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Weihnachten mit einem Engel? Julia Bd. 1949 von MARINELLI, CAROL (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.01.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Weihnachten mit einem Engel?

Tiefblaue Augen, die sie verzweifelt anschauen, ein markant-schönes Gesicht, und auf dem Arm ein weinendes Kind: Dieser Mann ist überfordert, denkt die junge Nanny Ashley. Ihre eigenen Probleme sind vergessen - arbeitslos in London gestrandet, Weihnachten vor der Tür und keine Bleibe - als sie ihre Hilfe anbietet. Und damit Dario Vantanis Herz stürmt! Der Millionär bittet sie, seinen rettenden Engel, bei ihm und seinem kleinen Neffen zu bleiben. Und noch während die Festtage die City verzaubern, macht Dario ihr einen Heiratsantrag. Nur aus Vernunft - oder etwa aus Liebe?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 19.01.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862950348
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Julia Bd.1949
    Größe: 414 kBytes
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Weihnachten mit einem Engel?

1. KAPITEL

Wohin nur? Wohin?

Eingezwängt zwischen den vielen Pendlern, die gerade nach Hause fuhren, stand Ashley in der Londoner U-Bahn. Sie brauchte sich nicht einmal mehr festzuhalten, so voll war der Zug. Inständig hoffte sie, dass ihr Rucksack, den sie neben der Tür an die Wand gelehnt hatte, noch da war. Aber das war noch ihre geringste Sorge. Weitaus mehr beschäftigte sie die Frage, wohin sie jetzt gehen sollte.

Natürlich konnte sie ins "Earl's Court" fahren, das Hostel, in dem alle australischen Rucksacktouristen abstiegen.

Das Problem war nur: Sie war keine Touristin, sondern nach London gekommen, um sich Arbeit zu suchen. Und das war ihr auch gelungen. Doch nach drei Monaten hatte sie die Stelle verloren.

Sie strich sich eine feuchte Strähne ihres dichten blonden Haares aus dem Gesicht - auf dem Weg zur U-Bahn war sie in einen Regenschauer geraten - und bemerkte dabei, dass ihr förmlich der Angstschweiß auf der Stirn stand.

Mein Gott, was soll ich jetzt nur tun?, überlegte sie fieberhaft.

Natürlich hatte sie ein paar Freundinnen. Genauer gesagt, andere Kindermädchen, die sie auf dem Spielplatz oder in Kinderspielgruppen kennengelernt hatte, und mit denen sie manchmal ausgegangen war.

Kolleginnen, die nun ganz sicher zusammen in einem Pub saßen und sich die Münder darüber zerrissen, dass sie, Ashley, gefeuert worden war, weil sie ihre Arbeitgeber bestohlen haben sollte. Ob sie das nun glaubten oder nicht, war völlig unerheblich. Keine von ihnen konnte sich erlauben, eine angebliche Diebin bei sich aufzunehmen. Schließlich verkehrten ihre Arbeitgeber in denselben Kreisen wie die von Ashley.

"Scusi" , murmelte jemand mit sonorer Stimme hinter ihr, als die U-Bahn unerwartet bremste und dieser Mann mitsamt einem schlafenden Baby auf dem Arm gegen Ashley gedrückt wurde.

"Kein Problem", antwortete Ashley, ohne aufzublicken. Instinktiv versuchte sie, ihm ein wenig Platz zu machen, damit das Kind nicht aufwachte, aber die Menschen standen viel zu dicht. Plötzlich hielt die Bahn mitten im Tunnel zwischen zwei Haltestellen.

Meine Güte, ist das heiß!, stöhnte Ashley innerlich.

Draußen herrschte zwar eisige Dezemberkälte, aber hier drinnen war die Wärme fast unerträglich. Hunderte von Menschen waren auf engstem Raum zusammengepfercht. Ihre vom Regen feuchten Mäntel und Schals verwandelten den Waggon in eine Art Sauna. Dankbar holte Ashley tief Luft, als jemand eine Belüftungsklappe öffnete.

Aus den Augenwinkeln warf sie einen Blick auf das Baby. So eingepackt, mit seinem warmen Mäntelchen, den Handschuhen und einer Mütze mit Ohrenklappen musste das Kind schwitzen. Das schien ihm aber nichts auszumachen, denn es schlief seelenruhig.

Wie süß, dachte sie kurz, aber sofort kamen ihr die Tränen, weil die Erinnerung an Jack und Sophie, ihre beiden Schützlinge, in ihr aufstieg. Man hatte ihr nicht einmal gestattet, sich von den beiden zu verabschieden.

"Verzeihung!", murmelte sie nun ihrerseits, als sie im Gedränge gegen das Kind stieß, dessen Gesicht sich verzog, als ob es gleich weinen wolle. Hilflos versuchte sie erneut, etwas zurückzuweichen, aber es war unmöglich. Entschuldigend sah sie den Mann an, der das Baby auf dem Arm hielt. Nur kurz begegneten sich ihre Blicke, aber sie war auf der Stelle verloren.

Noch nie hatte sie so markante Gesichtszüge gesehen, noch nie in so tiefblaue Augen geschaut. Er hatte dieselben langen dunklen Wimpern wie sein Sohn, und ein paar Strähnen seines dichten schwarzen Haares hingen ihm verwegen in die Stirn. Besorgt sah er das Kind an, das sich jetzt unruhig in seinen Armen wand. Er redete ihm beruhigend zu, aber es half alles nichts. Das Kind starrte ihn mit seinen blauen Augen an, als sähe es einen Fremden, und sein leises Wimmern steigerte sich zu lautem Protestgeschrei. Einige Reisende drehten sich bereits neugierig nach ihnen um.

"Psst, Gu

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