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Wie ein Tanz auf Morgentau Roman von Barlow, Christie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.06.2019
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Wie ein Tanz auf Morgentau

Eine berühmte Tänzerin werden und auf den Bühnen des Broadways stehen, das war Alice' Traum, seit sie klein war. Nach einem schrecklichen Familienstreit zog sie gemeinsam mit ihrer Mutter nach New York. Doch inzwischen hat sie Sehnsucht nach England, der Honeysuckle Farm und ihrem über alles geliebten Großvater. Als sie erfährt, dass er im Krankenhaus liegt, ergreift sie die Chance: Nach dreizehn Jahren kehrt sie das erste Mal zurück. Sie hat sofort das Gefühl, nach Hause zu kommen. Doch das scheinbar längst vergessene Tanzstudio, das Alice in einem versteckten Raum auf der Farm findet, scheint nicht das einzige Geheimnis zu sein, das ihre Familie hütet. Alice beschließt, endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen, damit alte Wunden endlich heilen können. "Voller Wärme und Witz und mit dem richtigen Wohlfühlfaktor" Sunday-Times-Bestsellerautotin Katie Fforde Christie Barlow engagiert sich in der Entwicklungshilfe und ist Redakteurin für ein Onlinemagazin, in dem sie ihre Leser mit allen wichtigen Neuigkeiten und Rezensionen aus der Welt der Bücher versorgt. Sie freut sich über Rückmeldung ihrer Leser, also scheut euch nicht und kontaktiert sie über ihre Website www.christiebarlow.com, ihren Twitteraccount @ChristieJBarlow und ihre Facebookseite Christie Barlow author.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 03.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745750157
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: A Home at Honeysuckle Farm
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Wie ein Tanz auf Morgentau

1. Kapitel

New York City, dreizehn Jahre später ...

Es klopfte an der Tür, und ich wusste sofort: Das war Molly. Man konnte die Uhr nach ihr stellen. Seit drei Jahren war Molly Gray meine beste Freundin. Ein richtiges Stadtmädchen, geboren und aufgewachsen in New York, lebte sie in einem Apartment im zweiten Stock eines Hauses an der Ecke 57th Street und 9th Avenue im Westen der Stadt. Ich hingegen war vor dreizehn Jahren als verängstigtes und verstörtes Kind hierhergekommen, und mir war klar, dass ich es immer noch nicht geschafft hatte, mich anzupassen und einzuleben. Inzwischen wohnte ich in einer schäbigen Wohnung in einer weniger freundlichen Ecke von Manhattan. Hier war alles ungewohnt: die Geräusche, die Gerüche. Alles um mich herum - Menschen wie Dinge - schien ständig in Bewegung zu sein. Millionen von Meilen trennten mich von meiner Kindheit auf dem Dorf. Oft sehnte ich mich danach, das vertraute Krähen eines Hahnes oder das Blöken eines Lammes zu hören. Manchmal träumte ich, ich könnte das ständige hektische Treiben zum Stillstand bringen und schweigend in meinem eigenen Tempo durch die Straßen wandern.

Jeden Sonntagmorgen, egal, welches Wetter gerade vorherrschte, rannte Molly eine gute Stunde lang durch den Central Park, bevor sie auf einen Kaffee und ein Schwätzchen zu mir kam, wenn sie ihr Laufpensum hinter sich hatte.

"Die Tür ist offen", rief ich. "Ich bin in der Küche."

Kurz darauf stand sie in der Tür - mit funkelnden Augen und glühenden Wangen.

"Morgen", keuchte sie und schaltete die neueste technische Errungenschaft ab, mit der sie ihre Leistung und ihren Puls kontrollierte. "Keine schlechte Zeit", murmelte sie in sich hinein.

Ihr schlanker Körper steckte in extravaganter Laufkleidung, die so eng anlag, wie es nur möglich war. Aus ihrem Pferdeschwanz hatten sich etliche Strähnen rostroter Haare gelöst. Langsam strich sie sich diese aus dem Gesicht.

"Das guckte gerade aus deinem Briefkasten", verkündete sie und legte das Faltblatt vor mir auf den Tisch, bevor sie sich auf den Stuhl plumpsen ließ. "Das ist genau das Richtige für dich", fügte sie hinzu, schnappte sich ein Stück mit Butter bestrichenen Toast von meinem Teller und grinste mich an.

Vorspielen für Wicked - Die Hexen von Oz

The Majestic Theatre

Broadway, New York City

"Was? Willst du mir damit sagen, ich sei eine Hexe?", fragte ich lächelnd und wärmte meine Finger an dem mittlerweile dritten Becher Kaffee an diesem Morgen.

"Eine gute Hexe", kicherte sie, "aber heute Morgen siehst du eher aus wie ein englischer Rockstar der Achtzigerjahre. Was ist mit deinem Make-up passiert?" Sie drohte mir spielerisch mit dem Finger, bevor sie aufstand und sich über das abgetragene braune Linoleum zur Kaffeekanne schlich.

"Sagen wir mal so: Ich habe schon wesentlich bessere Nächte gehabt", erwiderte ich, stellte meinen Kaffeebecher auf dem Tisch ab und blickte zu Molly hoch.

"Ich schenke uns beiden frischen Kaffee ein, und du erzählst mir in allen Einzelheiten, was los ist. So schlimm kann es doch nicht sein." Anteilnahme schwang in ihrer Stimme mit.

"Tut mir leid, aber es ist kein Kaffee mehr da. Er ist mir ausgegangen ... schon wieder."

Molly musterte erst die Kaffeekanne, dann mich. Ihr Gesichtsausdruck verriet Überraschung und Mitgefühl, jedoch hatte sie keine Vorstellung davon, wie schwierig meine Lage tatsächlich war. Sofort überfielen mich Schuldgefühle, weil ich mit meinen Sorgen hinterm Berg hielt, aber Mitleid war das Letzte, was ich wollte.

"Du kannst den hier haben", bot ich an und schob ihr meinen Kaffeebecher hin.

"Ist schon gut. Du siehst so aus, als bräuchtest du ihn dringender als ich. Ich lass mir am Wasserhahn ein Glas Wasser ein."

"Ich bekomme mein Geld erst morgen", seufzte ich. "Aber falls du noch etwas Toast möc

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