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Verliebt in Bloomsbury Roman von Darling, Annie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.06.2019
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
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Verliebt in Bloomsbury

Sie weiß, wie man das Leben feiert. Aber nicht, wie man die große Liebe findet ... Nina steht auf Bad Boys. Die wahre Liebe ist wild und voller Leidenschaft, daran glaubt sie ganz fest. Mit weniger wird sie sich auf keinen Fall zufrieden geben! Doch Jahre mieser Online-Dates haben ihr nur Loser und Affären eingebracht. Da taucht Noah wieder in ihrem Leben auf, der Computer-Nerd aus ihrer Schulzeit, der von der ganzen Klasse gemobbt wurde. Eigentlich sieht er inzwischen gar nicht mal so schlecht aus, findet Nina - und muss überrascht feststellen, dass ihr Herz in seiner Gegenwart auf unerklärliche Weise schneller schlägt. Noah erinnert sich nicht daran, dass Nina ein Teil der schlimmsten Zeit seines Lebens war. Und Nina ist plötzlich sehr daran gelegen, dass das so bleibt ... Annie Darling lebt in einer winzigen Londoner Wohnung, in der man vor lauter Bücherstapeln kaum laufen kann. Ihre großen Leidenschaften sind Liebesromane und ihre Katze. "Der kleine Laden in Bloomsbury" ist Annie Darlings Debüt in deutscher Sprache und der Beginn einer Reihe um eine wunderbare kleine Buchhandlung in Bloomsbury.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 10.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641205867
    Verlag: Penguin Verlag
    Serie: Penguin Taschenbuch 10112
    Originaltitel: Crazy in Love at the Lonely Hearts Bookshop
    Größe: 2666 kBytes
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Verliebt in Bloomsbury

Kapitel 1

"Ein wildes, ungezogenes Gör war sie."

Es war früh am Morgen. Ganz offensichtlich. Schwache Sonnenstrahlen mühten sich ab, die Dunkelheit in der kleinen Wohnung über der Happy-Ends-Buchhandlung zu durchdringen.

Nina O'Kelly verfluchte die Sonne, die matt durch ihr Schlafzimmerfenster fiel, und gleich darauf sich selbst, weil sie die Vorhänge in der Nacht zuvor nicht zugezogen hatte. Eigentlich war sie sogar überrascht, dass sie überhaupt in ihrem eigenen Bett lag, denn sie hatte keinen blassen Schimmer, wie sie nach Hause gekommen war.

Sie war nicht verkatert. Nicht wirklich. Nur etwas müde und angeschlagen, und das Getrampel ihrer Mitbewohnerin, Verity, die von ihrem Zimmer in die Küche ging, klang, als hätte man eine Elefantenherde losgelassen, obwohl Very sonst nie so einen Lärm machte. Mit einem elenden Wimmern drehte Nina sich auf die andere Seite. Noch zehn Minuten konnten nicht schaden. Vielleicht auch fünfzehn. Womöglich sollte sie versuchen, ganz langsam ein Augenlid anzuheben, nur um zu sehen, wie viel Uhr es war, aber sie konnte es auch einfach bleiben lassen und ein klitzekleines bisschen weiterschlummern ...

Ein sanftes Klopfen an der Tür. "Nina? Es ist schon neun. Und du brauchst immerhin eine ganze Stunde für dein Make-up", gurrte Verity. "Ich komme jetzt rein, und dann will ich deine beiden Füße auf dem Boden stehen sehen." Sie ließ sich von der sanften Stimme nicht täuschen - Verity war eine Frau, mit der man sich nicht anlegen sollte. Einmal, als Nina noch viel später dran war als heute und im Bett herumgammelte, hatte Verity sie mit einem Glas Wasser aus dem Land der Träume gerissen. Was Ninas Frisur völlig ruiniert hatte.

Obwohl jede Faser ihres Körpers sich sträubte, richtete sie sich schwerfällig auf und schwang ihre Beine über die Bettkante, damit alle ihre zehn Zehen, die in einem fröhlichen Türkisgrün lackiert waren, den Boden berührten, wenn Verity die Tür öffnete.

Veritys obligatorische Leidensmiene nahm Nina nur ganz verschwommen wahr, da sie ihre Augen immer noch nicht richtig aufbekam. "Ich bin schon wach", brummte sie, nahm den Becher Kaffee entgegen, den Verity ihr reichte, und öffnete den Mund, damit Verity ein Stück Toast hineinschieben konnte, denn eigentlich war sie die beste Mitbewohnerin, die man sich vorstellen konnte.

Danach, weil sie ein geübtes Multitasking-Talent war, trank Nina ihren Kaffee, während sie gleichzeitig duschte und es schaffte, ihr Haar dabei nicht nass zu machen. Es war momentan bonbonrosa gefärbt und in Marilyn-Monroe-mäßigen Retrolocken frisiert. Jeden Montag und Freitag ging Nina in der Mittagspause zu dem altmodischen Omafriseur an der Ecke, um sich die Haare waschen und legen zu lassen, wobei sie unter einer Trockenhaube saß, die locker doppelt so alt war wie sie selbst. Es gab kaum etwas, das ihre bombenfeste Frisur zwischen diesen Besuchen aus der Form bringen konnte. Alles, was es brauchte, war ein dezentes Zupfen am Ansatz, ein großzügiger Sprühstoß Elnett, und Nina war ausgehbereit.

Na ja, nicht ganz. Sie hatte sich gestern nicht abgeschminkt, bevor sie ins Bett gefallen war, aber da die Zeit drängte - Verity war bereits runtergegangen, um den Arbeitstag zu beginnen, obwohl sie den Laden theoretisch erst um zehn öffneten und es gerade mal neun Uhr siebenundfünfzig war -, beschloss Nina, ihr Make-up vom Vortag als Basis zu verwenden.

Eine Schicht Primer, ein großzügiger Klacks Foundation und eine unverschämte Menge Concealer, danach machte sie sich mit flüssigem Eyeliner, Wimperntusche und noch mehr Eyeliner an die Feinarbeit. Zum Schluss noch ein Hauch Rouge und mehrere Lagen dunkelroten Lippenstifts, und Nina hatte getan, was mit ihrem Gesicht möglich war. Nicht dass es ein übles Gesicht gewesen wäre - Nina verfügte über alles, was es brauchte, Augen, Nase, Mund und Kinn, allesamt ganz normal angeordnet -, doch jetzt hatte sie

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