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When We Hope von Pätzold, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2020
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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When We Hope

Was, wenn wir doch zu hoffen wagen? Jae-yong ist ein Mitglied der erfolgreichsten K-Pop-Gruppe der Welt, Ella eine ganz normale Studentin aus Chicago. Eigentlich hätte den beiden klar sein müssen, dass eine Beziehung zwischen ihnen unmöglich ist. Nicht nur trennen sie Tausende von Kilometern und mehrere Zeitzonen, auch die Welten, in denen sie leben, sind grundverschieden. Und egal, wie nahe sich Ella und Jae-yong in den letzten Monaten gekommen sind - sie müssen sich nun fragen, ob ihre Liebe stark genug ist, allen Widerständen zu trotzen ... ??? ??? ? 'Wunderschön und herzzerreißend, gleichermaßen ernst und lustig. When We Fall hat mich weinen lassen - weil es so perfekt war und weil mein Herz mit den Charakteren gelitten hat.' Lilagedanken_ Die LOVE-NXT-Reihe von Anne Pätzold: 1. When We Dream 2. When We Fall 3. When We Hope

Anne Pätzold ist 22 Jahre alt und lebt in Hamburg. Sie ist ausgebildete Buchhändlerin und arbeitet derzeit in einem Hörbuchverlag. Ihre große Leidenschaft sind Bücher, Bananenbrot und Südkorea.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 391
    Erscheinungsdatum: 21.12.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736313705
    Verlag: LYX
    Serie: LOVE NXT 3
    Größe: 1494 kBytes
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When We Hope

1. KAPITEL

Nach einer Nacht im Krankenhaus fühlte ich mich, als hätte ich wochenlang nicht geschlafen. Ich schleppte mich hinter Mel die Treppe hoch und beobachtete, wie sie vorsichtig jede Stufe nahm - ohne das Selbstbewusstsein, das sonst immer in ihren Schritten lag. Mit ihrer Tasche über meiner Schulter blieb ich ein paar Stufen unter ihr. Die Angst, sie könnte noch einmal ohnmächtig werden, kratzte an meinen Nerven.

Wir sagten beide nichts. Seit Mel heute Morgen im Krankenhausbett aufgewacht war, hatten wir kaum miteinander geredet. Das war auch nicht nötig gewesen. Ich hatte die Nacht an ihrem Bett verbracht und höchstens zwischendurch für ein paar Minuten die Augen zugemacht. Viel zu laut waren die Geräusche in der Notaufnahme, viel zu groß die Sorge, die ich um meine große Schwester hatte. Auch die Visite der Ärztin hatte mich nur oberflächlich beruhigen können. Auf dem Papier sahen Mels Werte gut genug aus, um sie entlassen zu können. Nur halfen mir diese Werte nicht, zu verstehen, was in ihrem Kopf vorging. Wenn es nur halb so viele Dinge waren wie in meinem, wunderte mich ihre Schweigsamkeit nicht. Aber all das behielt ich für mich. Nachdem Josh aufgetaucht war, um uns vor der Arbeit abzuholen und zu Hause abzusetzen, hatte er ohnehin den Sprechpart übernommen.

Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis wir auf unserer Etage standen. Mel wirkte noch erschöpfter als zuvor, und ich beeilte mich, die Wohnungstür aufzuschließen. Ich hielt sie ihr auf und ließ Mels Tasche und meinen Rucksack im Flur auf den Boden fallen, als ich die Tür hinter mir geschlossen hatte. Mel schleppte sich ins Wohnzimmer und setzte sich sofort auf die Ecke der Couch. Überall auf dem Boden war noch das Konfetti von gestern verteilt. Geschenkpapier lag neben dem Couchtisch, als wären seit dem Auspacken nur ein paar Minuten vergangen. Ein leises Klirren, das in der Küche erklang, lenkte mich ab. Liv.

»Möchtest du was trinken?«, fragte ich Mel. Meine Stimme war ganz rau von den Tausenden Emotionen, die mich seit gestern Abend erfüllten. Mel nickte stumm, und ich machte mich auf den Weg in die Küche. Meine kleine Schwester hockte neben dem Tisch, wo die Scherben noch immer den Boden bedeckten. Sie hatte uns anscheinend gar nicht reinkommen hören. Um sie nicht zu erschrecken, machte ich mich mit einem leisen Klopfen an den Türrahmen bemerkbar. Liv zuckte trotzdem zusammen und drehte sich zu mir um.

Ihre Augen waren so groß und ängstlich, dass mir mein Herz wehtat. Strähnen fielen aus ihrem Pferdeschwanz, und sie war so blass, dass ich mich fragte, ob sie diese Nacht überhaupt ein Auge hatte zumachen können.

Mein Blick glitt an ihr vorbei zum Boden. Eine Gänsehaut überkam mich, als ich getrocknete kleine Blutflecken zwischen den Scherben sah. Kein Wunder, dass Liv so blass war.

»Da seid ihr ja«, sagte Liv. Ich hörte die unausgesprochene Frage zwischen ihren Worten: Geht es Mel gut?

Ich zwang ein winziges Lächeln auf meine Lippen, das sie beruhigen sollte - auch wenn sich in mir drin alles dagegen sträubte. »Die Ärztin hat gesagt, es ist so weit alles in Ordnung. Mel soll sich eine Weile ausruhen, aber bis auf die leichte Gehirnerschütterung und die Schnitte an ihrer Hand ist alles gut.«

Liv nickte mehrmals, als bräuchte sie einen Augenblick, um die Infos zu verarbeiten. Dann stieß sie zittrig den Atem aus. »Ich bin eben erst von Charlie nach Hause gekommen«, erklärte sie. »Und hab das hier gesehen, als ich mir etwas zu essen machen wollte. Ich hatte vor, es aufzuräumen, bevor ihr kommt, aber ...« Sie stockte und wurde noch ein bisschen blasser.

Ich ging zu ihr, hockte mich ebenfalls auf den Boden und nahm sie in die Arme. Liv fühlte sich viel kleiner an als sonst. Kleiner und verletzlicher - ich hatte das Bedürfnis, sie vor dem Rest der Welt zu beschützen. Beruhigend strich ich in Kreisen über ihren Rücken und spürte, wie sie sich in

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