text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Wenn der Liebe Flügel wachsen von Morgner, Benjamin B. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2016
  • Verlag: Himmelstürmer Verlag
eBook (PDF)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Wenn der Liebe Flügel wachsen

Sören (16) findet seine erste große Liebe in Rico (19), dem jungen Italiener, der sich schon längst für ihn interessiert. Beide verbringen ein fantastisches Wochenende am Gardasee in Italien. Wie aber soll Sören es seinen Eltern beibringen, dass er schwul ist und nur auf Jungs steht? Sein Bruder Maik, der gleichzeitig Ricos Freund ist, hilft ihm über die schwierigen Klippen hinweg. Ein überaus gefühlvoller Coming-Out-Roman, der einen Blick in die Gefühlswelt eines sympathischen Jungen gibt, der seine ersten Schritte in Sachen Liebe durchlebt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 140
    Erscheinungsdatum: 01.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863615086
    Verlag: Himmelstürmer Verlag
    Serie: Junge Liebe Bd.25
    Größe: 1019 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Wenn der Liebe Flügel wachsen

Kapitel 1

Wie lange warte ich schon darauf, auf diesen besonderen Tag, der mir ein Stück mehr Freiheit und Selbstbestimmung geben wird. Bald sollte dieser Tag kommen: mein sechzehnter Geburtstag. Denn diese wüste Zeit zwischen zwölf und sechzehn ist doch wie eine gewaltige Expedition auf dem Gipfel des Himalaya. Man hat einiges davon gehört, von Freunden oder von schlauen Leuten, die ihre klugen Gedanken zu Papier gebracht haben. Nur, Tatsache ist, dass man sich in jedem Fall viel zu wenig darauf vorbereitet hat. Auch die Familie, die Eltern, die Geschwister, die ja um diese Expedition wissen, tun oft nicht genug. So ist es jedenfalls bei mir gewesen. Sie haben mich loslaufen lassen in Sandalen der Unerfahrenheit, mit einem Riesenrucksack voller Neugierde, ohne Kompass für eine ordentliche Orientierung und ohne Proviant. Und ich bin losgedackelt, so naiv, wie ich war. Im Nachhinein schäme ich mich dieser fast schon sträflichen Einfältigkeit. Ich hätte doch meinen Bruder befragen können, der diese Expedition, die man so kühl und sachlich Pubertät nennt, ja schon hinter sich hat. Wozu hat man denn sonst Brüder?

Ich habe nur einen, aber der reicht mir auch, vor allem, wenn er einem so wenig nützt wie Maik. Er ist drei Jahre älter als ich. Neunzehn, Gymnasiast. Das sagt ja wohl schon alles! Morgens kommt er nicht aus dem Bad, ewig langes Duschen, Stylen, Einduften. Ein Wunder, dass er sich nicht auch noch schminkt. Das heißt, vielleicht tut er es ja, so wie der aussieht! Möglicherweise habe ich ihn nur noch nicht dabei erwischt. Wenn ich ihn morgens beim Frühstück genauer ansehe, dann kommt es mir vor, als ob er sich jeden Tag rasiert. Ich habe bei Weitem mehr Haare im Gesicht als er. Aber natürlich nur im Gesicht. Nein, ich muss mich schon wieder korrigieren: Neulich habe ich ihn im Bad überrascht. Sonst hat er die Tür immer abgeschlossen, wenn er da drin ist. Komisch, bei ihm wird das von den Eltern widerspruchslos akzeptiert. Ich darf das nicht. Die Alten haben mir deshalb schon oft nervigen Stress gemacht, aber wer hat es schon gern, wenn er auf der Toilette gestört wird? Jetzt mach ich's mir halt in meiner Bude, da kann mir keiner verbieten, dass ich den Schlüssel rumdrehe. Es geht keinen was an, was ich da anstelle. Egal. Jedenfalls kam ich neulich vor dem Schlafengehen ins Bad, und da stand Maik breitbeinig vor dem Waschbecken. Mit der linken Hand hielt er seinen Schniedel in die Höhe, mit der anderen rasierte er sich da irgendwas weg. Mir ist es doch schnurzpiepegal, was bei mir da unten wächst. Okay, bei mir ist es sicher auch noch nicht so viel wie bei ihm, aber trotzdem. Ist doch albern! Finde ich jedenfalls. Wozu rasiert man sich die Eier, sieht doch eh niemand? Maik hat mich sofort angeschrien, als hätte ich sonst was ausgefressen.

Seitdem interessiert mich schon, wie Maik da unten aussieht, nachdem er sich dort rasiert hat. Ob er da ganz kahl ist? Zu fragen traue ich mich natürlich nicht, das wäre mir zu blöd und zu peinlich. Als ich wenig später ins Bad gegangen bin, habe ich mir Maiks Rasierer angesehen. Es hingen noch einige gekräuselte, dunkelbraune Haare an der Klinge. Mann, das waren richtige Sackhaare von meinem Bruder! Ich habe versucht, irgendetwas daran zu riechen. Fest und drahtig waren sie, viel mehr als Haare vom Kopf. Ich habe sie mir aufgehoben und in ein Briefkuvert gesteckt. Das ist doch immerhin etwas, so ein Souvenir von seinem Bruder, oder? Ja, ich bin manchmal so albern und unmöglich, das macht aber nichts. Ich habe natürlich auch gleich mal bei mir nachgesehen und genauso wie Maik meinen Penis hochgezogen. Tatsächlich wachsen da bei mir Haare am Schaft hoch. Dass sie sich am Sack vereinzelt kräuseln, an den Seiten im Schritt und natürlich auch über dem Penis wachsen, das war mir klar. Aber am Schaft? Das ist mir noch nie aufgefallen. Ich lasse meinen Penis los, als ich merke, dass er steif zu werden beginnt. Das muss jetzt nicht

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen