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Verführt in aller Unschuld? Julia Bd. 1914 von STEPHENS, SUSAN (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Verführt in aller Unschuld?

Die Kameras laufen heiß, als Savannah zum Auftakt des Rugbyspiels die Nationalhymne singt! Was nicht an ihrer Stimme liegt - sondern an der Tatsache, dass ihre üppigen Kurven gerade ihr Kleid sprengen ... Durch einen Tränenschleier sieht sie einen attraktiven Mann auf sich zukommen. Die Sensation ist perfekt! Denn Ethan Alexander, steinreicher Sponsor, scheut sonst das Licht der Öffentlichkeit. Aus einem Grund, den niemand kennt - bis er Savannah mit in seinen Palazzo in die Toskana nimmt. Die Milliardär und die Sängerin, Dunkel und Licht - Unschuld und Verführung ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 17.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862954520
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Julia Bd.1914
    Größe: 293 kBytes
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Verführt in aller Unschuld?

1. KAPITEL

Manche sagten, Selbstbewusstsein sei das stärkste Aphrodisiakum überhaupt. Aber für den Mann, den die Rugbywelt nur "der Bär" nannte, war Selbstbewusstsein nur der Anfang. Selbstbewusstsein brauchte Mut. Und Ethan Alexander bewies jeden Tag, wenn er der Welt sein vernarbtes Gesicht zeigte, dass er Mut besaß.

Ein Raunen ging durch die Zuschauer des Stadio Flaminio in Rom, als Ethan seinen Platz beim Spiel Italien gegen England im Six Nations Turnier einnahm. Die Männer setzten sich ein bisschen aufrechter hin, die Frauen warfen ihre Haare zurück und befeuchteten die makellos aufgespritzten Lippen.

Ohne den Bären fehlte jedem Spiel das besondere Prickeln, das Gefühl von Gefahr, die von seiner Person ausging. Groß, dunkel, das Gesicht von Narben überzogen, war Ethan mehr als ein begeisterter Rugbyfan, er war ein erfolgsverwöhnter Tycoon. Er setzte die Standards, nach denen andere Männer beurteilt wurden. Sein Gesicht mochte verunstaltet sein, doch Ethan besaß jenen atemberaubenden Glamour, der aus Intelligenz und einem eisernen Willen geboren wurde. In seinen Augen brannte ein inneres Feuer, an dem Frauen sich gerne verbrannt hätten und Männer sich wünschten, sie würden Vergleichbares besitzen.

Heute jedoch verwandelte sich seine Vorfreude auf das Spiel in immer größer werdende Verärgerung über die menschlichen Schwächen. Wieso brachte etwas so Unbedeutendes wie Halsschmerzen eine weltbekannte Operndiva wie Madame de Silva dazu, sich zu weigern, bei einem solchen Ereignis die englische Nationalhymne zu singen?

Auf dieselbe Weise, wie ein gebrochenes Rückgrat deine Karriere als Rugbyspieler beendet hat, meldete seine innere Stimme sich mit schonungsloser Ehrlichkeit.

Er hatte eine junge Sängerin als Ersatz für Madame de Silva engagiert. Savannah Ross hatte kürzlich einen Vertrag bei seiner Plattenfirma unterschrieben. Ein kleines Hobby nebenbei, weil er Musik liebte. Er hatte Savannah noch nicht kennengelernt, aber Madame de Silva hatte sie empfohlen. Und seine Marketingleute hielten sie für den kommenden Shootingstar am Opernhimmel.

Vielleicht war sie der nächste Star, im Moment war sie einfach nur zu spät. Ethans Blick wanderte zu der großen Stadionuhr, die die Sekunden bis zum Anpfiff rückwärts zählte. Ein unerfahrenes junges Ding für ein so wichtiges Event zu verpflichten, erinnerte ihn daran, weshalb er normalerweise keine Risiken einging. Er hatte es für eine gute Idee gehalten, seiner Neuentdeckung eine Chance zu geben. Jetzt war er sich da nicht mehr so sicher. Konnte Savannah Ross seine Erwartungen erfüllen? Das sollte sie besser. Er hatte seinen Privatjet geschickt, um sie einzufliegen. Und man hatte ihm versichert, dass sie auch im Stadion eingetroffen war. Also, wo blieb sie?

Stirnrunzelnd veränderte Ethan seine Sitzposition. Der Ablauf der Formalitäten vor dem Spiel war auf die Sekunde getimt, weil das Spiel weltweit im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Für Ausnahmen gab es keinen Platz. Savannah Ross hatte den Auftritt zugesagt, jetzt musste sie singen.

Das hier war anders als jedes Theater, jeder Konzertsaal, in dem sie bisher aufgetreten war. Es war ein leerer gekachelter Tunnel, in dem es nach Schweiß und Schmutz roch. Nicht einmal einen anständigen Umkleideraum gab es - nicht, dass ihr das etwas ausmachte. Es bedeutete eine große Ehre, überhaupt hier sein zu dürfen. Gleich würde sie mitten auf dem Spielfeld stehen und die englische Nationalhymne singen ... oder zumindest hoffte sie, das tun zu können, sobald sie jemanden fand, der ihr sagte, wann sie wo hinzugehen hatte.

Savannah streckte den Kopf durch den Vorhang ihrer "Umkleidekabine" und rief laut Hallo. Niemand antwortete. Wenig überraschend in einem menschenleeren Tunnel. Die Frau, die ihr am Eingang des Stadions einen Besucherausweis gegeben hatte, hatte erklärt, dass die vorhandenen Räume für die Spieler und ihre Betreuer gebraucht wurden. Madame de Silva reiste immer

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