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Wer zuerst kommt, küsst zuerst von Mallery, Susan (eBook)

  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Wer zuerst kommt, küsst zuerst

Lexi Titan kann die Schlagzeilen schon förmlich vor sich sehen: Reiche Tochter heiratet noch reicheren Geschäftsmann, um ihr Unternehmen zu retten. Aber sie weiß, dass sie keine andere Wahl hat. Cruz Rodrigues braucht sie, um in der High Society von Texas akzeptiert zu werden - und sie braucht ihn, um ihre Wellnessfarm nicht zu verlieren. Also willigt Lexi ein, für sechs Monate seine Frau zu werden. Dass sie damit den Zorn ihres einflussreichen Vaters auf sich zieht, ist noch das kleinste Problem. Denn je näher der Tag rückt, an dem ihre Ehe enden soll, desto weniger ist Lexi bereit, Cruz wieder gehen zu lassen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 250
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783899419238
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Under her skin
    Größe: 432 kBytes
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Wer zuerst kommt, küsst zuerst

1. KAPITEL

E s sind doch nur zwei Millionen. Ist das etwa ein Problem?"

Lexi Titan zwang sich zu einem Lächeln. "Natürlich nicht", log sie, während sie sich fragte, ob John, ihr Bankberater, den Verstand verloren hatte. Zwei Millionen Dollar ? Sie sollte zwei Millionen Dollar in einundzwanzig Tagen aufbringen? Na klar. Sie würde einfach nach Hause gehen und die Sofaritzen absuchen. Irgendwo zwischen den Kissen musste doch noch der eine oder andere zerknüllte Eine-Million-Dollar-Schein stecken.

"Zur Not kannst du ja deinen Vater fragen", schlug John vor und studierte dabei die Unterlagen auf seinem Schreibtisch, als wären sie das Interessanteste auf der Welt.

Lexi lächelte. "Vielen Dank für den Tipp", erwiderte sie, als sie aufstand. Ihren Vater fragen? Eher nicht. Selbst wenn Jed Titan gewillt wäre, sie aus der Sache herauszuhauen - ihn um Hilfe zu bitten würde ihren sorgfältig ausgeklügelten Dreijahresplan mit einem Schlag zunichte machen. "Ich melde mich wieder."

"Warte nicht zu lange, Lexi." John erhob sich und schüttelte ihr die Hand. "Wenn du das Geld in drei Wochen nicht aufgetrieben hast, verlierst du alles."

John hatte es tatsächlich geschafft, die Katastrophe ihres Lebens in einem einzigen Satz zusammenzufassen.

"Ich überlege mir was", sagte sie. "Du hörst in ein paar Tagen von mir."

John wirkte verlegen. "Eigentlich sehen wir uns ja schon heute Abend, auf der Benefizveranstaltung deiner Schwester."

Wo er allen und jedem die Nachricht über ihr Unvermögen auf die Nase binden würde? "Gilt für Bankberater eigentlich dasselbe wie für Anwälte? Hast du so etwas wie eine Schweigepflicht?"

"Ja", versicherte er ihr. "Wir halten uns an einen Ehrenkodex. Meine Lippen sind versiegelt."

Hoffentlich sagte er die Wahrheit. "Dann bis heute Abend", verabschiedete sie sich mit gespieltem Enthusiasmus. Sie nahm ihre Tasche und verließ das elegante Büro.

Frust und Verärgerung jagten sie den mit Teppich ausgelegten Flur entlang. Sie schlüpfte durch den nächsten Ausgang und ging über den Parkplatz zu ihrem Auto. Als sie auf dem Fahrersitz saß, musste sie sich zusammenreißen, um nicht die Stirn gegen das Lenkrad zu schlagen. Sie konnte es akzeptieren, wenn es mal schlecht lief. Aber sie fand es unerträglich, wenn sie selbst schuld daran war.

"Wenn du Mist baust, musst du stark sein."

Sie stöhnte, als sie in ihrem Kopf eine Stimme aus der Vergangenheit hörte, die diese Familienweisheit vortrug. Sie steckte in großen Schwierigkeiten, und die Einzige, der sie die Schuld daran geben konnte, war sie selbst.

Dreißig Minuten später hatte sie Dallas hinter sich gelassen und die Stadtgrenze von Titanville erreicht. Sie ignorierte das Schild, das sie mahnte, fünfzig zu fahren, und düste die Schnellstraße hinunter. Ihr Leben war ein riesiger Misthaufen, der noch viel größer wurde, als sie hinter sich eine Sirene hörte.

Lexi fuhr an den Straßenrand und ließ die Scheibe herunter. Sie wartete, bis der Deputy Sheriff neben ihr stand, nahm dann die Sonnenbrille ab und seufzte.

"Falls Sie mich verhaften wollen - könnten Sie mich vorher bitte ein bisschen vermöbeln? Dann könne ich nämlich die Polizei verklagen."

"Weil es so eine lahme Woche ist?", fragte die Polizistin.

"Weil ich ein wenig Geld brauche."

"Über welche Summe reden wir?"

"Zwei Millionen Dollar."

Deputy Dana Birch stieß einen Pfiff aus. "Ich habe im Auto noch einen Rabatt-Coupon von einem Einrichtungsladen, aber das wird wohl kaum reichen." Sie warf einen Blick auf die Uhr. "Willst du darüber reden? Ich habe in fünfzehn Minuten Mittagspause. Wir könnten uns bei Bronco Billy's treffen."

Lexi nickte. "Das wäre toll. Aber ich werde dir nur die Ohren volljammern."

"Das bin ich ja schon gewohnt", erwiderte Dana unbekümmert. "Und jetzt hör auf so zu rasen. Du weißt, dass ich das nicht leide

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