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Weiße Hölle am Yukon Von der Rettung der Lost Patrol von Wood, Mark L. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2013
  • Verlag: hey! publishing
eBook (ePUB)
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Weiße Hölle am Yukon

Jack Dempster gehört zu den besten und erfahrensten Polizisten der Royal North-West Mounted Police, ein unbeugsamer Mann, der sich in den verschneiten Wäldern am Yukon River auskennt und kein Erbarmen mit Mördern und Dieben kennt. Als eine Patrouille seiner Einheit scheinbar spurlos in der Wildnis verschwindet, zieht er mit einem Suchtrupp los, um sie aufzuspüren und vor dem drohenden Kältetod zu retten. Kein Zuckerlecken bei Temperaturen bis zu fünfzig Grad unter Null. Doch Dempster lässt sich nicht entmutigen und dringt immer weiter in die Wildnis vor. Der authentische Roman um die legendäre "Lost Patrol", die im Winter 1910 spurlos in der Wildnis am Yukon verschwindet.

Unter dem Pseudonym "Mark L. Wood" schrieb Thomas Jeier zahlreiche Western. Als erstem deutschen Autor gelang es ihm, zwei Romane über den amerikanischen Westen in den USA zu platzieren. Die Gesellschaft zum Studium des Western der Uni Münster zeichnete ihn mit dem Elmer-Kelton-Preis für sein Gesamtwerk aus. Zur Blütezeit des Western war er Herausgeber der angesehenen Heyne-Westernreihe. Jeier wuchs in Frankfurt am Main auf und lebt heute bei München und "on the road" in den USA und Kanada. Er hat er über zweihundert Sachbücher, Romane und Jugendbücher veröffentlicht. Seit seiner Jugend zieht es ihn nach Nordamerika, immer auf der Suche nach interessanten Begegnungen und neuen Abenteuern. Im amerikanischen Fernsehen wurde er als "einer der besten Amerika-Kenner der Alten Welt" vorgestellt. Für sein Sachbuch "Der große Goldrausch von Alaska" erhielt er den "Friedrich-Gerstäcker-Preis" der Stadt Braunschweig für das beste Abenteuerbuch des Jahres, für sein Reisebuch "Abenteuerreisen in Texas" wurde er von der texanischen Regierung ausgezeichnet. Seine Bücher wurden nach England, Frankreich, Spanien, Italien, Holland, Belgien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Jugoslawien, Ungarn, Tschechien, Kroatien, China und Korea verkauft. Unter seinem Pseudonym "Christopher Ross" schreibt er romantische Abenteuerromane. Copyright Autorenfoto: privat

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 93
    Erscheinungsdatum: 31.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942822350
    Verlag: hey! publishing
    Größe: 5292 kBytes
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Weiße Hölle am Yukon

Die beiden Männer wollten töten. Wie zwei hungrige Wölfe blieben sie im dichten Schneetreiben stehen und blickten auf die Hütte hinab. Die eisige Kälte brannte auf ihrer Haut und kroch bis unter ihre gefütterten Lederjacken.

Albert Conolly war um die fünfzig, trug einen Vollbart und sah wie ein kauziger Oldtimer aus. Er lud seine Winchester 94 durch. "Wir legen sie beide um, hast du gehört? Auch die Squaw!",

Greg Winston sah nach, ob der sechsschüssige Webley-Green in seiner Tasche steckte, und grinste frech. Er war halb so alt wie Conolly und wurde in den Vereinigten Staaten wegen Vergewaltigung gesucht. Die Angst vor dem Galgen hatte ihn bis zum Yukon im nördlichen Kanada getrieben. "Aber erst, wenn ich mir die Kleine vorgenommen habe. Ich hab seit drei Wochen keine Frau mehr gehabt."

"Viel zu gefährlich", erwiderte Conolly. "Mit diesen Squaws ist nicht zu spaßen! Die rammen dir ein Messer in den Bauch, während sie dir schöne Augen machen! Wir legen sie beide um! Vergiss nicht, warum wir hier sind!"

Winston kniff die Augen gegen das Schneetreiben zusammen. Er war seit zwei Jahren am Yukon und hatte sich noch immer nicht an das winterliche Zwielicht gewöhnt. Das nächste Mal würde er nach Mexiko fliehen. "Bist du sicher, dass das Gold im Haus liegt?"

"Abe Cardiff schläft auf seinem Gold", bestätigte Conolly. "Wenn er auf der Bank in Dawson gewesen wäre, hätten wir es gemerkt. Er hat das Zeug im Haus, ganz sicher. Zwanzigtausend! Wenn wir Glück haben, sogar mehr. Sie haben den ganzen Sommer gebuddelt."

Winston spuckte voller Vorfreude in den Schnee. "Damit geh ich in den Süden und kauf mir ein Freudenhaus", sagte er. "Den ganzen Tag nur Whiskey und Weiber! Das lass' ich mir gefallen!"

"Wie man bei dieser Hundekälte an Weiber denken kann, ist mir ein Rätsel", brummte der Oldtimer, als sie ins Tal hinabstapften. Um nicht gesehen zu werden, näherten sie sich dem Haus auf der fensterlosen Seite. Selbst auf ihren Schneeschuhen kamen sie nur mühsam voran. Der Schnee lag an manchen. Stellen mehrere Fuß hoch.

Conolly streifte den rechten Fäustling ab, stopfte ihn in die Tasche und schob seine Hand hinterher. Seine Finger mussten warm bleiben, damit er den Abzug seiner Winchester durchdrücken konnte, wenn sie die Hütte betraten.

Mit einem Kopfnicken bedeutete er Winston, das Gleiche zu tun. "Halt dem Goldsucher die Knarre an den Hals!", befahl er leise. "Er soll uns verraten, wo das Gold liegt, bevor er ins Gras beißt. Ich hab keine Lust, lange zu suchen."

"Und die Squaw?"

"Die übernehme ich. Und komm mir dabei bloß nicht in die Quere! Wenn wir die Sache hinter uns haben, kriegst du genug Weiber. Die Squaw lohnt nicht."

"Schon gut", murrte Winston.

Er hatte sich nur widerwillig mit dem Oldtimer eingelassen, musste aber zugeben, gut damit gefahren zu sein. Der Alte kannte sich am Yukon aus und wusste, wo etwas für sie zu holen war. Während des großen Goldrauschs am Klondike hatte er zur Bande von Soapy Smith gehört, dem legendären Outlaw von Skagway.

Links und rechts von der Tür blieben sie stehen. Vom giebelförmigen Dach hingen Eiszapfen herab.

Conolly nahm seine Hand aus der Tasche und legte sie um die Winchester. Winston zog den Webley-Green.

"Jetzt!", flüsterte der Oldtimer.

Winston riss die Tür auf, und Conolly stürmte als Erster in die Hütte. Für sein Alter war er erstaunlich beweglich. Er sah die Indianerin am Herd stehen und schoss so schnell, dass ihr nicht einmal Zeit blieb, sich umz

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