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Wanted - Lass dich verführen von Kenner, J. (eBook)

  • Verlag: Diana
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Wanted - Lass dich verführen

"Vielleicht hätte ich davonlaufen sollen. Aber ich wollte ihn. Mehr noch, ich brauchte ihn: diesen Mann und das Feuer, das er in mir entfacht hat."

Die junge Angelina Raine hütet ein Geheimnis: ihre Gefühle für Evan Black, Geschäftspartner ihres Onkels, attraktiv, undurchsichtig, gefährlich. Jahrelang hielt sie sich von ihm fern, doch als sie ihm jetzt wiederbegegnet, weckt er ungeahnte Sehnsüchte in ihr. Vollkommen überwältigt lässt sich Angelina ganz auf Evan ein und genießt die Erfüllung und die Geborgenheit, die sie bei ihm findet. Doch sie ahnt, dass die Dämonen der Vergangenheit ihre Liebe bedrohen ...

Sexy, berauschend und gefährlich - der New-York-Times-Bestseller von J. Kenner

Die New-York-Times- und SPIEGEL-Bestsellerautorin J. Kenner arbeitete als Anwältin, bevor sie sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, widmete. Ihre Bücher haben sich weltweit mehr als drei Millionen Mal verkauft und erscheinen in über zwanzig Sprachen. J. Kenner lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Texas, USA.

Produktinformationen

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Wanted - Lass dich verführen

2

Ich kannte Evan Black seit fast acht Jahren - und andererseits auch wieder überhaupt nicht.

Ich war gerade sechzehn geworden, als ich ihn zum ersten Mal sah. In jenem heißen Sommer, der mir so einige Premieren bescherte: Es war der erste Sommer, den ich ausschließlich in Chicago verbrachte. Der erste Sommer ohne meine Eltern. Und es war das erste Mal, dass ich mit einem Mann fickte. Denn genau das war es: ein Fick und keine süße Teenie-Romanze. Reines Abreagieren durch Sex - mehr nicht. Flucht und Vergessen.

Und damals hatte ich mich weiß Gott danach gesehnt, vergessen zu können, denn es war auch der erste Sommer ohne meine Schwester, die zu Hause in Kalifornien knapp zwei Meter unter der sonnenverbrannten Erde lag.

Nach ihrem Tod war ich verloren gewesen. Meine Eltern, die selbst am Boden zerstört waren, hatten versucht, mich aufzufangen, zu helfen, zu trösten. Aber ich hatte mich dagegen gesträubt, litt zu sehr unter dem Verlust, um ihre Nähe zu suchen. Meine Schuld war zu groß, um noch glauben zu können, dass ich ein Recht auf ihre Hilfe oder ihre Zuneigung hätte.

Es war Jahn, der mich aus diesen Höllenqualen rettete. Am ersten Freitag der Sommerferien stand er plötzlich bei uns in La Jolla vor der Tür und führte meine Mutter sofort ins dunkel vertäfelte Arbeitszimmer, zu dem ich keinen Zutritt hatte. Als sie zwanzig Minuten später wieder herauskamen, standen erneut Tränen in ihren Augen, aber sie schaffte es, mir aufmunternd zuzulächeln. "Geh und pack deine Sachen", sagte sie. "Du gehst mit Onkel Jahn nach Chicago."

Ich hatte drei Tank Tops, meinen Badeanzug, ein Kleid, eine Jeans und die kurze Hose dabei, die ich auf dem Flug trug. Ich rechnete damit, ein Wochenende zu bleiben. Stattdessen blieb ich den ganzen Sommer.

Onkel Jahn wohnte damals überwiegend in seinem Haus am See in Kenilworth, einem sagenhaft reichen Vorort von Chicago. Ganze zwei Wochen lang tat ich nichts anderes, als in der Gartenlaube zu sitzen und auf den Michigan-See zu starren. Das war so gar nicht meine Art, denn bei meinen letzten Besuchen war ich Jetski oder Skateboard gefahren oder mit einem geliehenen Bike die Sheridan Road hinuntergesaust - zusammen mit Flynn, dem Jungen, den ich später ficken würde. Er wohnte zwei Häuser weiter und war genauso schwer zu bändigen wie ich. Mit zwölf hatte ich sogar eine Seilrutsche von meinem Mansardenzimmer bis ans andere Ende des Pools gespannt und machte begeistert davon Gebrauch - und zwar trotz der entsetzten Schreie und Flüche meiner Mutter, als sie sah, wie ich durch die Luft flog und dann mit einem gewal tigen Platschen im Wasser landete.

Grace hatte mich von ihrer Sonnenliege aus, auf der sie wie auf einem Thron saß, angeschrien und mir vorgeworfen, ihre gebundene Ausgabe von Stolz und Vorurteil zu ruinieren. Und von meiner Mutter bekam ich für den Rest des Tages Stubenarrest. Onkel Jahn hatte kein Wort darüber verloren, aber als ich an ihm vorbeiging, glaubte ich ein belustigtes Funkeln in seinen Augen zu sehen und vielleicht sogar so etwas wie Bewunderung.

Im Sommer, als ich sechzehn war, sah ich nichts dergleichen. Nur Besorgnis.

"Wir vermissen sie alle", sagte er eines Nachmittags zu mir. "Aber du kannst nicht ewig trauern. Das würde sie auch gar nicht wollen. Nimm das Rad. Fahr ins Dorf. Geh in den Park oder mit Flynn ins Kino." Er nahm mein Kinn und zwang mich, ihn anzusehen. "Ich habe eine Nichte verloren, Lina. Nicht zwei."

"Angie", verbesserte ich ihn und beschloss an Ort und Stelle, kurzen Prozess mit Lina zu machen. Ich war die längste Zeit Lina gewesen. Lina war die, die meinte, nichts könnte ihr etwas anhaben, diejenige, die ständig Action wollte. Die zu lebenshungrig gewesen war, um geduldig oder vorsichtig zu se

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