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Weiter geht es nach der Werbung von Mallery, Susan (eBook)

  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Gemeinsamkeiten oder Gegensätze - was ist die wichtigste Zutat für eine Beziehung? Je mehr Gemeinsamkeiten ein Paar hat, desto besser läuft die Beziehung. Davon ist Paartherapeutin Taylor McGuire überzeugt. Ihr Ex-Lover, der erfolgreiche Psychologe Jonathan Kirby, behauptet mal wieder genau das Gegenteil - nur auf viel Sex kommt es an. In einer Talkshow fordert er Taylor heraus, um zu beweisen, dass er recht hat: Für eine Realityshow sollen Singles aus der kleinen Stadt Marriageville einen Monat lang zusammenleben. Dann wird sich schnell zeigen, was wichtiger ist: Verlangen oder Verständnis. Vor laufender Kamera bleibt Taylor nichts anderes übrig, als zuzustimmen. Doch das Experiment droht, sich zu verselbständigen: Nicht nur die Einwohner von Marriageville werden hart von Amors Pfeil getroffen. Auch zwischen Taylor und Jonathan beginnt es wieder zu knistern. New York Times-Bestsellerautorin Susan Mallery wird von der Literaturkritik als mitreißende Autorin gefeiert und unterhält mit ihren witzigen, emotionalen Romanen über Frauen und ihre Beziehungen Millionen von Leserinnen auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem unerschrockenen Zwergpudel in Seattle, wo das Wetter zwar nicht gut, der Kaffee dafür aber umso besser ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956495267
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Married For A Month
    Größe: 732 kBytes
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1. KAPITEL

T aylor, wir haben eine Überraschung für Sie", verkündete Katrina Melon in ihrer ach so munteren Art.

Taylor McGuire warf einen Blick auf die Fernsehmoderatorin und blinzelte. Dann zwang sie sich zu einer Erwiderung, obwohl ihre Kehle so eng war, als hätte jemand Stahlbänder darumgeschlungen. "Nein", stieß sie mühsam hervor und fuhr sich mit der Zunge über die staubtrockenen Lippen. "Keine Überraschungen."

Katrina beugte sich vor. Die Frau war mindestens fünfzig. Was sie offenbar nicht davon abhielt, trotz ihrer grellblond gefärbten Haare ein pinkes Chanel-Kostüm zu tragen. Dazu hatte sie eine ordentliche Portion Make-up auf ihren seltsam straffen Gesichtszügen verteilt. "Keine Sorge", flötete sie und tätschelte Taylor die Hand. "Das läuft doch alles ganz wunderbar."

Aber sicher, dachte Taylor, während sie krampfhaft versuchte, der ganzen Sache etwas Lustiges abzugewinnen. Ihre Hände waren inzwischen nicht mehr nur feucht, sie begannen schon zu tropfen. Und ihre Beine zitterten wie verrückt, obwohl sie sich sicherheitshalber hingesetzt hatte. Wenn das hier ganz wunderbar war, wollte sie lieber nicht wissen, was passierte, wenn sie erst mal so richtig nervös wurde oder eine Panikattacke bekam.

Na gut. Positiv betrachtet würde sie in wenigen Sekunden wissen, wie sich eine Nahtoderfahrung anfühlte. Falls sie die ganze Sache überlebte, war das sicher eine sehr interessante Erkenntnis. Negativ betrachtet stand sie allerdings kurz davor, sich vor mehreren Millionen Fernsehzuschauern bis auf die Knochen zu blamieren. Und vermutlich saßen auch all ihre Freunde und ihre ganze Familie vor dem Bildschirm, um das Spektakel mitzuverfolgen.

Katrina legte ihre Notizen zur Seite und lächelte. Zumindest vermutete Taylor das. Ganz sicher konnte man sich bei diesen straffen Gesichtszügen nicht sein.

"Sind Sie bereit?"

Taylor ersparte sich eine Antwort. Wozu auch? Es war ja sowieso völlig sinnlos. Die Plastik-Prinzessin würde garantiert jede Form von Protest mit ihren sorgfältig manikürten Händen beiseitewischen. Also konzentrierte sich Taylor lieber auf ihre Atmung und versuchte sich daran zu erinnern, dass Neues aus der Psychologie eine sehr angesehene, professionell produzierte Show war. Kein Trash-Fernsehen mit seltsamen Kameraschwenks oder durchgeknallten Talkshowgästen. Nein, diese Sendung wurde von Ärzten und führenden Psychologen gesehen. Die Beiträge wurden in Fachzeitschriften diskutiert und an Universitäten besprochen. Sie selbst gehörte ebenfalls zu den Zuschauern und verpasste kaum eine der wöchentlichen Ausstrahlungen.

Erneut verzog sich Katrinas Gesicht ein paar Millimeter. Diesmal sollte ihre Miene wohl Sympathie ausdrücken. "Also, wir hatten ja besprochen, dass Sie in den letzten zwei Minuten der Sendung auftreten, um den Zuschauern alles über Ihre spannende Theorie zu erzählen. Über diese, ähm ... Wie war noch mal der Titel Ihrer Arbeit?"

"Kompatibilität als Schlüssel zu einer erfolgreichen Beziehung" , stieß Taylor zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

"Ach ja. Natürlich. Aber wissen Sie, nachdem sich Dr. Bill gestern dummerweise eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hat, müssen wir nun etwas improvisieren. Es ist ja schließlich eine Live-Sendung." Es folgte erneutes Handgetätschel. "Dreißig Minuten. So lange ist das doch nicht. Denken Sie einfach an die Einschaltquoten. Und bestimmt winkt Ihnen danach eine Veröffentlichung bei einem großen Verlag."

"Bestimmt", murmelte Taylor, während sie sich verzweifelt wünschte, endlich nach Hause gehen zu können. Ruhm und Ehre, wer brauchte das schon? Das wurde doch sowieso völlig überbewertet.

Ein Mann, der im grellen Scheinwerferlicht nur verschwommen zu erkennen war, brüllte etwas von zehn Sekunden.

Aufmerksamkeit, rief Taylor sich ins Gedächtnis. Genau deshalb war sie hier. Um auf ihre Theorie aufmerksam zu machen. Weil

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