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Victorian Rebels - Ein Herz voll dunkler Schatten von Byrne, Kerrigan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2018
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Victorian Rebels - Ein Herz voll dunkler Schatten

Ein Licht in seiner Dunkelheit

Christopher Argent ist ein Auftragskiller, geboren und aufgewachsen im berüchtigten Newgate Prison in London. Seit er als Junge mit ansehen musste, wie seine Mutter ermordet wurde, sind ihm menschliche Empfindungen fremd. Seine Aufträge erfüllt er unbeirrt und mit kalter Präzision. Doch dann soll er die Schauspielerin Millie LeCour eliminieren. Zum ersten Mal kann er einen Auftrag nicht vollenden - denn Millie erweckt Gefühle in ihm, die ihn in tiefste Verwirrung stürzen. Er, der ihr Mörder sein sollte, wird zu ihrem Beschützer. Doch kann die Leidenschaft, die zwischen ihnen brennt, die Finsternis seiner Seele wirklich vertreiben?

'Emotional, gewaltig, ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann!' Romantic Times

Band 2 der Victorian Rebels

Kerrigan Byrne arbeitete bei der Staatsanwaltschaft, bevor sie das Schreiben zu ihrem Beruf machte. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Töchtern am Fuß der Rocky Mountains.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 28.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736307735
    Verlag: LYX
    Serie: Victorian Rebels .2
    Originaltitel: The Hunter
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Victorian Rebels - Ein Herz voll dunkler Schatten

Prolog

Newgate Gefängnis,
London 1855

Es war eine einzige Folter.

Christopher Argents Muskeln bebten vor Anstrengung. Schweiß mischte sich mit dem eiskalten Regen und rann in kleinen Bächen an ihm herab. Es machte ihn wahnsinnig. Es war, als würden kleine Würmer über seinen zitternden Körper kriechen. Er würde seine Seele dafür hergeben, sie wegwischen zu können. Aber obwohl Christopher die Zähne zusammenbiss, bis ihm der Kiefer schmerzte, versuchte er keine Gefühlsregung zu zeigen - aus Furcht vor den Konsequenzen.

Er beobachtete aufmerksam den Mann neben sich und ahmte die Bewegungen seines Shifu akkurat nach. Es war schwierig ihnen zu folgen oder, besser gesagt, die fließenden Bewegungen, die Meister Wu Ping ihm mit übernatürlicher Präzision vormachte, mit derselben, unglaublichen Langsamkeit auszuführen.

"Du weißt, warum wir das Siu lim tao im Regen üben, Junge?", fragte Meister Ping mit seinem starken chinesischen Akzent, ohne die Übung zu unterbrechen. Es waren die ersten Worte, die er zu Christopher sagte, seit sie heute mit dem Unterricht begonnen hatten.

Christopher fiel es sehr viel schwerer, die Bewegungen korrekt auszuführen, während er sprach, er brauchte seine ganze Konzentration für die Form. Aber er versuchte es.

"Zur Strafe", sagte er. "Weil ich John und Harry verprügelt habe ..."

"Und?"

Christopher holte tief Luft, um seine Schande einzugestehen, aber er musste seine Bewegung unterbrechen und sich neu sammeln, um dem Rhythmus des Shifu zu folgen.

"Und Hugh", murmelte er.

Meister Ping schwieg eine Weile, man hörte nur seinen Atem, während er die flache Hand nach oben geöffnet von sich fort bewegte und dann senkrecht, in Verlängerung des Brustbeins, vor den Körper zurückführte. "Ich bin dein Shifu , Junge. Was bedeutet das Wort in deiner Sprache?"

Das wusste Christopher. "Es bedeutet Lehrer."

Wu Ping nickte kurz. "Also steht es mir nicht zu, dich zu bestrafen. Meine Aufgabe ist es, zu lehren."

Die Stille dehnte sich zu einer gefühlten Ewigkeit, während sie die präzisen Bewegungsabfolgen ausführten, die Christopher inzwischen seit beinahe zwei Jahren übte. Jetzt mit elf war er fast so groß wie der Lehrer, der ihn unter seine Fittiche genommen hatte.

"Heute, Junge, ich dir zeigen, wie Wasser sein." Master Ping hatte ihn immer nur "Junge" genannt.

Christopher lauschte aufmerksam, während er vor sich auf den nassen, grauen Hof des Newgate Gefängnisses blickte. Der alte Mann hatte schon früher über Wasser gesprochen, aber Christopher musste zugeben, dass er nicht zugehört hatte. Aber jetzt würde er es tun. Er war so durchnässt von dem feuchten Element, er war so erschöpft und zitterte so sehr, dass es einen ziemlichen Eindruck auf ihn machte.

"Wasser ist flüssig, wandelbar", begann Ping. "Ist weich. Nimmt die Form an, die es enthält. Findet die tiefsten Orte und nimmt den Weg des geringsten Widerstandes. Es erhält Leben. Wird leicht umgeleitet zum Nutzen anderer. Du verstehst?"

"Ja, Shifu ." Er verstand gar nichts, aber das würde er schon noch, wenn Meister Ping fertig war.

"Aber Wasser auch tödlich", fuhr der Lehrer fort. "Nicht einmal Stein widersteht seiner Kraft. Wasser überflutet. Ertränkt. Zerstört alles auf seinem Weg ohne Denken. Ohne Gnade. Ohne Reue ."

Der alte Mann hielt inne in seiner Bewegung und drehte sich zu Christopher um, der seine zitternden Arme erleichtert sinken ließ und den kleinen Chinesen ansah. Früher hatte er gefunden, dass Meister Ping wie eine Wurst aussah, rund und krumm und in straffe Haut gehüllt. Dabei war der kleine, freundliche Fremde der gefährlichste Mann im ganzen Gefängnis.

"Was sind die fünf Reaktionen auf einen Konflikt?", fragte Ping.

Christopher zählte sie aus dem Gedächtnis auf. "Vermeidung, Entgegenk

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