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Viel mehr als Liebe Liebesroman von Lindberg, Karin (eBook)

  • Verlag: Elaria
eBook (ePUB)
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Viel mehr als Liebe

Frühling in Paris - das Leben könnte so schön sein ... wäre da nicht Trishas Chefin, eine exzentrische Tyrannin, die ihr das Leben zur Hölle macht. Als Trisha während der Fashion Week in ernsthafte Schwierigkeiten gerät, kann ihr nur einer beistehen: Philippe Gaspard. Sofort bringt der charmante Franzose ihr Herz zum Rasen. Doch immer, wenn sie sich näherkommen, zieht er sich zurück und gibt ihr neue Rätsel auf. Philippe wollte sich nie wieder verlieben. Das ändert sich, als Trisha in sein Leben stolpert, denn Gefühle lassen sich nun mal nichts vorschreiben. Sein Herz scheint bereit, sich wieder für die Liebe zu öffnen. Er lässt sich auf Trisha ein, aber schon bald stehen die beiden vor einer neuen Herausforderung, die alles zerstören könnte. Der Roman ist in sich abgeschlossen und gehört nicht zu einer Serie. Für Liebhaber des Buches Cupcakequeen gibt es ein Wiedersehen mit Savie und Claire.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 281
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783964651198
    Verlag: Elaria
    Größe: 359 kBytes
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Viel mehr als Liebe

Prolog

Trisha
Es könnte schlimmer sein. Ja, wirklich. Im Grunde alles nur eine Frage der Perspektive. Wenn es zum Beispiel regnen würde, wäre ich richtig geliefert. Zum Glück ist es ein milder Morgen in Paris, die Straßen erwachen allmählich zum Leben. Lieferwagen sind unterwegs, Fußgänger eilen zur Arbeit, ein paar Vespas rattern an mir vorbei. Eine Kehrmaschine dröhnt am Ende einer Seitenstraße. Einige Cafés haben bereits geöffnet, in denen die Pariser ihren Espresso trinken, manche knabbern dazu an einem Croissant. Es ist so anders hier als in meinem derzeitigen Wohnort London. Die Franzosen wissen, wie man das Leben genießt, denen geht der ach so angesagte Lifestyle mit veganer Ernährung und glutenfreien Produkten am Allerwertesten vorbei.

Wie ich sie darum beneide. Jemand sollte mal meiner Chefin klarmachen, dass man so deutlich entspannter lebt. Ihr ist nicht mal das Frühstück in einem der exklusivsten Fünf-Sterne-Schuppen der Stadt gut genug, weil sie eventuell keine Mandelmilch am Buffet haben. Aber was rege ich mich auf, es ist doch alles wie immer. Fast. Denn neben ihren ausgefallenen Wünschen habe ich noch die Last der Show auf der Fashion Week auf meinen schmalen Schultern zu tragen. Wenn was schiefgeht, werde ich einen Kopf kürzer gemacht, danach noch die Aftershow-Party, bei der ich die Verantwortung dafür trage, dass alles reibungslos abläuft. Statt mich voll und ganz auf diese Aufgaben konzentrieren zu können, bin ich jetzt unterwegs, um ihr einen zuckerfreien Eiskaffee mit Sojamilch und ein Sandwich - glutenfrei, das versteht sich von selbst - mit veganem Belag zu besorgen. Das Ganze im Bleistiftrock, Seidenblüschen und auf zehn Zentimetern High Heels. In fünfzehn Minuten haben wir ein wichtiges Meeting und die Unterlagen dazu liegen noch in meinem Zimmer. Das werde ich nie schaffen.

Rhona Mulligan interessiert es leider nicht die Bohne, ob ich die Kapazitäten für ihre Sonderaufträge habe. Wenn ich meinen Job nicht erledige - und dazu gehören auch Dinge, die nach meinem Studium am Central Saint Martins College eigentlich unter meiner Würde sein sollten -, feuert sie mich. Eiskalt und im hohen Bogen. Sie schätzt mich in etwa so sehr wie einen Pickel am Kinn. Mein Problem: Ich brauche diesen Job, denn sie ist die Beste in der Branche. Ihr Design ist einzigartig und weltberühmt, sie ist eine Koryphäe, und ich habe bereits viel von ihr gelernt. Die Arbeit bei ihr wird für mich das Sprungbrett zu meiner eigenen Karriere als Designerin sein, nur deswegen tue ich mir das seit drei Jahren an. Der Gedanke, dass ich diesen Job verdammt noch mal brauche, lässt meine Absätze schneller über die Gehsteigplatten klackern.

Endlich ... Ich habe einen Laden gefunden, der möglicherweise meinem Leiden ein Ende bereiten könnte. Die Schlange ist lang, die Leute stehen sogar bis auf den Gehweg hinaus. Ist klar, es ist Fashion Week, nicht nur meine Chefin ist exzentrisch und hat Sonderwünsche. Ich erkenne es an den vielen gestressten Gesichtern, den meisten geht es genauso wie mir. Mit einem Seufzen stelle ich mich in die Reihe der Wartenden und schicke ein Stoßgebet zum lieben Gott, dass ich es noch rechtzeitig zum Meeting schaffen werde. Es ist lächerlich , denke ich und schüttele kaum merklich den Kopf. Der da oben hat gewiss Wichtigeres zu tun, als sich um meine blöden Wünsche zu kümmern. Auf der Welt gibt es ernsthaftere Probleme als Kuhmilch oder Gluten. Das weiß meine Chefin nur leider nicht.

Zur Sicherheit habe ich schließlich drei Varianten genommen, die ich jetzt auf einem Papptablett vor mir herbalanciere. Bei Rhona weiß man nie, ob sie nicht plötzlich doch einen Cappuccino mit zuckerfreiem Vanille-Extrakt und Mandelmilch haben will. Ein Blick auf meine Armbanduhr genügt, um mein Herz stolpern zu lassen.

Zu spät. Ich bin viel zu spät. "Verdammt", fluche ich unterdrückt und renne los. Meine Beine schmerzen, meine

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