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Vorsicht, Supermann! von Lang, Kimberly (eBook)

  • Erschienen: 13.04.2012
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Vorsicht, Supermann!

Eben noch eine eigenwillige und freiheitsliebende Umweltaktivistin - und Sekunden später von einem ihrer Mitstreiter mit Handschellen angekettet an einen der mächtigsten Männer der High Society Washingtons: Aspyn wird heiß vor Schreck, als plötzlich das Blitzlichtgewitter einsetzt. Peinlich! Aber was noch schlimmer ist: Ein Teil von ihr brennt ganz unvernünftig und wild darauf, auf ewig an diesen herzgefährdend gutaussehenden Brady Marshall mit den sexy tiefgrünen Augen gefesselt zu sein. Fehlt bloß noch, dass ausgerechnet sie sich in diesen Supermann im Maßanzug verliebt ...

Produktinformationen

    Größe: 341kBytes
    Herausgeber: CORA Verlag
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 144
    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783864941276
    Erschienen: 13.04.2012
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Vorsicht, Supermann!

2. KAPITEL

"Zu sehen, wie du mit Handschellen an ein Hippie-Mädchen gefesselt wirst, ist einfach göttlich. Ich habe einen Screenshot davon gemacht und mir als Bildschirmschoner eingerichtet. Und einer von Finns Cuttern hat das Ganze neu geschnitten und witzig vertont. Du lachst dich kaputt. Ich schicke dir das Video."

Brady konnte Ethan durch das Gelächter kaum verstehen. Er lehnte den Kopf gegen den Rücksitz der Limousine und rieb sich mit den Fingern über die Schläfen, um seine Kopfschmerzen zu vertreiben.

Das hier brachte das Fass zum Überlaufen. Er würde heute nicht mehr ans Telefon gehen. Brady hatte sich bereits mit der Presse auseinandergesetzt, mit seinen Großeltern und mit dem Parteifunktionär, der dem Komitee für die Wiederwahl des Senators vorstand. Und das alles, weil ein verrückter Umweltschützer eine dämliche Aktion veranstaltet hatte.

Über Nacht hatte sich ein Video wie ein Virus ausgebreitet, und Aspyns Kommentar "Das ist alles, was ich wollte ... jemand, der uns wirklich zuhört" war zum Schlachtruf jedes frustrierten Aktivisten im Land geworden.

Montag war sie überall im Internet präsent. Dienstag stürzte sich die Presse auf die Geschichte und blies sie erst richtig auf. Plötzlich war Aspyn die Galionsfigur einer Bewegung, die es vor drei Tagen noch gar nicht gegeben hatte.

Und er war als Symbol für die althergebrachte Politik des Establishments in die Geschichte eingegangen. Es schien niemanden zu interessieren, dass er gar kein Politiker war. Selbst wenn er ihr den ganzen Tag zuhörte, würde das überhaupt keinen Unterschied machen. Doch als ein Marshall reichte schon sein Name, um die Story zu einer Sensation zu machen.

"Es ist nicht halb so interessant, wie die Fernsehleute behaupten", versicherte er seinem Bruder.

"Aber es ist immer noch witzig. Oh, und von Lily soll ich dich daran erinnern, dass sie zumindest niemals in Handschellen in den überregionalen Nachrichten aufgetaucht ist."

Ethans Verlobte besaß ein umfangreiches Jugendstrafregister, das sie weitgehend vor der Presse hatten verheimlichen können. Nicht dass Ethan sich einen Deut darum geschert hätte - weder wer von Lilys Vergangenheit wusste noch welche politischen Auswirkungen es hatte, eine ehemalige Straftäterin in der Familie zu haben. Brady freute sich, dass sein Bruder so glücklich mit Lily war, doch sie hatte ihm bereits mehr als einmal Kopfschmerzen bereitet.

"Gibt es eigentlich einen bestimmten Grund für deinen Anruf, Ethan?"

"Nicht wirklich. Ich wollte dich nur ein bisschen ärgern."

"Ist dir gelungen."

"Also, nur so aus Neugier: Hast du ihr zugehört?"

"Gewissermaßen. Ich habe ihr gesagt, dass ich versuchen werde, ihr einen Termin bei einem von Dads Mitarbeitern zu besorgen. Weißt du, an einem Tag mit anderer Nachrichtenlage wäre es gar nicht möglich gewesen, dass ein hübsches Mädchen als Internetstar solche Schlagzeilen macht. Die Aufregung wird sich schnell legen."

"Du findest sie also hübsch?"

Manchmal verhielt sich Ethan bewusst unreif, nur um ihn zu provozieren. Heute war jedoch kein guter Tag, um auf den Köder einzugehen. "Spielt das eine Rolle?"

"Ich hätte nicht gedacht, dass du dich zu dem Anti-Establishment-Typ hingezogen fühlst. Sie fällt außerhalb deiner Norm - und du bewegst dich nie außerhalb der Norm."

Die Kopfschmerzen wurden immer schlimmer. "Musst du dich die ganze Zeit wie ein kompletter Idiot benehmen?"

"Du hast meine Frage nicht beantwortet."

"Weil du ein Idiot bist." Die Limousine kam vor dem Stadthaus seines Vaters zum Stehen. "Und ich muss jetzt gehen und Schadensbegrenzung betreiben. Kampagnenmitarbeiter sollten nicht mehr Sendezeit bekommen als der Kandidat selbst."

"Oh, oh, klingt so, als wäre der Senator ein wenig verärgert." Ethan machte sich nicht einmal die Mühe, seine Bitterkeit zu verbergen.

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