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Wasser von Voss, Vincent (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.12.2015
  • Verlag: Verlag Torsten Low
eBook (ePUB)
4,99 €
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Wasser

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Am letzten Schultag bringt ein Gewitter den Regen mit, der nicht aufhören will. Das Wasser steigt im norddeutschen Henstedt-Ulzburg an und mit ihm ereignen sich mysteriöse Ereignisse. Paul, Mark, Dirk, Sasch und Lucie wollen in den Ferien ein neues Baumhaus bauen. Fast keine Kinder mehr und auch noch keine Jugendlichen - so erobern sie die Plätze der 'Großen' und machen dabei eine grausame Entdeckung. Sie wollen Hilfe von den Erwachsenen holen, aber stellen fest, dass ihnen bereits etwas folgt ... Mit dem Wasser kommt das Böse!

Vincent Voss ist Vater dreier Kinder und lebt mit seiner Familie glücklich im Norden Hamburgs. Er arbeitet als Geschäftsführer eines "Unternehmens", das im Sommer Zeitreisen anbietet. In der dunklen Jahreszeit schreibt er und zehrt von den Erfahrungen seines kulturwissenschaftlichen Studiums und seiner unzähligen Jobs. Von ihm sind mehrere Kurzgeschichten, sowie der Roman 'Wasser' erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 02.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783940036865
    Verlag: Verlag Torsten Low
    Größe: 498 kBytes
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Wasser

2

Schon um halb Zehn sah Sasch sie auf ihren Rädern in seine Kehre fahren. Er trat aus der Einfahrt seiner Nachbarn auf die Straße und winkte ihnen.

"Wir können uns heute nicht bei mir treffen. Mein Alter würde Fragen stellen", erklärte er, nachdem sie vor ihm zum Stehen gekommen waren.

"Kaltz?", wollte Mark wissen und wischte sich den Regen aus dem Gesicht. Sasch nickte.

"Wurde bei euch auch angerufen?", wollte Sasch wissen und ihre Mienen waren Antwort genug.

"Ja, bei mir waren sie sogar da. Der Polizeichef. Gestern Abend noch", sagte Lucie.

"Und ich muss euch allen unbedingt etwas erzählen", ergänzte sie mit leiser werdender Stimme.

"Wie wär s mit dem Kellereingang bei der Schule?", schlug Mark vor. "Da ist jetzt niemand, und es ist dort überdacht." Er deutete mit dem Kopf in die Höhe und meinte den anhaltenden Regen. Mark trug als einziger eine Regenjacke mit Kapuze und war auch der einzige, der noch nicht durchnässt worden war.

"Gute Idee! Los dann!", gab Sasch das Signal zum Aufbruch, holte sein Rad aus der Einfahrt und sie fuhren los.

Gerade waren sie mit ihren Rädern den kleinen Stichweg zum Friedhof eingebogen, als ein Polizeiwagen in die Kehre einbog, langsam an den Einfamilienhäusern vorbeifuhr und vor Saschs Haus hielt.

Der Kellereingang der Schule stand unter Wasser. Wie ein Wasserfall rann es an der grünen Aluminiumfassade des Neubaus hinab, das Abflusssiel und das Straßenablaufgitter direkt an der letzten Stufe waren schon nicht mehr zu erkennen. Sie fuhren zur Turnhalle und stellten sich dort unter den überdachten Eingang, auch wenn man sie dort gut sehen konnte.

"Bei dem Wetter wird hier eh kaum jemand langgehen", mutmaßte Sasch und eröffnete ihren Bandentreff, indem er Lucie zunickte. Lucie holte tief Luft und sammelte sich. Jetzt, wo es soweit war, wusste sie gar nicht, wo sie anfangen sollte.

"Gestern Abend hat meine Mutter einen Anruf von Pauls Vater bekommen. Die Polizei hat ihn angerufen. Kaltz war nicht beim Abendessen, nicht auf dem Fußballplatz und auch nicht bei Vincent, da haben seine Eltern die Polizei verständigt. Die haben Kaltz Mutter nach all seinen Bekannten gefragt und dann angefangen, alle anzurufen. Pauls Eltern haben dann von der Bande erzählt ..."

"So ein Scheiß, Mann! Paul hätte das niemals zugelassen!", schimpfte Dirk. Alle starrten ihn an.

"Bist du behindert!", fuhr Sasch ihn an. "Kaltz ist weg, verschwunden, vielleicht ist ihm was zugestoßen! Klar müssen Pauls Eltern von uns erzählen!"

Dirk starrte wütend in den Regen. Schließlich nickte er.

"Ja, ihr habt recht", gestand er ein. Lucie wartete, bis sich die Aufregung legte und fuhr dann fort.

"Na ja, und dann kam der Anruf bei uns. Und kurz darauf stand der Polizeichef, Brünning oder Bruhns ..."

"Brünning. Polizeihauptmeister und Wachleiter der Polizeistelle", berichtigte Mark.

"... ja, genau der und hat Fragen gestellt. Erst so über Kaltz, ob ich wüsste, wo er sein könne, ob er Probleme oder Ärger hatte, ob er sich in der letzten Zeit anders verhalten hätte, eben so etwas. Dann aber...", Lucie begann zu flüstern, "... hat er eine Menge Fragen zu unserer Bande gestellt. Wollte wissen, was das für eine Bande ist, wer der Anführer ist und was die anderen so für eine Rolle spielen."

"Das hast du dem doch nicht gesagt, oder?", regte sich Dirk wieder auf. Lucie sah ihn finster an.

"Was glaubst du denn, hä? Natürlich nicht!" Marks bewundernden Blick bemerkte sie nicht, Dirk nickte zufrieden und klopfte ihr auf die Schulter.

"Was haben wir damit zu tun?", fragte Sasch. "Warum will der so viel über uns wissen?"

"Keine Ahnung." Lucie zuckte mit den Schultern, zögerte.

"Und ich muss euch noch etwas erzählen", flüsterte sie. Sasch, Mark und Dirk lauschten gespannt. Lucie erzählte von ihrer vergessenen Tasche, dem Wasser in den Umkleidekabi

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