text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Wie Himbeeren im Sommer Roman von Bramley, Cathy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.07.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Wie Himbeeren im Sommer

Lass alles hinter dir und finde dein Glück Die junge Freya hangelt sich von einem Job zum nächsten. Als sie erfährt, dass ihr Onkel Arthur einen Zusammenbruch hatte und Hilfe auf seiner verwunschenen Farm braucht, ändert sich alles. Kurz entschlossen macht Freya sich auf zum Ort ihrer Kindheit, einem verzauberten Stück Land, das sie insgeheim sehr vermisst. Schnell stellt sich heraus, dass der Schwächeanfall ihres Onkels das kleinste Problem ist. Freya folgt ihrem Herzen und beschließt, die Farm zu retten. Und kommt dabei auch ihrem eigenen Glück auf die Spur ... Cathy Bramley lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und ihrem Hund in einem kleinen Dorf in Nottinghamshire. Sie war schon immer eine Leseratte und las früher oft mit der Taschenlampe unter der Bettdecke. Damit war erst Schluss, als ihr Mann ihr einen E-Reader mit Beleuchtung schenkte. Nachdem sie achtzehn Jahre lang eine Marketingagentur geleitet hatte, startete sie als Autorin noch einmal neu durch. Von ihrem Erfolg war sie dabei wohl als einzige selbst überrascht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 11.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641179618
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Appleby Farm
    Größe: 1735 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Wie Himbeeren im Sommer

Kapitel 1

Die Tür schwang auf, die Glocke darüber bimmelte, und ein angenehm kühler Luftzug wehte von draußen herein, als ein paar Mädchen im Teenageralter das Café verließen.

"Adios, amigas!", rief ich ihnen nach. "Ciao, bellezze!"

Es war Gründonnerstag. Die Kinder hatten Schulferien, und die Frühlingssonne hatte uns den ganzen Tag über einen steten Zulauf beschert. Jetzt, gegen vier, wurde es ruhiger, und das war auch ganz gut so, denn nachdem ich unsere neue Angestellte, die sechzehnjährige Amy, in die hohe Kunst der Zubereitung von Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato eingeweiht hatte, glich der Bereich hinter dem Tresen einem Schlachtfeld - überall Kaffee- und Milchpfützen, dazwischen haufenweise Tassen, Löffel und Kännchen. Auch an uns hatte die vergangene Stunde Spuren hinterlassen: Meine roten Haare waren infolge mehrerer Dampfstöße aus der Kaffeemaschine krisselig wie die eines Pudels, und Amys Stirn zierte, gleich einer dritten Augenbraue, ein länglicher Kaffeefleck.

Dafür durchzog das himmlische Aroma von frischem Kaffee den Raum, und Amy beherrschte allmählich die Bedienung der Maschinen. Ich sah ihr über die Schulter, während sie Milch aus dem Aufschäumkännchen in ein hohes Glas goss.

"Perfekt!", rief ich. "Und nicht vergessen: Immer schön langsam, damit der Schaum nicht zusammenfällt." Puh. Streckenweise hatte ich befürchtet, sie würde es nie lernen. Mit zitternden Händen stellte Amy das Milchkännchen ab und atmete erleichtert auf.

"Na, was meinst du?", fragte sie und biss sich auf die Unterlippe, während wir ihren ersten Latte Macchiato beäugten.

Ich lächelte sie an. "Ich glaube, langsam hast du den Dreh raus."

Und keine Sekunde zu früh, denn gleich hatte ich Feierabend, und dann musste sie allein hinterm Tresen die Stellung halten. Ich legte ihr einen Arm um die Schultern und drückte sie.

"Jetzt musst du nur noch die Geschmacksnerven der Chefin überzeugen", sagte ich und deutete mit dem Kopf in die hinterste Ecke des Cafés, wo Shirley, über einen Stapel Rechnungen gebeugt, an einem kleinen Tisch saß. Ihr linkes Bein lagerte auf einem Stuhl - eine Angewohnheit, die sie beibehalten hatte, nachdem sie sich im Herbst den Knöchel gebrochen hatte.

Wegen dieses Knöchels war ich hier gelandet. Ich bin mit Shirleys Tochter Anna befreundet, und als diese mich vor ein paar Monaten bat, im Shenton Road Café auszuhelfen, bis ihre Mutter wieder einsatzfähig war, nahm ich das Angebot dankend an. Von meinem damaligen "Promotionjob" in Manchester (Flyer und Gutscheine vor Supermärkten verteilen) hatte ich die Nase nämlich längst voll. Seither wohne ich in Annas Gästezimmer in Kingsfield, einer Kleinstadt in der Grafschaft Derby, und arbeite im Shenton Road Café.

Das hohe Glas schepperte leise auf der Untertasse, während Amy im Schneckentempo die paar Meter zu Shirley zurücklegte. Ich beobachtete sie dabei so gespannt wie einen Seiltänzer bei der Überquerung der Niagarafälle.

Shirley nippte an dem Getränk und hob dann anerkennend das Glas. "Sehr lecker. Gut gemacht, ihr zwei. Amy, hiermit bist du offiziell befugt, die Kaffeemaschine zu bedienen. Und zu deiner Information: drei Tütchen Zucker für mich."

"Ja! Amy for president!", johlte ich und reckte die Faust, während Amy mit verlegen gesenktem Kopf und verschränkten Beinen dastand.

Ich machte einen Knicks in Richtung Shirley, wobei ich mit den Fingern einen imaginären Rocksaum anhob. "Tja, dann kann ich ja jetzt den Hut nehmen."

Shirley schüttelte glucksend den Kopf und widmete sich wieder ihren Unterlagen. War es tatsächlich so? Hatte sich mein Job hier erledigt?

Auf einmal schlug mir das Herz bis zum Hals. Vielleicht war es wirklich wieder einmal an der Zeit für eine berufliche Veränderung. Nachdenklich stierte ich auf Shirleys braunen Haarschopf, bis ich merkte, dass mich Amy einigermaßen verwundert musterte.

Ich schüttelte den Kopf, deute

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen