text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Wenn ich in deine Augen seh von Forbes, Mary J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.04.2013
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
2,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Wenn ich in deine Augen seh

'Der Kuss war ein Fehler.' Die Worte des unwiderstehlichen Ranchers Ashford McKee treffen Rachel tief. Was will dieser Mann bloß, der sie erst mit ungestümer Leidenschaft küsst, dann wieder tagelang meidet und jetzt überraschend zu einem romantischen Ausritt zu zweit einlädt? In Ashfords Augen entdeckt Rachel glühendes Verlangen, das seine harten Worte Lügen straft. Doch er kann die Vergangenheit nicht hinter sich lassen, um unbeschwert neu zu beginnen. Rachel hingegen ist längst dabei, sich in den wilden Cowboy zu verlieben - wirklich hoffnungslos?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 02.04.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954465736
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 336 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Wenn ich in deine Augen seh

2. KAPITEL

Mit Charlie auf dem Rücksitz und Zuversicht im Herzen war Rachel am Sonntagmorgen um halb zehn unterwegs zur Flying Bar T . Es schneite immer noch. Ein kräftiger kalter Wind trieb die Flocken gegen die Frontscheibe. Die Scheibenwischer hatten schwer zu kämpfen.

Voraus lag die Straße in unberührter weißer Pracht da. Hinter sich ließ das Auto eine doppelte Reifenspur zurück. Jenseits von Stacheldrahtzäunen kuschelten sich Hügel und Täler unter eine dicke weiße Decke.

Gleich sehe ich ihn wieder, dachte Rachel unwillkürlich. Hastig ermahnte sie sich. Sie war keineswegs zu einem Besuch bei Ashford McKee unterwegs, sondern es ging darum, das Gästehaus zu mieten und mit Tom zu reden. Trotzdem beschleunigte sich ihr Puls. Sie musste sich eingestehen, dass Ashford sehr attraktiv auf sie wirkte - auf eine raubeinige Art.

Charlie wischte mit einer Hand über die beschlagene Seitenscheibe. "Wie lange dauert es denn noch?"

"Bloß noch fünf Minuten."

Er richtete sich auf und spähte über den Beifahrersitz. Seine blauen Augen wirkten riesig hinter den Brillengläsern. "Ich kann gar nichts sehen!"

"Glaub mir, es ist nicht mehr weit. Gleich hinter der nächsten Kurve liegt die Ranch. Ist dir auch warm genug?"

Er bejahte, lehnte sich wieder zurück und ließ sich brummend seine rote Corvette über die Oberschenkel fahren. Er hatte das Modellauto zu seinem sechsten Geburtstag geschenkt bekommen und zu seinem Lieblingsspielzeug auserkoren. Er war nicht anders als die meisten Jungen in seinem Alter - und die meisten erwachsenen Männer, die nach echten Sportwagen lechzten.

Mein lieber Floyd, du hast eindeutig den Kürzeren gezogen, als du dich von unserem Baby abgewandt hast!

"Wohnen wir bald auf einer Ranch mit Pferden und Kühen und so?", wollte Charlie wissen.

"Hoffentlich."

"Ich mag nicht in dem Motel wohnen. Da stinkt es so."

"Das stimmt. Lass uns die Daumen drücken, dass Mr Ashford uns sein Gästehaus vermietet."

"Ist das der Mann von deiner Soldatengeschichte?"

"Nein. Das ist sein Daddy. Er heißt Mr Tom und will mich vielleicht nicht auf seinem Grundstück haben, wenn er erfährt, dass ich ihn ausfragen will."

Eine Viertelmeile lang ahmte Charlie leidenschaftlich Motorgeräusche nach. Dann sagte er unvermittelt: "Vielleicht träumt er ja vom Krieg!? So wie Grandpa."

Verdutzt blickte sie in den Rückspiegel. Ihr Vater, Bill Brant, hatte ihr gegenüber nie eine solche Schwäche eingestanden. "Woher weißt du davon?"

"Manchmal schläft Grandpa in seinem Fernsehsessel ein. Und einmal hat er geschrien und davon geredet, dass er jemanden umgelegt hat, der ein Gewehr hatte."

"Das heißt noch lange nicht, dass er Albträume vom Krieg hat. Manchmal träumt man einfach so von Gewalt."

"Ich hab ihn aber gefragt, als er aufgewacht ist. Weil ich wissen wollte, was ein Schlitzauge ist."

"Das ist ein sehr hässliches Wort, mein Sohn! Hat Grandpa es dir erklärt?"

"Na ja, irgendwie. Dann hat er gesagt, dass ich keine Märchen erfinden soll."

Sie spähte in den Rückspiegel. "Hast du das denn getan?"

Vehement schüttelte Charlie den Kopf. "Grandpa hat geschnarcht und dann hat er angefangen zu reden und zu schreien. Und er hat das Gesicht so verzogen, wie wenn ihm was wehtut."

"Wann ist das gewesen?"

"Als wir das letzte Mal bei ihm waren."

Im letzten August also. Sie waren an die Küste von Maryland gefahren und in dem Ferienhaus abgestiegen, das Bill vor fünfzehn Jahren gekauft hatte. Rachel liebte den Ozean sehr - den Geruch, die Geräusche und den Geschmack der Salzluft. "War es das einzige Mal, dass er im Schlaf gesprochen hat?"

"Ja. Danach hat er nicht mehr in dem Sessel geschlafen."

Natürlich nicht, dachte sie. Weil er sich auf Teufel komm raus keine Blöße geben will. Nicht mit einem wachsamen i

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen