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Weihnachtsengel zum Verlieben Geschichten für die schönste Zeit des Jahres von Rick, Kirsten (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Weihnachtsengel zum Verlieben

Das gefühlvolle Lesebuch für die schönste Zeit des Jahres: 'Weihnachtsengel zum Verlieben' jetzt als eBook bei dotbooks! Endlich mal die Seele baumeln lassen - ach, wie schön wäre es, in der Adventszeit entspannt durch die schneebedeckte Natur zu spazieren und abends am knisternden Kamin ein paar Lebkuchen zu naschen ... Aber davon kann Saskia nur träumen: Sie will das perfekte Fest für ihre Lieben organisieren - und stolpert dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste! Ähnlich geht es Pia, die sich eigentlich viel zu alt fühlt, um den Heiligabend im Schoß der Familie zu verbringen. Währenddessen hat Nina ganz andere Sorgen, als sie ausgerechnet vor dem Fest der Liebe merkt, dass ihr Freund eine grundsätzlich andere Auffassung von Treue hat als sie ... Werden die drei trotzdem noch ihr ganz persönliches Weihnachtswunder erleben? Chaotisch, romantisch und einfach schön - Bestsellerautorinnen wie Gabriella Engelmann, Steffi von Wolff und viele andere garantieren mit ihren Kurzromanen und Geschichten beste Unterhaltung! Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das festliche Lesevergnügen 'Weihnachtsengel zum Verlieben', herausgegeben von Claudia Weber. Wer liest, hat mehr vom Leben! dotbooks - der eBook-Verlag.

Kirsten Rick wurde 1969 in Hamburg geboren und wuchs in einem kleinen Dorf in der Nähe auf. Sie studierte Angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg und arbeitet seitdem, da sie laut eigener Aussage 'nichts Vernünftiges gelernt hat', als Redakteurin für verschiedene Zeitschriften und als freie Journalistin. Kirsten Rick lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern im Hamburg am Hafen. Bei dotbooks veröffentlichte Kirsten Rick die Romane 'Schlüsselfertig' und 'Frischluftkur', die Kurzgeschichtensammlung Ernas kleines Weihnachtswunder sowie die Novellen 'Maria räumt auf' und 'Ausgestochen! Eine Plätzchengeschichte'. Weitere eBooks sind in Vorbereitung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 297
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961481941
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1204 kBytes
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Weihnachtsengel zum Verlieben

1. Dezember

»Was ist das?« Ann-Sophie betrachtet verwundert das einzelne Stoffbeutelchen, das an einem knorrigen, dünnen Ast über dem Esstisch hängt.

»Dein Adventskalender«, erklärt Saskia.

»Aber es ist nur ein Beutel«, wundert sich Ann-Sophie und stupst diesen einen Beutel vorsichtig an. Er pendelt hin und her. »Ein richtiger Adventskalender hat 24 Türchen.«

»Kluges Kind«, bemerkt Jörg.

»In diesem Jahr gibt es einen Adventskalender ohne Türchen. Einen individuellen Adventskalender. Etwas, das sonst keiner hat«, versucht Saskia, ihr leicht unvollendetes DIY-Projekt anzupreisen. Es ist ihr nicht gelungen, weitere Beutel zu nähen, irgendwie war keine Zeit mehr dafür da. Allerdings hat sie diesen Ast unter Einsatz all ihrer Kräfte aus einer öffentlichen Grünanlage gezerrt. Er war schon halb abgebrochen, deshalb hat sie keinem Baum Leid zugefügt, doch trotzdem hatte Saskia das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun. Das wurde noch dadurch verstärkt, dass eine ältere Dame mit Dackel ihr dabei zusah.

»Das ist kein richtiger Adventskalender«, murrt Ann-Sophie. »Ich will einen richtigen Adventskalender. So einen, wie alle ihn haben.«

Das Argument weiß Saskia sofort zu entkräften: »Bei euch in der Klasse haben alle verschiedene Adventskalender. Jeder ganz individuell. Und sieh mal: Ist der nicht auch hübsch?«

»Nein«, meint Ann-Sophie, womit sie nicht ganz unrecht hat. Das würde Saskia aber nicht zugeben, nicht vor dem Kind. »Igitt!«, kreischt das Mädchen auf.

»Na, na, so schlimm ist der doch auch wieder nicht«, steht Jörg Saskia bei.

»Da ist eine Spinne in meinem Müsli«, beschwert sich Ann-Sophie.

»Die kommt bestimmt aus dem Gestrüpp, das hier über dem Tisch baumelt«, folgert Jörg und beäugt den Ast kritisch, als erwarte er, dass sich spontan noch mehr Natur in seinem Lebensraum ausbreiten könnte.

»Das ist ein Adventskalender«, stellt Saskia richtig. »Außerdem wolltest du doch immer ein Haustier.« Vorsichtig fischt sie die Spinne aus dem Müsli der Tochter und setzt sie auf dem Balkon aus.

»Aber eins, was man streicheln kann! Eins mit Fell!«, fordert Ann-Sophie, ihre Chance witternd.

»Es gibt auch haarige Spinnen«, weiß Jörg. »Vogelspinnen. Die kann man auch als Haustier halten.«

»Du spinnst, Papa!« Ann-Sophie gluckst dabei fröhlich vor sich hin, als habe ihr Vater gerade den Witz des Jahrhunderts erzählt und ihr einen 100-Euro-Schein zugesteckt. Als ihr Blick danach wieder auf den Adventskalender und die dahinter auf Anerkennung hoffende Mutter fällt, verdüstert er sich wieder.

»Nein, ehrlich. Das kann man«, beharrt Jörg. »Die sehen auch aus wie richtige Schmusespinnen.« Er lässt die Finger seiner rechten Hand über Ann-Sophies Unterarm flitzen, als wären es Spinnenfüße. Seine Tochter dankt es ihm mit einem Blick, aus dem pure Liebe spricht.

»Schluss damit«, sagt Saskia mit Blick auf die Uhr. »Mach jetzt endlich deinen Adventskalender auf, sonst kommst du zu spät zur Schule!«

»Volllfffff.« Ann-Sophie macht sich trotzdem an dem Beutel zu schaffen. Sie zieht einen Schokoriegel heraus und macht ein zufriedenes Gesicht. Aber dann fällt ihr ein: »Und morgen? Was mache ich morgen auf?«

»Den gleichen Beutel«, erklärt Saskia das Konzept.

»Und da ist dann wieder ein Schokoriegel drin?«, fragt Ann-Sophie hoffnungsvoll.

»Mal sehen«, sagt Saskia. Eigentlich sind abwechslungsreiche Überraschungen vorgesehen und kleine Bastelarbeiten. Dafür blieb allerdings keine Zeit. Der Gedanke an 23 Schokoriegel ist verführerisch, zumal er bedeuten könnte, dass ihre Tochter wunschlos glücklich ist.

»Und wann backen wir die Plätzchen?«, hakt Ann-Sophie nach.

***

Später, einen Halbtagsstellenarbeitstag und diverse Kioskbesuche, in denen man Saskia erklärte, die Plätzchenspezialausgabe sei nun wirklich ausverkauft und auch nicht mehr nachlieferbar, legt Ann-Sophie ein

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