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Wiedersehen in Maple Creek von Anderson, Olivia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.09.2020
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook

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Wiedersehen in Maple Creek

Molly und ihr Freund Jackson leben ein turbulentes Großstadtleben in New York mit angesagten Jobs, einer schicken Wohnung und vielen Partys. Aber dann erhält Molly einen Brief, der alles verändert: ihre Tante Gynnie, bei der sie früher immer ihre Sommerferien verbracht hat, ist gestorben. Molly ist tieftraurig. Seit Jahren hatten die beiden keinen Kontakt mehr und nun ist es zu spät. Aber Tante Gynnie hat für Molly ein Abschiedsgeschenk: Molly ist die Erbin von Tante Gynnies kleinem Hotel, dem Maple Lake Inn. Kurzerhand fliegt Molly mit Jackson nach Maple Creek. Dort angekommen erfolgt allerdings die Ernüchterung: Maple Creek ist nicht nur viel kleiner und verschlafener als Molly es in Erinnerung hatte, auch das Maple Lake Inn hat schon bessere Tage gesehen. Schweren Herzen entscheidet sich Molly das Hotel erst renovieren zu lassen, bevor sie es verkauft. Doch das erste Zusammentreffen mit dem ortsansässigen Zimmermann Nat verläuft alles andere als harmonisch. Für ihn ist Molly eine zickige, eingebildete Großstadttussi. Für Molly ist Nat ein raubeiniger, uncharmanter Hinterwäldler. Und die Unstimmigkeiten zwischen den beiden werden auch nicht besser, als Molly für vier Wochen nach Maple Creek zurückkehrt, um Tante Gynnies Haus auszuräumen. Aber je länger Molly sich in Maple Creek aufhält, umso nachdenklicher wird sie. Denn aus der Ferne wirkt ihr New Yorker Großstadtleben gar nicht mehr so glamourös wie sie immer dachte... Auftakt der großen Maple Creek Serie!

Hinter dem Pseudonym Olivia Anderson verbirgt sich die Bestsellerautorin Gerlinde Friewald. Sobald sie lesen konnte, hat Gerlinde Friewald gelesen. Sobald sie schreiben konnte, hat sie geschrieben - im wahrsten Sinne des Wortes. Was früher nebenbei geschah und auch in ihren Beruf in der Werbung und PR naturgemäß einfloss, betreibt sie seit über zehn Jahren als Hauptpassion: Schreiben. Mit ihrer Familie lebt sie im Süden Wiens in Österreich. Gerlinde Friewald ist in verschiedenen Genres der Unterhaltungsliteratur beheimatet. Besonders wichtig sind für sie - ob Krimi, Thriller oder Liebesroman - die Spannung und das Gefühl für die Menschen in der Geschichte.

Produktinformationen

    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 284
    Erscheinungsdatum: 07.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783967970449
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 2151 kBytes
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Wiedersehen in Maple Creek

Kapitel 3

»Ich kann Ihnen versichern, dass wir in spätestens einem Monat mit Minimum fünfzehn Prozent über dem Schnitt liegen. In drei Tagen bin ich zurück, dann stoßen wir darauf an. Ich melde mich bei Ihnen.« Jackson stieß sein Broker-Lachen aus und beendete das Gespräch, dann wandte er sich Molly zu. »Sorry, aber die Arbeit verfolgt mich selbst bis nach Kanada. Gibst du mir noch einmal eine Zusammenfassung?«

Seit sie am Flughafen ins Taxi gestiegen waren, hatte Jackson telefoniert. Molly war es ganz recht gewesen. So konnte sie ungestört aus dem Wagenfenster blicken, die vorbeiziehende Landschaft in sich aufnehmen und an Tante Gynnie denken. Dabei kamen der Reihe nach kleine Erinnerungen hoch. Bald würden sie Maple Creek erreichen, und sie spürte, wie ihre Aufregung zunahm.

Sie riss sich von der Umgebung los und sah Jackson vorwurfsvoll an. »Du hast mir kein einziges Mal wirklich zugehört. Habe ich recht?«

»Sei nicht sauer. Diese Reise kostet mich in Summe vier Tage. Ich hatte den Kopf voll damit, in der Arbeit alles unter Dach und Fach zu bringen.«

»Schon in Ordnung. Wir fahren jetzt direkt zu dem Anwalt, der mir den Brief geschickt hat und das Erbe von Tante Gynnie verwaltet. Er hat bereits mit dem ansässigen Immobilienmakler Kontakt aufgenommen und war auch so nett, für uns ein Zimmer in einer Pension etwas außerhalb von Maple Creek zu buchen.«

»Wir müssen in einer Pension übernachten, weil dein Hotel seit einem halben Jahr geschlossen hat. Du siehst, zum Teil habe ich aufgepasst.«

Unwillkürlich zuckte Molly bei der Erwähnung ihres Hotels zusammen. Obwohl mittlerweile einige Tage vergangen waren und sie alles Notwendige in die Wege geleitet hatte, war sie noch immer verwirrt und schaffte es nicht, ihre Gefühle zu ordnen. Im Augenblick durchlebte sie ein buntes Potpourri aus Trauer, Unruhe und Wehmut.

»Wie ich es verstanden habe, musste Tante Gynnie krankheitsbedingt vor einem halben Jahr schließen. Ich weiß nicht einmal, wie sie ihre letzten Monate verbracht hat, geschweige die vielen Jahre davor. Es sind so viele Fragen offen. Ach Jackson, denkst du wirklich, es ist richtig, sofort den Verkauf einzuleiten?«

Jackson deutete mit dem Kopf auf das Wagenfenster. »Kannst du dir vorstellen, mehr Zeit als zwingend notwendig hier zu verbringen? Seit wir in das Taxi gestiegen sind, sehe ich nur Bäume und wieder Bäume und noch mehr Bäume. Würdest du das Hotel vermieten, müsstest du immer wieder hierherkommen, um nach dem Rechten zu sehen. Werden die Menschen nicht kontrolliert, betrügen sie, das ist so. Und ständig würde es etwas zu tun geben: Reparaturen, Neuanschaffungen und so weiter. Die Verantwortung läge beim Eigentümer, also bei dir.«

»Du hast ja recht, trotzdem kommt es mir irgendwie falsch vor. Es ist, als würde ich ein Stück meiner Vergangenheit -« Molly brach mitten im Satz ab. »Da! Das Ortsschild von Maple Creek.«

Jackson stieß einen Seufzer aus. »Willkommen im Niemandsland.«

»Warte, bis du das Hotel und den See gesehen hast. Es ist wirklich wunderschön.«

Jackson warf ihr einen skeptischen Blick zu, erwiderte jedoch nichts.

Als das Taxi vor einem großen, aber schlicht wirkenden Holzhaus anhielt, verdichtete sich sein Blick. Er beugte sich vor und fragte den Taxifahrer: »Sind Sie sicher, dass wir hier richtig sind? An der Adresse sollte eigentlich das Büro eines Anwalts sein.«

Der Mann nickte. »Jim Ryder, Rechtsanwalt, Carolstreet 11 in Maple Creek. Jeder, der hier in der Gegend wohnt, kennt ihn. Sein Haus, sein Büro. Ich stamme aus der Gegend, nur zur Info.« Er öffnete die Autotür, stieg aus und ging zum Kofferraum, um das Gepäck zu holen.

Molly und Jackson stiegen ebenfalls aus.

Während Jackson das Gepäck entgegennahm und den Fahrer bezahlte, sah Molly sich um und suchte nach einem Anhaltspunkt, nach irgendetwas, an das sie sich erinnern konnte, aber alles hier erschien

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