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Von nun an für immer von Koomson, Dorothy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Von nun an für immer

Ein bewegender Roman über Freundschaft, Verlust und Liebe - herzzerreißend traurig und zugleich wunderbar lebensbejahend Als Kamryn ihren 32. Geburtstag in bester Laune mit einem Champagnerfrühstück im Bett beginnt, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben schon bald von Grund auf verändern wird. Denn unter all den Glückwunschkarten befindet sich eine Nachricht, die sie vollkommen verstört: Ihre ehemals beste Freundin Del liegt im Sterben und möchte sich mit ihr versöhnen. Del hatte Kamryn vor Jahren bitter enttäuscht. Nun schreibt sie ihr jedoch mit der Bitte, ihre vierjährige Tochter Tegan zu adoptieren. Für die ehrgeizige Karrierefrau kommt das zuerst überhaupt nicht in Frage, denn Kinder waren in ihrer Lebensplanung absolut nicht vorgesehen. Doch Dels letzten Wunsch kann sie nicht abschlagen. Schließlich beginnt für Kamryn und Tegan eine schwere Zeit des Abschiednehmens - und des Kennenlernens ... EBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 01.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732550623
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Von nun an für immer

Kapitel 3

Adele und ich kannten uns unser halbes Leben lang - zwölf Jahre.

Wir hatten uns im ersten Collegejahr an der Leeds University kennengelernt, als wir eingeteilt wurden, zusammen eine Englischarbeit zu machen.

Ich ächzte leise, als ich hörte, dass ich mit Adele Hamilton-Mackenzie eine Arbeitsgemeinschaft bilden sollte. Mit siebzehn war ich eine standhafte Vertreterin der Arbeiterklasse, die gezwungen wurde, sich mit einer höheren Tochter mit doppeltem Nachnamen und allem Drum und Dran zusammenzutun. Sie war bestimmt so eine Internatszicke mit vornehmer Aussprache, für die ich ihr eine hätte runterhauen können. Sie drehte ihren Blondkopf und suchte Kamryn Matika unter ihren Kommilitonen. Sie nickte mir lächelnd zu, und ich tat es ihr gleich, bevor sie sich wieder nach vorn drehte. Gott, dachte ich verbittert, sie bildet sich bestimmt ein, die Welt würde sich nur um sie drehen. Bestimmt versucht sie, mich herumzukommandieren. Kein Zweifel - ich bin verflucht. Und dieser Fluch verdammt mich dazu, mit einer albernen, hochgestochenen Zicke zusammenzuarbeiten.

Am Ende der Stunde sammelte ich hastig meine Bücher, Hefte und Stifte zusammen, denn ich plante den schnellsten Abgang der Menschheitsgeschichte, doch als ich meinen Rucksack gepackt hatte und mich aufrichtete, stand ein schlankes junges Mädchen vor mir, das sich kleidete wie eine Fünfzigjährige - sie trug ein dunkelblaues Polohemd und eine dunkelblaue Gabardinehose. Ich war entsetzt, weil sie so schnell vor mir aufgetaucht war - es schien fast, als wäre sie aus dem Nichts gesprungen.

Sie zeigte mir grinsend ihre geraden weißen Zähne und schleuderte ihre dichten blonden Locken nach hinten.

"Hi, ich bin Adele", begrüßte sie mich, und ihre Stimme klang ebenso munter und lebhaft wie kultiviert. Sie ist nicht nur hochgestochen, sondern noch dazu dreist. Kann mein Leben eigentlich noch schlimmer werden?, dachte ich. "Wie wär's, wenn wir uns einen Kaffee gönnen und über die Englischarbeit sprechen." Das war keine Frage, sondern ein subtiler Befehl.

"Ich denke, wir sollten nach Hause gehen, darüber nachdenken und uns in ein paar Tagen treffen", entgegnete ich mit einem zähneknirschenden falschen Lächeln. Niemand kommandierte mich herum - weder auf subtile Weise noch sonst wie. Außerdem - welche Siebzehnjährige, die noch ganz bei Verstand war, fing an dem Tag, an dem sie eine Aufgabe gestellt bekam, mit der Arbeit an? Ich ganz gewiss nicht.

Daraufhin sackte Adele geradezu in sich zusammen; sie ließ die Schultern sinken und blickte trübsinnig auf den Parkettboden. Ich hätte mich in den Hintern treten können. In Wirklichkeit war sie gar nicht so selbstbewusst, und ich war nicht so unverschämt und hartgesotten, wie ich vorgab. Anfangs vermittelte ich vielleicht den Eindruck, kühl und unnahbar zu sein, doch sobald sich mein Gewissen einschaltete, zerbröckelte diese Fassade - ich war kein echtes Miststück.

"Um ehrlich zu sein, ich bin kein Fan von Kaffee", sagte ich so freundlich, wie es mir möglich war. "Wie wär's stattdessen mit einem Drink in der College-Bar?"

"Wenn du wirklich willst", antwortete sie vorsichtig.

"Ja", murrte ich und fühlte mich einigermaßen manipuliert, "ich will es wirklich."

"Was ist 'Kamryn' eigentlich für ein Name?", fragte Adele mich ohne Scheu.

"Ein erfundener", lautete meine knappe Antwort. Als sie in ihrer Handtasche nach Kleingeld gekramt hatte, hatte ich zufällig ihren Studentenausweis gesehen und wusste jetzt, dass ich mit Lucinda-Jayne Adele Hamilton-Mackenzie trank und höfliche Konversation trieb. Sie fragte mich nach meinem Namen, dabei hatte sie selbst einen ellenlangen mit zwei Bindestrichen - damit ging sie in ihrer Unverfrorenheit einen Schritt zu weit.

"Es ist kein Schreibfehler? Du heißt Kamryn. K-A-M-R-Y-N", buchstabierte sie. "Nicht C-A-M-E-R-O-N, Cameron wie der Jungenname?"

"Doch, eigentlich schon. Ich fand

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