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Wildblumensommer Roman von Taylor, Kathryn (eBook)

  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Wildblumensommer

Ein unvergesslicher Sommer in Cornwall

Zoe steht vor einer schweren Entscheidung: Eine hochriskante OP soll ihr Leben retten. Spontan beschließt sie noch einmal nach Cornwall zurückzukehren, denn dort erlebte sie vor vierzehn Jahren ihr größtes Glück - und ihren schlimmsten Albtraum. Nun endlich will sie die Geheimnisse jenes Sommers klären. Erneut trifft sie auf ihre große Liebe Jack, erneut schöpft sie Hoffnung auf ein Leben an seiner Seite. Aber die Schatten der Vergangenheit drohen auch ihre Zukunft zu zerstören ...

Große Gefühle vor traumhafter Kulisse - der neue Roman von Spiegel-Bestsellerautorin Kathryn Taylor - jetzt vorab digital lesen!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 399
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732539932
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1216kBytes
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Wildblumensommer

1

Zoe rannte den schmalen gewundenen Pfad entlang über die grünbewachsenen Hügel und blieb erst stehen, als sie die Ruine des Steinturms am Rand der Klippen erreicht hatte. Völlig außer Atem hielt sie sich ihre stechenden Seiten und sah aufs Meer hinaus.

Die Sonne ging gerade auf, und die Luft war noch kühl, auch wenn Zoe die Wärme bereits spüren konnte, die der Tag bringen würde. Es roch nach Salz und den Wildblumen, die hier überall wuchsen, und der Duft erinnerte sie daran, wie oft sie schon mit Jack hier draußen gewesen war. Es war ihr geheimer Treffpunkt, der Ort, an den sie gingen, wenn sie allein sein wollten, und Zoe hatte gehofft, dass sie ihn hier finden würde. Doch sie entdeckte ihn nirgends, und ihre Verzweiflung wuchs.

Wo konnte er nur sein? Sie musste dringend mit ihm sprechen und hatte schon überall nach ihm gesucht. Aber er war weder in der Pension noch auf der Farm und auch sonst nirgends zu finden.

"Jack?", rief sie, so laut sie konnte, und lauschte angestrengt, aber außer dem Rauschen der Wellen, die unten an den Gezeitenstrand schlugen, war nichts zu hören.

Erschöpft lehnte Zoe sich mit dem Rücken an die Steinmauer und rutschte daran herunter. Sie war so durcheinander, glücklich und unglücklich zugleich, und sie würde platzen, wenn sie Jack nicht bald fand und ihm sagen konnte, dass sie mit ihm nach Kanada gehen würde.

Zuerst war es nur einer seiner verrückten Pläne gewesen. Jack Gallagher war voller Ideen, er sprudelte über davon - und genau das war es, was Zoe so an ihm liebte. Doch er war kein Träumer, sondern ein Macher, er setzte um, was er sich vornahm, und jetzt war er fest entschlossen: Er wollte raus aus Cornwall, das ihm zu klein geworden war, und endlich etwas von der Welt sehen. Die Papiere hatte er bereits zusammen, und auch genug Geld für den Anfang. Bald schon sollte es losgehen, in nicht einmal zwei Wochen, und er wollte, dass Zoe mit ihm kam.

Jack, dachte sie und spürte, wie ihr Herz sich zusammenzog vor lauter Sehnsucht, obwohl sie ihn erst vor ein paar Stunden zuletzt gesehen hatte. Er war ihre große Liebe, und sie war jetzt bereit, etwas dafür zu wagen. Denn es würde schwierig werden, ihren Vater davon zu überzeugen, dass es ihr ernst war. George Bevan hielt nichts von Jack, der als Farmerssohn in seinen Augen nicht gut genug war für seine Tochter. Von Anfang an war ihr Vater gegen die Beziehung gewesen, und auch wenn Zoe in ein paar Tagen achtzehn wurde und dann tun konnte, was sie wollte, graute ihr ein bisschen vor den Auseinandersetzungen mit ihm. Ihre Mutter würde ihr vermutlich keine Hilfe sein. Sie stellte sich selten gegen ihren Mann, aber Zoe hatte gehofft, dass wenigstens ihr Bruder auf ihrer Seite wäre. Chris war gut mit Jack befreundet und wusste, was Zoe für ihn empfand.

Doch als sie Chris gestern Abend um Rat gefragt hatte, war seine Reaktion ganz anders ausgefallen als erwartet. Anstatt sie zu bestärken, hatte er ihr vorgeworfen, dass sie egoistisch sei und nicht daran denke, was es für die Familie bedeutete, wenn sie mit Jack wegging. Und er hatte gesagt, dass man im Leben eben nicht immer machen könne, was man wolle. Zoe war von seiner Reaktion furchtbar enttäuscht gewesen und hatte ihn angeschrien, dass er feige sei und sich bevormunden lasse von ihrem Vater, der ihr Leben für sie beide vorgezeichnet hatte, bevor sie wütend aus dem Zimmer gestürmt war. Erst in den Stunden danach, in denen sie sich in ihrem Bett gewälzt und über alles nachgedacht hatte, war ihr klar geworden, dass etwas anderes hinter Chris' abweisender Reaktion stecken musste. Er verhielt sich sonst nie so, und sie nahm sich vor, ihn noch mal darauf anzusprechen und herauszufinden, was mit ihm los war. Aber erst musste sie Jack finden und ihm sagen, was sie beschlossen hatte. Denn egal, wie Chris dazu stand oder wie sehr ihr Vater wettert

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