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Verrat auf Burg Brampton von O'Brien, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.08.2012
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Verrat auf Burg Brampton

England 1643: In den Wirren des blutigen Bürgerkriegs muss jeder um sein Leben fürchten. Auch Sir Francis Brampton, dessen Burg von Royalisten belagert wird, gerät in einem dramatischen Kampf in Gefahr. Dass ihm dabei seine frisch angetraute Gemahlin, die stolze Lady Honoria, tapfer zur Seite steht, weckt in ihm eine alles verzehrende Leidenschaft. In diesen Stunden der höchsten Gefahr finden sie in Liebe zueinander. Doch als Sir Francis nur wenige Tage später entdeckt, dass man ihn verraten hat, erwacht in ihm ein quälender Verdacht...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 14.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864944208
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 520 kBytes
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Verrat auf Burg Brampton

1. Kapitel

Eine Stunde später ragten die beiden gewaltigen Rundtürme, die gebaut worden waren, um die Landbevölkerung rundum zu überwachen und gleichzeitig Schutz für die Zugbrücke mit dem mächtigen Tor zu bieten, unheilschwanger vor der kleinen Reisegesellschaft auf. Der Märztag mit grauen Wolken und einem eisigen Wind neigte sich dem Ende. Es war kein Tag, den man sich freiwillig zum Reisen aussuchte. Auch die Burg bot keinen anheimelnden Anblick, aber die beiden Männer ritten selbstbewusst auf sie zu, wussten sie doch, dass sie erwartet wurden und dass man sie einlassen würde.

Es war ein weiter Weg von London bis zu dieser kleinen Ansammlung von Häusern und der mächtigen Burg von Brampton Percy in den Tiefen des walisischen Marschlandes. Man schrieb das Jahr 1643. Das Wetter war schlecht, die Unterkünfte ebenfalls und die Straßen noch schlechter. Der Krieg, der nun schon im zweiten Jahr tobte, hatte allen Formen von Gesetzlosigkeit Vorschub geleistet, und unterwegs hatten sie immer wieder damit rechnen müssen, von Räubern und Dieben begehrlich beäugt zu werden, doch schließlich hatten sie ihr Ziel ohne Zwischenfälle erreicht. Vielleicht lag es an der selbstbewussten Ausstrahlung und den guten Waffen der Gruppe, dass die Verbrecher auf Abstand geblieben waren - nicht einer hatte das Risiko in Kauf genommen.

Die kleinen Gruppen bewaffneter Soldaten, die in diesen unruhigen Zeiten unterwegs waren, hatten ein größeres Problem dargestellt. Es war nicht immer leicht, Freund und Feind zu unterscheiden, Royalisten von den Parlamentariern. Für die beiden Reisenden und ihre Untergebenen hätten die Truppen der Parlamentarier Freunde bedeutet, mit denen sie Nachrichten austauschen und unter deren Schutz sie hätten weiterreisen können. Bei Royalisten hingegen hätten sie im besten Fall eine sofortige Gefangennahme mit langen und unbequemen Haftbedingungen in einer örtlichen Burg erleiden müssen, ehe man sie gegen ein gewaltiges Lösegeld ausgeliefert hätte. Im schlimmsten Fall hätte es den sofortigen Tod zur Folge gehabt. Deshalb waren sie äußerst vorsichtig gereist, hatten unscheinbare schwarze Kleidung gewählt, die weder ihre politische noch ihre soziale Zugehörigkeit verriet, und sich weitgehend unauffällig verhalten.

An diesem Spätnachmittag hatte der Regen sich schließlich verzogen, aber kein einziger Sonnenstrahl drang durch die dichte Wolkendecke, so dass der Anblick der Burg ihnen doppelt willkommen war. Die Dorfstraße lag bis auf ein paar Hühner, die im Schlamm kratzten, verlassen da, da die Bewohner sich vor den Elementen und den Unwägbarkeiten des Krieges in die Häuser geflüchtet hatten, dennoch waren die Reisenden sich sehr wohl der aufmerksamen Blicke bewusst, die ihre Ankunft verfolgten.

Langsam ritten sie an einem Fachwerkwirtshaus vorbei, dann an der eckigen Kirche des St. Barnabas mit ihrem soliden Turm, bis die Pferdehufe über die nassen Steine klapperten, die zur Zugbrücke führten. Sofort sprach sie ein Wachmann an, der bereits von ihrem Kommen unterrichtet war. Nach einem kurzen Wortwechsel wurde ein Riegel zurückgeschoben, eine Tür schwang auf und gewährte ihnen Einlass in die Sicherheit eines Innenhofes. Jemand hatte eine Laterne aufgehängt, die im Wind flackerte und nur wenig von der Umgebung enthüllte, die den Reisenden aber als ein Zeichen des Willkommens das Herz wärmte. Aus den Ställen und durch das große Tor, das zum Haupthaus führte, kamen jetzt Diener herbeigeeilt. Man hatte sie eindeutig erwartet. Ihre Pferde wurden gehalten und das Gepäck abgeladen, dann führten die Stallknechte die erschöpften Tiere davon, während die beiden Männer nun im Hof standen und sich umsahen.

"Ein eindrucksvoller Besitz." Sir Joshua, der kleiner war als sein Gefährte, blickte sich interessiert um und versuchte erfolglos, den Pfützen auf dem Pflaster des Hofs zu entkommen. "Ein bisschen mittelalterlich für meinen Geschmack, das verheißt wenig Komfort

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