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Wer dem Wind folgt: Die große Australien-Saga - Band 2 Roman von Watt, Peter (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Wer dem Wind folgt: Die große Australien-Saga - Band 2

Ein unerwartetes Wiedersehen ... Das ergreifende Australienepos "Wer dem Wind folgt" von Peter Watt - jetzt als eBook bei dotbooks. Australien im 19. Jahrhundert: Hals über Kopf musste Michael Duffy aus Sydney fliehen und seine große Liebe Fiona Macintosh zurücklassen. Als er ihr fernab der Heimat eines Tages gegenübersteht, erkennt die mittlerweile verheiratete Fiona ihn zunächst kaum wieder - doch ihre Gefühle füreinander können sie nicht leugnen. Sie beschließen, gemeinsam nach Hause zurückzukehren, denn Michael hat eine Rechnung zu begleichen: Der Mörder seines Vaters ist immer noch auf freiem Fuß. So beginnt eine epische Reise durch Australien voller Liebe, Verrat und tödlicher Gefahr ... Eine große Familiensaga über das abenteuerliche Leben im Australien des 19. Jahrhunderts, eine unerbittliche Familienfehde - und ein Paar, dessen Liebe stärker ist als alles, was sie voneinander trennt: "Abenteuer, Liebe und Intrigen machen diesen Roman zu einem satten Lesevergnügen." Schweriner Volkszeitung Jetzt als eBook kaufen und genießen: "Wer dem Wind folgt" ist nach "Weit wie der Horizont" der zweite Teil der großen Australien-Saga von Peter Watt. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Peter Watt hat in seinem Leben schon in vielen verschiedenen Ländern gelebt, darunter Vietnam, Island, Tasmanien und Papua-Neuguinea. Heute wohnt er im australischen Maclean, im Norden von New South Wales. Er schätzt gutes Essen, das Angeln und die Weite des Outbacks von Queensland, wo auch seine Romane spielen. Von Peter Watt erscheinen bei dotbooks: "Weit wie der Horizont. Die große Australien-Saga - Band 1" "Wer dem Wind folgt. Die große Australien-Saga - Band 2"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 658
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961487882
    Verlag: dotbooks GmbH
    Originaltitel: Shadow Of the Osprey
    Größe: 1334 kBytes
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Wer dem Wind folgt: Die große Australien-Saga - Band 2

PROLOG

1868

Die Insel war eine Schildkröte. Ihr grüner Panzer trieb auf einer türkisfarbenen See ...

Zumindest war das der erste Eindruck, den David Macintosh hatte. Der sechsundzwanzigjährige Erbe eines in Sydney ansässigen, weltumspannenden Finanzimperiums stand am Bug einer Sklavenhandels-Bark, die im Auftrag seiner Familie den Pazifik durchpflügte, und sah zu, wie die mit Dschungel bewachsene Insel am Horizont abwechselnd aus dem Wasser emporstieg und niedersank. Obwohl der mittelgroße und glatt rasierte junge Mann durchaus wie jemand auftrat, dem man den Reichtum in die Wiege gelegt hatte, ließ ihn seine natürliche Art liebenswert erscheinen.

Die Reise auf der Osprey hatte er gegen den ausdrücklichen Wunsch seiner Mutter angetreten. Er wollte das dörfliche Leben im Südpazifik studieren. Voll abergläubischer Besorgnis wegen eines einst von einem Ureinwohner über die Familie Macintosh ausgesprochenen Fluchs hatte Lady Enid gesagt, er begebe sich damit in schreckliche Gefahr. Doch er hielt ihre Befürchtungen für töricht und unbegründet und hatte sie sanft getadelt. Deutlich stand ihm noch der Ausdruck von Angst vor Augen, den er auf ihrem sonst so gelassenen Gesicht wahrgenommen hatte, als er ihr beim Ablegen der Osprey vom Deck aus zuwinkte.

Während er an der Reling stand und hinübersah zu der Insel, wo er Gelegenheit haben würde, eine Kultur kennen zu lernen, die weit älter war als die westliche Zivilisation, dachte er nicht an ihre Befürchtungen. Im vergangenen halben Jahrhundert hatten die Europäer auf den Pazifik-Inseln tiefer greifende Veränderungen bewirkt, als dort in Jahrtausenden stattgefunden hatten. Nachdem die Inselgötter so gut wie abgeschafft und durch das neu eingeführte Christentum ersetzt worden waren, verbargen sich die alten Götter im Dschungel. Die wahren Gläubigen brachten ihnen nach wie vor die herkömmlichen Opfergaben, um ihren Zorn über die Vertreibung zu besänftigen.

Morrison Mort, der wortkarge Kapitän der Osprey, hatte David erklärt, dass kaum je ein Sklavenhändler Kontakt mit dieser Insel gehabt habe. Ihre Bewohner seien kriegerischer als die der meisten anderen im Pazifik und bekannt dafür, dass sie die Besatzungen von Schiffen abgeschlachtet hatten, als diese Sandelholz an Bord nehmen wollten. Das liege zwar schon lange zurück, fügte er rasch hinzu, ergänzte aber, dass Tiwi, der Herrscher der Insel, zu den Kriegern alten Schlages gehöre, die sich Missionaren und deren Lehren widersetzten. Aus diesem Grunde meide man gewöhnlich den Kontakt mit ihm, da die Häuptlinge anderer Inseln dem Handel der Weißen mit eingeborenen "Vertragsarbeitern" viel aufgeschlossener gegenüberstünden.

Doch David ließ sich von der kriegerischen Haltung der Inselbewohner nicht abschrecken. Er wollte unbedingt Menschen beobachten und kennen lernen, von denen er annahm, dass sie noch viele der althergebrachten Bräuche pflegten. Dem stillen jungen Gelehrten war es weit wichtiger, neues Wissen zu sammeln, als für das ohnehin schon beachtliche Imperium seiner Familie weitere Reichtümer zusammenzutragen.

Während er über das Deck zu Kapitän Mort ging, kam es ihm vor, als husche ein kaum wahrnehmbares Lächeln über dessen harte Züge. Es reichte aber nicht bis zu seinen blassblauen Augen, in denen animalischer Wahnsinn zu lodern schien.

Kapitän Mort war kein glücklicher Mensch. Auch wenn Jack Horton, sein Erster Steuermann, die Osprey auf einen Kurs gebracht hatte, der dafür sorgen würde, dass die Bark die Lagune erreichte, wo sie im Schutz des Korallenriffs vor den heranrollenden Brechern des Pazifiks sicher wäre, war Mort doch fest davon überzeugt, niemand außer ihm wäre in der Lage, das Schiff gefahrlos vor Anker zu bringen. Er war Mitte dreißig, sah gut aus und erregte mit seinem grüblerischen und geheimnisvoll wirkenden Wesen die Aufmerksamkeit so mancher jungen Dame. Dies

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