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Wenn du mich siehst Roman von Sparks, Nicholas (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Wenn du mich siehst

Erkenne die Liebe. Erkenne die Gefahr. Mitten auf einer einsamen nächtlichen Landstraße bleibt Marias Auto liegen. Ein Wagen hält, ein bedrohlich aussehender, muskelbepackter Mann steigt aus - und wechselt ihr freundlich den Reifen. Colin Hancock hat schon viele dumme Entscheidungen in seinem Leben getroffen und bitter dafür büßen müssen, eine Beziehung ist das Letzte, was er sucht. Doch so wenig Maria und Colin zusammenzupassen scheinen und so sehr sie sich auch dagegen wehren: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Aber ihnen droht größte Gefahr, denn ein finsteres Kapitel aus ihrer Vergangenheit holt Maria ein und lässt sie um ihr Leben fürchten. Werden die alten Dämonen alles zerstören, oder kann ihre Liebe Colin und Maria in der dunkelsten Stunde retten? Nicholas Sparks, 1965 in Nebraska geboren, lebt in North Carolina. Mit seinen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in über 50 Sprachen erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Mehrere seiner Bestseller wurden erfolgreich verfilmt. Alle seine Bücher sind bei Heyne erschienen, zuletzt "Seit du bei mir bist".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641102456
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 42193
    Originaltitel: See Me
    Größe: 5309 kBytes
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Wenn du mich siehst

Prolog

Schon nach seinem ersten Tag in Wilmington wusste er, dass er sich in so einer Stadt niemals dauerhaft niederlassen wollte. Sie war zu touristisch und wirkte wie aufs Geratewohl gewach sen, ohne jede Planung. In der historischen Innenstadt gab es zwar die typischen Häuser, die er erwartet hatte, mit Veranda und Säulen, aufwendiger Holzvertäfelung und ausladenden Magnolien in den Gärten. Aber diese hübschen Straßen gingen nach und nach in ein Gewerbegebiet mit Einkaufszentren, Supermärkten, Kettenrestaurants und Autohäusern über. Endlos schlängelte sich der Verkehr durch die Stadt, wurde im Sommer sicher noch unerträglicher.

Allerdings hatte ihn das Gelände der University of North Carolina angenehm überrascht. Aus irgendeinem Grund hatte er sich einen mit der hässlichen Architektur der 1960er und 1970er verbauten Campus vorgestellt. Ein paar solche Gebäude gab es auch, besonders am Rand, aber die zentralen Plätze hatten sich als Oase erwiesen - schattige Wege und gepflegter Rasen, dazu die im spätnachmittäglichen Sonnenlicht schimmernden Säulen und Backsteinfassaden der Hoggard Hall und der Kenan Hall.

Auch der kleine Park gefiel ihm sehr. Dort stand ein Uhrenturm, und bei seinem ersten Besuch hatte er dessen Spiegelung in dem dahinter gelegenen Teich betrachtet, gleichsam ein Abbild der Zeit selbst.

Für Ende September war es warm, die Studierenden trugen kurze Hosen und ärmellose Oberteile, überall viel Haut. Er fragte sich, ob sie auch im Unterricht so gekleidet waren. Wie sie hatte ihn ein Wissensdrang hergeführt. Innerhalb von drei Tagen war er dreimal da gewesen, aber es waren immer noch zu viele Menschen unterwegs, zu viele, die sich an ihn erinnern könnten, und er wollte nicht, dass man sich an ihn erinnerte. Jetzt überlegte er, ob er sich einen anderen Platz suchen sollte, kam aber zu dem Schluss, dass dazu kein Anlass bestand. Soweit er das beurteilen konnte, interessierte seine Anwesenheit niemanden.

Er war nahe dran, so nahe, aber im Augenblick war es wichtig, geduldig zu bleiben. Er holte tief Luft und hielt sie einen Moment lang an, dann stieß er sie wieder aus. Auf einem Weg sah er zwei Studenten zum Unterricht laufen, den Rucksack über der Schulter, doch um diese Tageszeit waren diejenigen in der Überzahl, die schon früh ins Wochenende starteten. Hier und da standen sie zu dritt oder viert zusammen, plauderten und tranken aus Wasserflaschen, die, wie er vermutete, mit Alkohol gefüllt waren, während zwei Möchtegern-Abercrombie-Models ein Frisbee hin und her warfen und ihre Freundinnen sich etwas abseits unterhielten. Eine junge Frau stritt sich mit einem jungen Mann, ihr Gesicht war gerötet. Die Frau schubste ihren Freund, um Abstand zwischen ihnen zu schaffen. Darüber musste er lächeln, denn er respektierte ihre Wut, und im Gegensatz zu ihm selbst war sie nicht gezwungen, ihre Gefühle zu verbergen. Hinter dem Paar spielte ein weiteres Grüppchen eine Runde Football, mit der unbekümmerten Selbstvergessenheit derer, die keine echte Verantwortung trugen.

Er ging davon aus, dass viele der Studenten an diesem Abend und am nächsten vorhatten auszugehen. Wohnheimpartys. Bars. Klubs. Für viele von ihnen begann das Wochenende schon jetzt, da freitags nur wenige Kurse stattfanden. Das hatte ihn überrascht, als er es erfuhr. Bei den Kosten einer College-Ausbildung hätte er gedacht, dass die Studenten mehr Unterrichtszeit bei ihren Dozenten verlangten, keine verlängerten Wochenenden. Andererseits passte dieser Stundenplan vermutlich sowohl den Studierenden als auch den Lehrenden ganz gut. Wollte heutzutage nicht jeder, dass alles einfach war? Die geringstmögliche Mühe aufwenden? Abkürzungen nehmen?

Ja, dachte er. Genau das lernten die Studenten hier

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