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Wikinger meines Herzens von Litton, Josie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.11.2016
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)

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Wikinger meines Herzens

Britannien im 9. Jahrhundert: Die ebenso hübsche wie dickköpfige Lady Cymbra weigert sich beharrlich, von ihrem Bruder, Lord Hawk, als Faustpfand für den Frieden zwischen den Angelsachsen und den Wikingern verschachert zu werden. Doch Wolf Hakonson, der mächtige Anführer der Wikinger, lässt ein Nein zu seinem ehrenvollen Antrag nicht gelten. Kurzerhand entführt er Lady Cymbra in seine Heimat - und wartet voller Ingrimm auf die Rache ihres Bruders. Doch der Vergeltungsschlag verläuft anders als geplant, denn niemand rechnet mit Lady Cymbras charmantem Zauber und ihrer Leidenschaft - am allerwenigsten sie selbst...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 413
    Erscheinungsdatum: 07.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955308629
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1805 kBytes
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Wikinger meines Herzens

1

Nebel steigt aus dem Wasser auf, von der mondlosen Nacht tintenschwarz gefärbt, schwebt über den von sanften Wellen umspülten Strand, die Klippen hinauf, wo violetter Stechginster duftet, und durch die Ritzen im Pfahlzaun der großen Festung mit Namen Holyhood.

Nichts regt sich, nur eine streunende Ratte schnüffelt an den Körnern, die schon vor Stunden aus dem Getreidesack gerieselt sind. Auf der hölzernen Wand kauert eine Katze... wartet... springt hinab...

Auf ihren Posten dösen die Wächter, vernachlässigen ihre Pflicht, und in der Halle schnarcht die Garnison.

Eine junge Frau schläft in ihrem Zimmer an der Spitze des Turms inmitten der Burg und murmelt etwas vor sich hin, ihre Wange an ein duftendes Kissen geschmiegt, rastlos in ihren Träumen.

Geschickt zerlegt die Katze ihre Beute. Ein flüsternder Wind zerzaust ihr Fell. Sie sieht auf - und erstarrt beim Anblick des Schemens, der schnell und lautlos aus dem Nebel auftaucht.

Im geschwungenen drachenförmigen Bug des Kriegsschiffs sieht ein Mann die Festung vorbeigleiten. Mit Augen, die so kalt und tödlich sind wie das Treibeis des Nordens, aus dem er stammt, betrachtet er das Gebäude, dessen Schicksal er bereits entschieden hat.

Dann verschwindet das bedrohliche Schiff wieder im Nebel. Die Katze wendet sich wieder ihrer Mahlzeit zu. Und die junge Frau im hohen Turm schreit leise auf, erwacht aber nicht.

Die Frauen, die am Fluss ihre Wäsche wuschen, sahen ihn als Erste. Fröhlich schwatzten sie, sprachen über ihre Männer und Kinder, als eine den Kopf hob, durch den wirbelnden Staub spähte, und sich langsam erhob. Ihren zitternden Händen entglitt das schöne Hemd ihres Mannes, an dem sie so lange gearbeitet hatte und das er nur an Feiertagen trug. Um einen Schrei zu unterdrücken, presste sie eine Hand auf ihren Mund. Dennoch entrang sich ein halb erstickter Laut ihrer Kehle, der die anderen Frauen erst recht bestürzte.

Sofort unterbrachen sie ihre Arbeit und starrten sie an, dann folgten sie der Richtung ihres Blicks. Eine oder zwei von ihnen schrien entsetzt auf, doch sie verstummten augenblicklich und beruhigten ihre Babys, die sie zum Ufer mitgenommen hatten. Nur die Hufschläge durchbrachen die Stille.

Kerzengerade saß Sir Derward im Sattel und genoss jeden Schritt seines Pferdes, jeden einzelnen Moment, jedes angstvolle Augenpaar. Hinter ihm ritt die Patrouille in Zweierreihen, zwei Dutzend Männer, zwischen sich die sechs Gefangenen, die teils verblüfft, teils beklommen beäugt wurden.

Obwohl sie sich in der Unterzahl befanden, unbewaffnet und völlig hilflos, ihre Hände gefesselt und an den Hälsen zusammengebunden waren, verbreiteten sie Furcht und Schrecken. Keiner war unter sechs Fuß groß und der Anführer noch mindestens vier Zoll größer, mit breiten Schultern und kräftigem Körperbau. Unter ihren kurzen Tuniken ragten sehnige, muskulöse Schenkel hervor, die Baumstämmen glichen.

Die meisten trugen Bärte, doch ihr Anführer war glatt rasiert und hatte ein schmales, hartes Gesicht und gebräunte Haut. Sein mitternachtsschwarzes Haar hing bis auf seine Schultern herab. Sein scharfer, klarer Blick glitt an den Frauen vorbei zum geöffneten Tor der Festung. Mit ihren grimmigen Zügen wirkten sie alle beängstigend, ganz besonders aber der Anführer. Trotzdem waren sie gefangen genommen worden, so unglaublich es schien.

Noch bevor die Frauen zögernd zu jubeln begannen, ritt die Patrouille an ihnen vorbei. Sie packten ihre Babys und die Wäsche und folgten ihnen hastig. Dieses großartige Ereignis wollten sie nicht verpassen.

Ein Wächter lehnte am Torpfosten, starrte den Herannahenden mit offenem Mund entgegen und stieß einen heiseren Warnschrei aus. Über dem Pfahlzaun erschienen mehrere Köpfe, eine Gruppe von Männern versammelte sich am Tor und stob auseinander, als sich die Pferde näherten. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die

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