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Wahrheit oder Pflicht von C., Cardeno (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2016
  • Verlag: dead soft verlag
eBook (ePUB)
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Wahrheit oder Pflicht

Ben Forman ist so damit beschäftigt, allen Leuten zu gefallen, dass er sogar seine eigene Homosexualität verleugnet. Und zwar seit so langer Zeit, dass er sich fast selbst überzeugt hat, hetero zu sein. Bis der heiße Anwalt Micah Trains in sein Leben tritt. Micah ist brillant, lustig und ehrgeizig. Da er davon ausgeht, dass Ben schwul ist, beginnt er, ihn zu daten. Zum ersten Mal in seinem Leben ist Ben wirklich glücklich, daher hat er nicht die Kraft, Micah zu widerstehen. Jetzt muss er sich der Wahrheit stellen und herausfinden, wer er wirklich ist. Wahrheit oder Pflicht ist ein Titel der Home Storys Reihe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 308
    Erscheinungsdatum: 20.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960890102
    Verlag: dead soft verlag
    Originaltitel: Just What The Truth Is
    Größe: 510 kBytes
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Wahrheit oder Pflicht

Kapitel 1

Ich bin nicht schwul. Ich bin nicht schwul. Ich bin nicht schwul.

Ich weiß, ihr denkt, das ist ein ziemlich verrücktes Mantra für jemanden, der hetero ist. Aber vielleicht wird es wirklich wahr, wenn ich es ständig denke. Ich meine, ich sehe nicht schwul aus oder so. Ich bin 1,90m groß, muskulös und habe breite Schultern. Das ist wirklich nicht schmal oder mädchenhaft. Und ich bin sportlich. Ich habe in der Schulauswahl der Highschool gespielt, in der Uni-Auswahl auf dem College und spiele noch immer Baseball. Ich habe eine tiefe, kräftige Stimme. Kein Lispeln in Sicht. Außerdem - Frauen mögen mich. Ich hatte immer Freundinnen. Immer.

Also, ich bin nicht schwul, korrekt? Es muss eine andere logische Erklärung geben, warum ich in den Toilettenräumen stehe, meinen harten Schwanz in der Hand habe und an den neuen Typen auf meiner Arbeit denke. Zum dritten Mal an diesem Tag. Und es ist nicht einmal Mittag.

Vielleicht hat Schwulsein auch nichts zu tun mit all diesen Stereotypen. Vielleicht meint 'Schwulsein' auch, dass egal, wie sehr ich es mir wünsche, ich niemals so auf eine Frau reagieren würde. Mit Herzklopfen, Schweißausbrüchen, Atemlosigkeit und einer Erektion. Denn genau das passiert, wenn ich Micah Trains ansehe und er seine Finger durch sein sehr kurz geschnittenes braunes Haar gleiten lässt.

Mist. Mist. Mist. Vielleicht bin ich wirklich schwul.

"Ben, bist du hier?"

Ich stopfte meinen Schwanz rasch wieder zurück in meine Hose.

"Ja, ich bin in einer Sekunde draußen."

Meine Stimme klang atemlos und ich fragte mich, ob das auch jemand anderes erkennen konnte. Meine Hände zitterten, als ich zum Waschbecken ging und den Hahn aufdrehte. Ich weiß, ich weiß, das ist jämmerlich.

Okay, du musst aufhören, dich wie ein Teenager zu verhalten, der gerade von seiner Mutter beim Wichsen erwischt wurde. Kein Mensch weiß, was du hier drin gemacht hast. Und selbst wenn es jemand vermuten würde, niemand würde wissen, an wen du gedacht hast. Also komm runter und versuch ganz normal zu wirken.

Aber ich wusste, es war nicht normal, sich selbst gut zuzureden, während ein Arbeitskollege vor der Tür stand und auf mich wartete. Ich wusste auch, dass es nicht normal war, solche Dinge über den neuen Anwalt im Büro zu denken. Das musste aufhören. Die Fantasien, die Tagträume, die Bilder. Okay, das war alles das Gleiche, aber es musste jetzt aufhören.

Ich zog einige Papiertücher aus dem Spender und trocknete langsam meine Hände ab. Als ich sicher war, dass meine Hose wieder flach anlag, alle Beweise meiner Erregung verschwunden waren, trat ich durch die Tür. Tucker Jones, einer der Partner in meiner Arbeitsgruppe, wartete auf mich. Und ich wandte instinktiv meine Augen ab, als ich an ihm vorbeiging.

"Was ist los, Tucker? Brauchst du etwas?"

Ich hörte, wie er hinter mir seufzte und wusste, dass er bemerkt hatte, dass ich ihm nicht in die Augen sah. Wieder einmal. Und mir wurde klar, dass er glauben musste, ich wäre nicht ganz klar im Kopf, da ich immer wie auf der Flucht war, sobald er in der Nähe auftauchte. Aber ich hatte keine Alternative. Ich hatte die Befürchtung, dass er es herausfinden würde, sobald ich zu viel sagte oder ihn näher kennenlernte.

Es ist nämlich so, Tucker ist schwul. Und mein Bruder Noah sagt immer, dass er weiß, ob andere Typen schwul sind oder nicht. Mein Bruder, der größer ist als ich, stärker, noch sportlicher, zur Hölle, er ist sogar männlicher als ich. Und er ist so schwul, dass mir kein Vergleich einfällt, und hat nichts Besseres zu tun, als es jedem auf die Nase zu binden. Während er Händchen hält mit meinem ehemaligen Mitbewohner. Sogar, wenn jeder es sehen kann.

Lustig, ich habe seit Ewigkeiten nicht mehr über Clark, meinen Mitbewohner, nachgedacht. Nicht seit ich wieder angefangen habe, Zeit mit

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