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Von der Heil- und Zauberkraft der Bäume im Frühling - Birke und Weide. Birkensaft als Frühjahrskur und Aspirin in der Weidenrinde von Kremp, Dieter (eBook)

  • Erschienen: 18.01.2013
  • Verlag: Engelsdorfer Verlag
eBook (ePUB)
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Von der Heil- und Zauberkraft der Bäume im Frühling - Birke und Weide. Birkensaft als Frühjahrskur und Aspirin in der Weidenrinde

Als junger Baum ist die Birke am schönsten. Später gleicht sie einer alten Frau, die ihre Falten mit viel Schminke zu verstecken sucht. Zusammen mit der Weide ist die Birke der leibhaftige Frühling, einer Baumnymphe gleich, die an einem Frühlingstag in ihrem zartgrünen Blätterkleid die Jugend verkörpert, das Wachsen und das Wiederauferstehen. Das Birkenfest unserer Vorfahren war eine Freudenfeier der Wiedergeburt und der Hochzeit zwischen Himmel und Erde. Im zeitigen Frühjahr, wenn und die Schwere und Müdigkeit noch in den Gliedern steckt, dann ist es Zeit für eine Frühjahrskur mit erfrischendem Birkensaft. Die gekrümmten Gestalten der Weiden, in zottige Fetzen gehüllt, mit aufgedunsenen Köpfen und wild zu Berge stehenden Haaren waren bei unseren Vorfahren Hexenbäume. Die Weide galt aber auch als heilender Baum, der die Fähigkeit besaß, Unheil und Krankheit auf sich zu nehmen. Das ursprüngliche heidnische Fest der blühenden Weidenzweige war so stark im Volk verwurzelt, dass die Kirche es nach der Christianisierung nicht unterdrücken konnte. Die samtweichen Weidenkätzchen wurden zu Palmkätzchen am Palmsonntag. Schon in der Volksmedizin früherer Zeiten wurde die Weidenrinde zur Behandlung von Fieber, Schmerzen und rheumatischen Erkrankungen verwendet. Der in der Weidenrinde vorhandene Wirkstoff Salicin wurde später zum Aspirin in der Schulmedizin.

Produktinformationen

    Größe: 415kBytes
    Herausgeber: Engelsdorfer Verlag
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 133
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783869013749
    Erschienen: 18.01.2013
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Von der Heil- und Zauberkraft der Bäume im Frühling - Birke und Weide. Birkensaft als Frühjahrskur und Aspirin in der Weidenrinde

Die Birke hilft in Liebesnöten

Die Birke ist bis in unsere Zeit ein Baum des Lebens und der Fruchtbarkeit geblieben - wohl wegen des frühen Hervorbrechens der Knospen und der schnellen Begrünung. Die Frauen holten sich die Birken ins Dorf, sie sangen und tanzten unter diesem Baum, dem Sitz der Fruchtbarkeitsdämonen. Mit Birkenreisern schlug man Mädchen und Frauen auf die Geschlechtsteile, um sie fruchtbar zu machen. Schon den Germanen war bekannt, dass man aus Birkenblättern einen Wein herstellen konnte, der nicht nur als Schönheitsmittel begehrt war, sondern auch die Potenz heben sollte.

So lieferte sie den "brüchigen" (impotenten) Männern ein Stärkungsmittel. Birkenlaub konnte auch das gefürchtete "Nestelknüpfen" unwirksam machen. Das war eine von den Hexen geübte Methode, den Eheleuten den Beischlaf unmöglich zu machen. Beim Nestelknüpfen wurde von einer Hexe im Augenblick der Trauung, wenn der Priester die Worte hersagte "Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden", ein Knoten geknüpft, wobei Zaubersprüche zitiert wurden. Anschließend wurde der Knoten so versteckt, dass er unauffindbar blieb. Diese Prozedur nahm dem Bräutigam seine Potenz. Die verlorene Manneskraft kehrte aber zurück, wenn der Brüchige durch einen Kranz von Birkenzweigen urinierte. Und wenn einer dazu noch regelmäßig Birkensaft trank, gingen aus der Ehe viele Kinder hervor.

Die Hexenjäger des Mittelalters J. Sprenger und H. Institoris widmeten dem Unvermögen der Männer zum Venuswerk viele Seiten ihrer Schmähschrift "Der Hexenhammer". Sie stellten die goldene Regel auf: "Wenn die Rute sich gar nicht bewegt, so dass der Mann niemals ein Weib erkennen kann, so ist dies ein Zeichen von Kälte; aber wenn sich die Rute bewegt und steift, er aber nicht vollenden kann, so ist dies ein Zeichen von Hexerei."

An einer anderen Stelle des "Hexenhammers" heißt es: "Hier ist jedoch zu bemerken, dass eine solche Hinderung (der Zeugungskraft) von innen und außen bewirkt wird; erstens wenn sie (die Hexen) direkt die Erektion des Gliedes, die zur Befruchtung nötig ist, unterdrücken; und das möge nicht unmöglich erscheinen, da sie ja auch sonst die natürliche Bewegung in einem Gliede hindern können. Zweitens, wenn sie die Sendung der Geister zu den Gliedern, in denen die bewegende Kraft ist, verhindern, indem sie gleichsam die Samenwege versperren, dass sie nicht zu den Gefäßen der Zeugung gelangt." Hier wirkt die Kraft der Dämonen, "die derartige Hexen täuschen". Und die Hexen können dann mit Hilfe der Dämonen die Zeugungskraft bezaubern, "dass nämlich der Mann der Frau nicht beiwohnen kann und die Frau nicht empfangen kann."

Ist die Manneskraft aus anderen Gründen verloren gegangen, empfiehlt sich eine Methode, die der Arzt L. C. Hellwig in seinem "Rezept - Buch" beschreibt: "Nimm Bircken-Baum-Holtz, binde die Zweige zusammen wie ein Besen, kehre die Stümpffe unter sich und die Schosse über sich, lass den Urin von oben darein."

Zum Erfolg in der Liebe können auch die Schönheitsmittel der Birke beitragen. In der Haarpflege hat sich das Birkenwasser seit langem bewährt: Inhaltsstoffe des Birkenwassers (organische Säuren, Eiweißstoffe) und der Birkenblätter (Flavonoide, Saponine, Gerbstoff) zeigen gute Wirkung bei Schuppenbefall, fettigem Haar, Kopfjucken und beginnendem Haarausfall.
Die Weißbirke und die Moorbirke

Die Hänge- oder Weißbirke (Betula pendula) ist in unseren Breitengraden am häufigsten verbreitet, obwohl über 40 Arten bekannt sind. Diese

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