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Wenn keiner dir glaubt von Coulter, Catherine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Wenn keiner dir glaubt

Wenn Dein Stalker sich an Dir rächen will - für etwas, das Du nie getan hat ... Becca erhält Morddrohungen. Der Anrufer will Rache dafür, dass sie Sex mit ihrem Chef hatte - dem Gouverneur von New York. Etwas, das sie nie getan hat. Aber niemand glaubt ihr. Dann tötet der Anrufer einen Unschuldigen und Becca sieht keinen anderen Ausweg, als zu fliehen. Doch plötzlich steht ein Fremder vor ihrer Tür ... eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung! Catherine Coulter wuchs auf einer Ranch in Texas auf und schrieb nach ihrem Uniabschluss Reden an der Wall Street, bevor sie sich voll und ganz dem Schreiben widmete. Inzwischen hat sie mehr als 70 Romane veröffentlicht - darunter viele Regency Romances, aber auch einige Thriller. Ihre Bücher stürmen regelmäßig die Bestsellerlisten der New York Times. Catherine Coulter lebt mit ihrem Ehemann und drei Katzen in Nordkalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 526
    Erscheinungsdatum: 01.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732544929
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1921 kBytes
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Wenn keiner dir glaubt

1

New York City, 15. Juni/Gegenwart

Es war Nachmittag. Becca schaute sich im Fernsehen eine Seifenoper an, die sie seit ihrer Kindheit verfolgt hatte. Dabei fragte sie sich, ob sie auch einmal ein Kind haben würde, das im einen Monat eine Herztransplantation benötigte und im nächsten eine neue Niere, oder einen Mann, der ihr nicht länger treu wäre als vom Sessel bis zur Tür.

Das Telefon klingelte.

Sie sprang auf, doch dann erstarrte sie in der Bewegung und fixierte das Telefon. Im Fernseher beklagte sich jemand, dass das Leben ungerecht sei. Er hatte ja nicht die geringste Ahnung.

Reglos blieb sie stehen, machte keinerlei Anstalten, den Hörer abzunehmen. Es klingelte noch dreimal. Dann endlich hielt sie es nicht mehr aus - ihre Mutter lag im Lenox Hill Hospital im Koma. Sie sah, wie ihre Hand nach dem Hörer griff. Nur mit großer Mühe konnte sie sich ein einziges Wort abringen: "Hallo?"

"Hallo, Rebecca. Hier ist dein Geliebter. Jetzt habe ich dir schon solche Angst gemacht, dass du dich zwingen musst, überhaupt ranzugehen, stimmt's?"

Sie schloss die Augen, während die verhasste Stimme mit dem sanften, tiefen Klang sie einhüllte, sich in ihr Innerstes fraß und sie vor Angst zittern ließ. Die Aussprache war akzentfrei, keine lang gezogenen Konsonanten wie in den Südstaaten, keine scharfen Vokale wie in New York, keine verschluckten R wie in Boston. Eine gebildete Stimme mit flüssigen, klaren Sätzen, vielleicht sogar ein klein wenig britisch. Alt? Jung? Sie wusste es nicht, konnte es nicht sagen. Sie musste sich zusammenreißen. Musste aufmerksam zuhören, sich genau einprägen, wie er sprach, was er sagte. Du kannst es. Reiß dich zusammen. Bring ihn zum Reden, vielleicht verrät er sich ja irgendwie, man weiß nie, was als Nächstes zum Vorschein kommt. Das hatte ihr der Polizeipsychologe in Albany geraten, als der Mann mit seinen Anrufen begonnen hatte. Hören Sie genau zu. Lassen Sie sich keine Angst einjagen. Nehmen Sie das Heft in die Hand. Sie müssen ihn unter Kontrolle bekommen, nicht umgekehrt. Becca leckte sich die spröden, rissigen Lippen - eine Folge der heißen, trockenen Luft, die in dieser Woche über Manhattan lag. Der Wetterbericht hatte das als Anomalie bezeichnet. Also betete Becca erneut ihre Fragen-Litanei herunter und versuchte dabei, ruhig und beherrscht zu klingen, überlegen, ganz sie selbst.

"Wollen Sie mir nicht sagen, wer Sie sind? Ich möchte das wirklich gerne wissen. Vielleicht können wir ja darüber sprechen, weshalb Sie mich die ganze Zeit anrufen. Ist das möglich?"

"Kannst du dir nicht mal ein paar neue Fragen überlegen, Rebecca? Immerhin habe ich dich jetzt schon über ein Dutzend Mal angerufen. Und immer fragst du dieselben Sachen. Ach so, das hast du von einem Psycho-Doktor, stimmt's? Der hat dir gesagt, dass du mir diese Fragen stellen sollst, dass du versuchen sollst, mich durcheinander zu bringen, damit ich irgendwann alles ausplaudere. Tut mir leid, aber das wird nicht funktionieren."

Sie hatte sowieso nie wirklich daran geglaubt, dass diese Strategie funktionieren würde. Nein, nein, dieser Kerl wusste ganz genau, was er tat und wie er es tat. Sie hätte ihn am liebsten angefleht, er möge sie doch in Ruhe lassen, aber sie ließ es sein. Stattdessen verlor sie die Nerven. Sie drehte einfach durch, und die Wut, die sie so lange in sich hineingefressen hatte, gewann die Oberhand über ihre tief sitzende Furcht. Ihr Griff um den Telefonhörer wurde fest, die Knöchel schneeweiß, und dann brüllte sie los: "Jetzt hör mir mal zu, du miese Ratte! Hör endlich auf, dich als mein Geliebter zu bezeichnen. Du bist nichts weiter als ein kranker Vollidiot. Wie wär's denn mit dieser Frage: Wieso fährst du nicht zur Hölle, wo du auch hingehörst? Wieso bringst du dich nicht einfach um, das wäre mit Sicherheit kein Verlust für die Menschheit? Ruf mich nie wieder an, du jämmerliches Stück Dreck. Die Polizei ist di

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