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Weihnachten im kleinen Laden am Strand Roman von Rogasch, Julia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.11.2020
  • Verlag: Forever
eBook
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Weihnachten im kleinen Laden am Strand

Die schönste Zeit des Jahres auf Sylt
Die Weihnachtszeit steht im kleinen Laden auf Sylt vor der Tür. Kaum Touristen sind auf der Insel und Ebba und Magnus bereiten mit Hingabe den anstehenden Weihnachtsmarkt vor. Doch in die Kälte und Ruhe vor dem turbulenten Weihnachtsgeschäft platzt eine junge Frau, die einen Job sucht. Ebba und Magnus überlegen nicht lange und stellen Lene May als Aushilfe ein. Zwischen Plätzchen, Glitzerkugeln und Leuchtsternen freunden Ebba und Lene sich an und bald schon wird klar: Lene ist nicht nur wegen einer dringend benötigten Auszeit auf der Insel. Sie ist schwer krank und außerdem auf der Suche nach ihrer Zwillingsschwester, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Doch obwohl ihre Schwester scheinbar auf Sylt lebt, ist sie auf einmal unauffindbar. Lene ahnt nicht, wie weit die Spuren ihrer Familiengeschichte sie in die Vergangenheit führen werden...

Julia Rogasch, geboren 1983, lebt mit ihrem Ehemann und ihren Töchtern in Hannover. Seit 2010 sorgt ihr Leben als Mama mit Job täglich für Inspirationen. Ihr großes Glück ist die Familie, welche sie nun mit der Arbeit und der Leidenschaft fürs Schreiben vereinbaren kann, da man ihr die Chance bot, im Marketing via Homeoffice für das Autohaus ihre Kreativität auszuleben, für das sie bis 2010 Autos verkaufte. Wann immer der Familientrubel es zulässt, widmet sie sich privat dem Schreiben.

Produktinformationen

    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 420
    Erscheinungsdatum: 02.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958185517
    Verlag: Forever
    Größe: 2850 kBytes
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Weihnachten im kleinen Laden am Strand

Kapitel 1

»Moin, mein Weihnachtsengel.« Mit einem blechernen Scheppern krachte der Eimer, den Ebba zwischen ihren Füßen balanciert hatte, auf den Holzboden.

»Nein!« Begleitet von einem Schrei fuhr Ebba sich durch die Haare. Wie ein ergiebiger Nieselregen aus feinsten Glitzerkörnern rieselte ein goldschimmernder Schleier an Ebbas Beinen vorbei und bedeckte schon bald die Dielen um den umgestürzten Eimer herum, aus dem Glasscherben verschiedenster Farben herausragten. Ebba seufzte und stieß einen jaulenden Laut aus.

»So ein blöder Mist! Das glaub ich doch jetzt nicht!« Schimpfend stieg sie die wackelige Holzleiter herunter. Als wäre es nicht ärgerlich genug, dass die extra ausgesuchten Weihnachtskugeln nun als farbenfroher Scherbenhaufen mit Goldglitzer garniert auf dem Boden lagen, knarzte die letzte Stufe der Leiter bedenklich, als Ebba darauf trat. Mit einem ächzenden Bersten gab das altersschwache Holz dann unter ihrem Fuß nach und Ebba rauschte unsanft zu Boden. Gerade noch rechtzeitig fing sie der Verursacher dieses Chaos auf.

»Magnus!« Wütend rappelte Ebba sich aus dem Arm ihres Freundes, der sie mit sorgenvoll in Falten gelegter Stirn anschaute. Seine Augen musterten schuldbewusst das Unheil, das sein Anschleichen bewirkt hatte.

»Dabei wollte ich nur meine Freundin sanft umarmen. Dass du so in Gedanken vertieft warst, habe ich nicht geahnt«, bemerkte er zerknirscht.

Sanft zog Magnus Ebba wieder an sich, wischte ihr vorsichtig ein wenig Glitzer von der Wange und hauchte ihr dann einen Kuss auf die schon wieder lächelnden Lippen, den sie zärtlich erwiderte.

»Du hast mich erschreckt«, mahnte sie ihn und sah ihn gespielt ernst an. Dann deutete sie auf den Fußboden.

»Sag nicht, das sind die Kugeln, deren Auswahl mich rund zwei Stunden meiner Lebenszeit gekostet hat?« Magnus riss erschrocken die Augen auf, konnte sich dann aber ein ironisches Grinsen nicht verkneifen.

»Idiot«, zischte Ebba und knuffte ihn liebevoll in die Seite. »Es wird dich mindestens doppelt so viel Zeit kosten, einen Ersatz mit mir auszuwählen!« Mit einem diabolischen Grinsen hob Ebba die Schultern, ging zum Schrank in der kleinen Küche neben dem Verkaufsraum und holte Besen und Kehrblech.

»Ein Eimer zum Aufsammeln ist ja bereits vorhanden.« Sie streckte Magnus die Utensilien entgegen und grinste.

»Scherben bringen ja bekanntlich Glück«, stellte Magnus fest und nahm Ebba den Besen aus der Hand. »Und du sagst doch selbst immer, dass ein bisschen Glitzer nie schaden kann.« Beiläufig zuckte er mit den Schultern und hatte innerhalb kurzer Zeit die bunten Glassplitter und das Glitzergold beseitigt. Er stellte den Eimer beiseite.

Dann sah er sich im Raum um, der auch ohne diese Kugeln prachtvoll geschmückt war. »Es sieht wunderschön aus«, staunte er. »So, wie ich das aus meiner Kindheit in Erinnerung habe, wenn Ida zu Weihnachten dekoriert hatte.«

Stolz lächelte Ebba. »Du weißt schon, wie du gleich wieder für gute Stimmung sorgst.«

»Ich meine das ernst! Es wurde wirklich Zeit, dass es hier in der Vorweihnachtszeit endlich auch danach aussieht, dass Weihnachten vor der Tür steht. Das ist mir nie so gut gelungen wie dir jetzt.« Dankbar legte Magnus den Arm um Ebba und drückte sie an sich. Ebba lehnte ihren Kopf an seine Schulter. »Es freut mich, dass es dir gefällt. Fehlt nur noch der Jöölboom.«

Magnus schürzte staunend die Lippen. »Ich merke, du bist schon bestens informiert über die Sylter Weihnachtsbräuche.« Magnus schmunzelte und küsste seine Freundin auf die Wange. »Seit ich denken kann, stellen wir diesen kleinen Friesenbaum zu Weihnachten ins Fenster. Ida hat mir viel darüber erzählt und wunderschöne Kränze gebunden dafür. Früher galt er wohl als Ersatz für den Weihnachtsbaum, weil es hier so wenig Tannen gab. Ida hat noch einige der Bäume bei sich im Haus.«

»Paula und ich haben mit Louis sogar schon aus S

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