text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Wild Mafia Prince von Martin, Annika (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2017
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Wild Mafia Prince

Er wurde von Wölfen großgezogen und von Menschen gefoltert. Er ist der verlorene Bruder und er ist in Gefahr ... Obwohl es nicht ihr erster Undercover-Einsatz als Journalistin ist, macht Ann dieser Job im Fancher Institut für Geisteskrankheiten und Kriminelle zu schaffen. Und das nicht nur wegen des penetranten Geruch des Antiseptikums. Als Krankenschwester verkleidet, erregt vor allem Patient 34 ihre Aufmerksamkeit. So verloren, so wild, so animalisch ... und ohne jegliche Informationen über seinen Namen oder seine Vergangeheit. Ann wittert, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und gerät direkt ins Kreuzfeuer der Mafia. Ihre einzige Chance ist der Patient, dessen animalisches Verlangen sie mehr und mehr in seinen Bann zieht. 'Sexy und düster! Dark Mafia Prince hat alles, um mich die ganze Nacht wach zu halten!' Molly O'Keefe Band 3 der Dangerous-Royals-Reihe von New-York-Times-Bestseller-Autorin Annika Martin Annika Martin ist eine New-York-Times-Bestseller-Autorin, die mit ihrem wundervollen Ehemann und ihren zwei Katzen in einem Haus voller Pflanzen, Sonnenschein und Büchern lebt. Sie ist ganz versessen darauf, Liebesgeschichten über Kriminelle zu schreiben - manche schmutzig und lustig, andere dunkel und intensiv. Sie schreibt außerdem unter dem Namen der RITA-Award-Gewinnerin Carolyn Crane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 444
    Erscheinungsdatum: 01.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736305243
    Verlag: LYX
    Größe: 1283kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Wild Mafia Prince

1

Ann

Randall ist ein Mann mit freundlichen Augen, rosigen Wangen und einem langen grauen Bart. Er sitzt auf einer am Boden festgenieteten Bank in der Ecke seines Zimmers im Fancher-Institut, früher bekannt als Fancher-Institut für kriminelle Geisteskranke.

Vor dreißig Jahren tötete Randall in einem Linienbus drei Menschen, danach versuchte er, mehrere Büroangestellte durch mit Arsen versetzte Kekse zu vergiften. Fünf seiner Opfer erkrankten schwer.

Heute steht er unter starken Medikamenten und ist zweiundzwanzig Stunden täglich in diesem kleinen Raum eingesperrt. Rechts von ihm befindet sich ein großes Fenster, durch das ein Pfleger hereinschaut, einer von zwei Pflegern, deren einzige Aufgabe es ist, im Flur zu sitzen und Randall während seiner wachen Stunden zu beobachten. Randalls einziges brennendes Ziel im Leben ist es, sich gut genug zu benehmen, um seine Zeit in der Zelle auf einundzwanzig Stunden täglich zu reduzieren.

Ich beschließe, meine Story so anzufangen, würde ich sie als Human-Interest-Artikel über die Patienten des Fancher-Instituts schreiben, die in der Abteilung für gefährliche Geisteskranke (GG) untergebracht sind. Man hängt die Story immer am Schicksal eines einzelnen Menschen auf und versucht, ein besonderes Detail zu finden. Das ohne Unterlass starrende Gesicht ist so ein besonderes Detail.

Storys über Menschen haben Macht. Sie bringen Menschen einander näher, verbinden sie miteinander. Aber ich bin nicht hier, um eine Story über einen Menschen zu schreiben.

Ich bin hier, um eine Story über Dinge zu recherchieren. Eine Story über eine Lieferkette. Die langweiligste Sorte von Story überhaupt.

Eine Story über eine Lieferkette mitten im Nirgendwo Minnesotas ist die Quittung dafür, weinend im Schutt Kabuls zu knien und ein Kätzchen im Arm zu halten, während man das wichtigste Treffen seiner Karriere versäumt.

Alle nannten es einen Nervenzusammenbruch. Dieses Wort trifft es so gut wie jedes andere.

Bring den Auftrag einfach zu Ende , sage ich mir. Konzentrier dich und mach deinen Job.

Denn ich kann von Glück sagen, dass ich diesen Auftrag überhaupt bekommen habe. Kein seriöser Redakteur will heutzutage noch mit mir zu tun haben. Dieser Auftrag wurde mir von einem Redakteur bei Stormline zugeschanzt, was kein seriöses Druckwerk ist.

Eine Schwester namens Zara stellt mir die Patienten vor, die ich betreuen soll. Sie hält mich für eine Krankenschwester, und das bin ich tatsächlich. Ich war Krankenschwester, bevor ich beschloss, dass ich eigentlich nur Journalistin sein will.

Ich trage einen Gesichtsschutz aus Plastik und Handschuhe, und ich mache etwas mit jedem Patienten, damit Zara sich davon überzeugen kann, dass keiner von ihnen schlecht auf mich reagiert. Sie will sich auch vergewissern, dass ich mit diesen GG-Jungs klarkomme.

Die GG-Jungs werden kein Problem sein. Der Geruch nach Desinfektionsmittel allerdings schon. Er ist so überwältigend, dass ich das Gefühl habe, darin zu schwimmen. Ich komme zurzeit mit Desinfektionsmittelgeruch nicht gut klar.

Schwester Zara will mich nicht hierhaben, und damit hält sie nicht hinterm Berg. "Schwester Ann wird Ihnen jetzt den Blutdruck messen, Randall", sagt sie. "Sie werden sie in nächster Zeit oft sehen."

Der Typ von der Personalabteilung hat mich gewarnt, dass die Belegschaft sich gegen meine Anwesenheit sträuben würde. Eigentlich hätte eine Freundin von Schwester Zara auf diese Stelle befördert werden sollen. Alle im Team dachten, sie würde sie bekommen. Und dann kam ich daher und schnappte sie ihr weg. Also behandeln sie mich ein bisschen wie eine Aussätzige.

Ich bin schon mit Schlimmerem klargekommen.

"Hallo, Randall", sage ich sanft. Randalls Gesicht ist affektflach - das ist Psychiatrie-Sprache für ohne

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen