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Weihnachtswünsche sind wie Schneeflocken Roman von Hale, Jenny (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
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Weihnachtswünsche sind wie Schneeflocken

Noelle liebt an Weihnachten am meisten die kuscheligen Winterabende in der kleinen Bäckerei ihrer Familie. Doch dieses Jahr ist alles anders, denn der geliebten Bäckerei droht der Bankrott. Um ihre Familie zu unterstützen, nimmt Noelle eine Anstellung als Betreuerin eines griesgrämigen alten Mannes an. Und während es ihr und ihrem kleinen Sohn Lucas langsam gelingt, dessen verhärtetes Herz zu erweichen, lässt sein Enkel Alexander Noelles Herz höherschlagen. Doch für die Liebe hat sie eigentlich gar keine Zeit. Schließlich muss sie es irgendwie schaffen, die Bäckerei zu retten ...

Als Jenny Hale mit der Schule fertig war, sagte eine ihrer Freundinnen: 'Passt auf, eines Tages wird Jenny Bücher schreiben!' Manchmal können Freunde Dinge voraussehen, die man selbst noch nicht im Blick hat, und so brachte dieser Kommentar den Stein ins Rollen. 'Weihnachtswünsche sind wie Schneeflocken' ist Jenny Hales vierter warmherziger Weihnachtsroman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 397
    Erscheinungsdatum: 30.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732577934
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: We'll always have Christmas
    Größe: 1785 kBytes
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Weihnachtswünsche sind wie Schneeflocken

1

Vorsichtig bahnte sich Noelle einen Weg den vereisten Gehweg entlang und betrat das Café. Sofort schlug sich die Wärme auf ihrer Haut nieder.

»Holst du mir einen Latte? Keine Extras«, bat Jo. Ihr karamellbraunes Haar fiel in glänzenden Wellen über die Schultern. Gerade hatte sie sich umgedreht, um sich in der Gästeschar umzublicken. Die Tür fiel hinter ihnen ins Schloss und ließ die Weihnachtsmusik draußen. »Ich suche uns einen Tisch.« Sie reichte Noelle einen Zehn-Dollar-Schein und verschwand hinter einer Gruppe von schwatzenden und lachenden Frauen an einem Tisch voller Kekse und Kuchen. In der Mitte des Tisches stapelten sich Weihnachtsbücher.

Normalerweise liebte Noelle die Vorweihnachtsstimmung, doch in diesem Jahr war alles anders. An dem kleinen Tresen drängelten sich die Kunden, alle bewehrt mit Einkaufsbeuteln in diversen Schattierungen von Rot und Grün. Ihre Heiterkeit vertrug sich so gar nicht mit ihren eigenen Gefühlen, sondern erinnerte sie lediglich an ihre veränderten Lebensumstände. Als Jo erwähnt hatte, sie wolle heute shoppen gehen, hatte Noelle gewusst, dies wäre die perfekte Gelegenheit, ihre Freundin zu treffen und auf andere Gedanken zu kommen. Also hatte sie die zwanzigminütige Fahrt in die Stadt angetreten, um mit Jo zu reden, die stets einen klaren Kopf behielt und immer die besten Ratschläge parat hatte.

Sie wickelte sich den schokoladenbraunen, grob gestrickten Schal vom Hals, den ihre Kollegen ihr zu Weihnachten geschenkt hatten. Nach der kleinen Feier waren sie getrennte Wege gegangen; sie hatten nämlich allesamt keinen Job mehr. Ein New Yorker Unternehmen hatte die Firma aufgekauft und beinahe alle entlassen, um die Stellen mit Leuten ihrer Wahl neu zu besetzen. Wieder einmal war Noelles Leben ungewiss. So hatte sie sich den Abschluss dieses Jahres ganz sicher nicht vorgestellt.

Sie stellte sich in die Schlange vor dem Tresen. Nun, da sie allein mit ihren Gedanken war, schlich sich die Furcht wieder an, die sie veranlasst hatte, ihre Freundin anzurufen, um sich mit ihr zu treffen. In dem Bemühen, sich abzulenken, schaute sie sich zur Gebäckvitrine um.

Auf einer langweiligen Etagere lagen ein paar Kekse aus Massenproduktion, deren Glasur an ein riesiges Malen-nach-Zahlen-Muster erinnerte. Rundherum verteilte sich ein eintöniges Sortiment an Cupcakes - Vanille mit Zuckerguss und einem Plastikweihnachtsbaum in der Mitte und Schokolade mit passenden Streuseln. Die Auswahl konnte dem Angebot daheim bei Hope and Sugar, der Bäckerei ihrer Familie, nun wirklich nicht das Wasser reichen.

Die Hope and Sugar Bakery befand sich in einem kleinen, historischen Häuschen hinter einem winzigen Vorgarten voller Butterblumen, die jeden Sommer einen gerade sechzig Zentimeter breiten goldenen Streifen zwischen der Straße und dem gepflasterten Eingangsbereich erblühen ließen. Es war der Inbegriff der Anmut: Erbaut im 17. Jahrhundert, hatte es eine schlichte verglaste Eingangstür und zwei Erker mit leicht welligen Originalglasscheiben, die sie als Schaufenster nutzten. Im Inneren hatte ihre Großmutter, die sie Gram nannte, rund um den offenen Kamin vor Jahren einen kleinen Sitzbereich mit einem bequemen Sofa und einigen Polstersesseln eingerichtet. Dort konnten die Leute eine Tasse Kaffee und eine Gebäckspezialität genießen und sich aufwärmen, wenn es draußen schneite. Die Bäckerei hatte einen festen Platz in Noelles Herzen.

Hinter der Person, die gerade bestellte, rückte sie einen Schritt auf und konzentrierte sich auf die Kaffeeauswahl. Als sie sich entschieden hatte, wühlte sie in ihrer Geldbörse nach ein paar Scheinen, Jos Zehner immer noch in der Faust, und bemühte sich, nicht daran zu denken, dass sie eigentlich kein Geld für einen albernen Kaffee vergeuden sollte. Aber schließlich würde ja alles wieder in Ordnung kommen. Denn sie hatte einen Plan. Gram hatte ihr einmal erklärt, Träume würden in der Minute wahr, in der man einen Pl

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