze und gar nicht auf den Mund gefallen. So ist sie 'meine Tochter', obwohl ich eigentlich gar nicht ihr leiblicher Vater bin. Aber ich lass es geschehen, wenn sie zu mir Papa sagt, weil es mir so gefällt. Die vielen kleinen Abenteuer, die wir gemeinsam bestehen, haben dazu beigetragen, dieses einmal in einem kleinen Buch festzuhalten. Ob es mir gelungen ist, hm, das möge der Leser entscheiden. Wie dem auch sei, ich hatte viel Freude daran, Nele lebendig werden zu lassen.

Produktinformationen

    Größe: 14351kBytes
    Herausgeber: Books on Demand
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 668
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783741286582
    Erschienen: 23.08.2016
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Vater einer Tochter

"Arschbombe."

"Nele, ruhig jetzt, verdammt noch mal! ... eine Wasserstoffbombe ist tausendmal stärker als eine ..."

"... Arschbombe."

"... tausendmal stärker als eine Atombombe. Es ist eine Fusionsbombe."

"Eine was?", kam von Julia.

"Eine Fusionsbombe ... äh, diese wird erst durch eine Atombombe gezündet. Das nennt man eine Thermonuklearexplosion. Auf unserer Sonne finden seit Milliarden von Jahren Fusionsschmelzungen statt.

Die Sonne, sie spendet uns Leben, aber auch den Tod, wenn wir ihr zu nah kommen. Denn es gibt kein Leben im Feuer. Nichts anderes ist die H-Bombe."

"Kein Leben im Feuer?", fragte Lea.

"Ja, Leben gibt es nur im Wasser, zur Erde und in der Luft."

"Das leuchtet irgendwie ein, oder?!", meinte Julia.

Silke und Julia sahen sich beklommen an. Nur Nele knabberte genussvoll weiterhin an ihren Keksen, die da Silke schon vor einiger Zeit platziert hatte und nachfüllte.

"Ich find das alles so furchtbar, solche Bomben herzustellen", meinte Silke deprimiert. "Dieser Oppenheimer ist ein Verbrecher."

"Nicht Oppenheimer, Silke, Teller, Edward Teller hat die Wasserstoffbombe entwickelt."

"Ach, das ist mir egal, alles Verbrecher."

"Hm ..., das Ding musste gebaut werden."

"Spinnst du, Manni?!!"

"Hört mal, ja, die Bombe ist furchtbar. Die Apokalypse schlechthin, aber sie ist auch die Hoffnung, weitere vernichtende Kriege gegen die Menschheit zu führen, um Diktaturen Einhalt zu gebieten."

"Und das fasziniert dich?"

"Hm."

"Und aus diesem Grund steht ein Bild von diesem ..."

"Oppenheimer."

"Ja doch, Oppenheimer auf deinem Regal?"

"Hm."

"Du bist verrückt, Manni!"

"Was macht das für einen Sinn, solche Scheiße zu bauen?"

"Das hab ich dir grad versucht darzustellen, außerdem, wenn man hinterher nach einem Sinn sucht, wird man konfus."

"Ach ja, es gibt nur einen Schutz vor Atomwaffen, nämlich sie abzuschaffen!", sagte Silke aufgebracht.

"Das finde ich auch", sagte Lea, um Silkes Argument zu unterstützen.

"Arschbombe!", rief Nele wieder rein.

"Ja, diesmal geb ich dir Recht, Nele, das Ganze ist für den ... Arsch", während Silke ihre Tochter ein wenig tätschelte, was Nele natürlich genoss und mir eine Grimasse schnitt.

"Möchtest du allein durch den Wald laufen, Lea, wenn du weißt, es könnte jemand über dich herfallen? Ist es da nicht besser, bewaffnet zu sein?!"

"Mit einer Atombombe?"

"Natürlich nicht, mit einem starken Knüppel, um deinem Angreifer Respekt und Furcht einzujagen. Verstehst du, was ich meine? Nichts anderes ist es in der Politik des Weltgeschehens. Wir müssen unsere Freiheit, sprich unsere Demokratie, unsere Werte menschlichen Denkens schützen und gegebenenfalls auch verteidigen."

"Oh bitte, keine Politik jetzt", mahnte Silke.

"Wenn mir einer zu nahe kommt, trete ich ihm in die Eier",gab Lea zurück.

"Uh, das tut aber auch weh", stöhnte Kalle aus dem Hintergrund.

"Hast du das bei deinem Freund auch schon mal getan?", fragte Nele frech drauflos.

"Ess du lieber deine Kekse, Nele."

Julia lächelte zu mir rüber.

"Ist denn unsere Freiheit bedroht?", fragte Julia und sah mich nun doch forschend an.

"Hm, eigentlich nicht. Noch nicht. Aber die Welt, in der wir leben, kann sich von heut auf morgen ändern. Wir leben in einem freien Land, wo ein jeder ein Recht hat, seine Meinung frei zu äußern, zu schreiben, außer er betreibt Antisemitismus. Noch haben wir keine Probleme, aber sie kündigen sich schon an, in absehbarer Zeit."

"Die da wären?"

"Flüchtlinge aus Afrika, unkontrollierte Zuwanderung aus Osteuropa, Überfremdung, Islamismus radikaler Gruppierungen und nicht zuletzt die hohe Arbeitslosigkeit, was natürlich Wasser auf den Mühlen der Rechtsradikalen ist. Das alles macht die Menschen unzufrieden. Es gibt viele Protestwähler, die von

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